Täter von Polizei erschossen:CSD-Anschlag in Berlin: Identität des Opfers bekannt
Nach dem Angriff auf den CSD in Berlin ist die Identität des Todesopfers bekannt. Der Tatverdächtige wurde bei einem Polizeieinsatz getötet.
Nach dem Terroranschlag auf den Christopher Street Day mit einem Todesopfer und vielen Verletzten mehrt sich die Kritik am Umgang mit mutmaßlichen islamistischen Gefährdern.
27.07.2026 | 4:50 minNach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist der mutmaßliche Attentäter Abdul B. am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz erschossen worden.
Die Ermittlungen gegen Abdul B. würden wegen seines Todes nicht fortgeführt, hieß es daher am Montag von der Bundesanwaltschaft. Ermittlungen zum Tatgeschehen und zu möglichen Hintergründen liefen derweil weiter. Ein weiterer Mann sