Update am Morgen:Umgang mit Gefährdern und Personalfragen in der CDU
von Jan Henrich
Guten Morgen,
Der Schock über den Anschlag auf den Christopher Street Day sitzt tief in der Hauptstadt und die Politik ringt um Antworten und Zusammenhalt. "Nicht einschüchtern lassen" und die "Freiheit und Offenheit" der Gesellschaft verteidigen, das war die Kernbotschaft der Bundesregierung am Tag nach der Tat. Auch CSU-Chef Markus Söder betonte im ZDF-Sommerinterview, man dürfe sich nicht die "Lebensfreude nehmen lassen".
Sehen Sie hier das ZDF-Sommerinterview mit Markus Söder.
26.07.2026 | 19:28 minIn den kommenden Tagen dürfte die Bundesregierung aber eine andere Frage beschäftigen: Wie soll der Staat mit Gefährdern umgehen?
Der mutmaßliche Täter von Berlin war bereits als Islamist im Visier der Sicherheitsbehörden. Er wurde sogar von einem Gericht wegen der "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" zu einer Jugendstrafe verurteilt. Dennoch wurde die Tat nicht verhindert. Nach der "vollen Härte des Rechtsstaats" ruft in dem Zusammenhang so manche Stimme in der Politik. Was genau das bedeuten soll, wird nun diskutiert werden müssen.
Fast in den Hintergrund dürfte dabei das Thema geraten, das für den Kanzler eigentlich diese Woche auf dem Zettel stand: Das Personal-Karussell in der Bundesregierung und in der CDU weiterzudrehen. Am Montagmittag will Merz im Konrad-Adenauer-Haus vor die Kameras treten und wird dort vermutlich die Nachfolge für Carsten Linnemann auf dem Posten des CDU-Generalsekretärs verkünden.
Etwas erleichtern dürfte den Kanzler, dass er die Suche nach einem neuen Verkehrsminister anscheinend schon vor dem Start in die Woche abhaken konnte: Steffen Bilger soll auf Patrick Schnieder folgen.
Kommen Sie gut in den Tag!
Jan Henrich, Korrespondent im ZDF-Hauptstadtstudio
Was im Nahen und Mittleren Osten passiert ist
US-Militär verlegt weitere Kapazitäten nach Nahost: Die USA haben inmitten des Iran-Kriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagt in der Polit-Sendung "Face the Nation" des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht.
Netanjahu: Haben Irans Atomprogramm um Jahre zurückgeworfen: Ein großer Teil der Anlagen sei zerstört, sagt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem US-Sender Fox News. "Das bedeutet nicht, dass sie nicht versuchen können, das wieder aufzubauen, aber wir haben sie um mehrere Jahre zurückgeworfen." Zudem habe man in den gemeinsamen Angriffen mit den USA 20 Atomwissenschaftler Irans ausgeschaltet.
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Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Russland: Haben ukrainischen Hafen angegriffen: Russland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilt, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Die Angaben lassen sich bisher nicht unabhängig überprüfen.
Hafenbehörde: Internationaler Frachter sinkt nach russischem Beschuss: Vor der Küste der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist nach Angaben der dortigen Behörden ein internationaler Frachter eine Woche nach einem russischen Beschuss gesunken. Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende Schiff "Golden Leo" erlitt laut der Hafenbehörde am 19. Juli bei einem russischen Angriff schwere Schäden. Dabei kamen demnach neun Besatzungsmitglieder ums Leben, acht wurden gerettet. Das mit Mais beladene Schiff befand sich auf dem Weg nach Rumänien. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Die Angaben lassen sich bisher nicht unabhängig überprüfen.
Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.
Was heute noch wichtig ist
Merz verkündet voraussichtlich Nachfolge von Linnemann / CSU-Sommerklausur in Kloster Banz / Zugunglück in Riedlingen jährt sich
26.07.2026 | 1:01 minCSU-Landesgruppe trifft sich zur Sommerklausur: Die Abgeordneten wollen sich im oberfränkischen Kloster Banz unter anderem mit den Themen Wirtschaft und Hightech beschäftigen. Zum Auftakt des zweitägigen Treffens sprechen Parteichef Markus Söder und Landesgruppenchef Alexander Hoffmann.
Ifo-Institut veröffentlicht Geschäftsklima: Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft könnte sich im Juli weiter aufgehellt haben. Viele Ökonomen rechnen damit, dass das vom Ifo-Institut erhobene Barometer für das Geschäftsklima den dritten Monat in Folge steigen wird. Mehrere Wirtschaftsdaten waren zuletzt positiv ausgefallen, allerdings bleibt der Iran-Krieg ein großer Unsicherheitsfaktor.
Zugunglück bei Riedlingen jährt sich: Drei Menschen sterben, als am 27. Juli 2025 ein Regionalzug bei Riedlingen im Landkreis Biberach entgleist. Mehr als 30 Fahrgäste werden verletzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein durch viel Regenwasser ausgelöster Erdrutsch direkt an der Strecke die Entgleisung verursacht hat.
Sportlich in den Tag
Finals 2026 zu Ende
In Hannover sind am Sonntag die Finals, die Deutschen Meisterschaften in 24 Sportarten, zu Ende gegangen. Der Andrang war groß. Das Multisportevent hatte erstmals knapp eine halbe Million Zuschauer. Überzeugt haben unter anderem Turnerin Helen Kevric mit zwei Titeln und Hürdenläufer Emil Agyekum mit einer Rekordzeit.
Tour de France
Auf den Champs-Élysées hat der Niederländer Mathieu Van der Poel die letzte Etappe im Sprint hauchdünn gewonnen und Tadej Pogacar im flachen Finale die Grenzen aufgezeigt. Pogacar gewinnt aber die Gesamtwertung souverän zum fünften Mal. Hier geht's zur Bilanz der dreiwöchigen Frankreich-Rundfahrt:
Zahl des Tages
34,46 Hektar - so groß ist die Gesamtfläche der Waldsiedlung Zehlendorf am Rande des Grunewalds in Berlin. Am Wochenende ist die im Bauhaus-Stil errichtete "Papageiensiedlung" in die Unesco-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen worden. Sie ist nun Teil des bestehenden Eintrags "Siedlungen der Berliner Moderne".
Quelle: Imago
Gesagt
Es wird nicht einfacher, man wird nur schneller.
Greg LeMond, ehemaliger US-Radsportler
Heute vor 40 Jahren gewann der Kalifornier Greg LeMond im Alter von 25 Jahren als erster US-Radrennfahrer die Tour de France. Nachdem er sich von einem schweren Jagdunfall erholt hatte, gewann er die Tour zwei weitere Male - 1989 und 1990. Sein Satz gilt bis heute als Motivationsspruch im Radsport.
Der Franzose Bernard Hinault (l.) gratuliert Greg LeMond im Gelben Trikot zum Tour-Sieg. (27. Juli 1986)
Quelle: AP /Pierre GleizesWeitere Schlagzeilen
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Terra X - die Wissens-Kolumne
Monster, Götter, Versuchungen: Hinter Homers "Odyssee" verbirgt sich mehr als ein Abenteuer-Epos. Ihr wahres Geheimnis liegt zwischen den Zeilen. Warum sie heute noch fasziniert, erklärt der Philologe Bernhard Zimmermann in der Terra-X-Kolumne.
Die Nachrichten im Video
Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden
27.07.2026 | 2:16 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
So wird das Wetter heute
Heute ziehen die letzten Schauer und Gewitter nach Osten und Südosten ab. Die Luft erwärmt sich auf 19 bis 24 Grad in der Nordwesthälfte und auf 24 bis 29 Grad in der Südosthälfte. Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite.
Quelle: ZDF
Zusammengestellt von Torben Heine und Doris Neu.
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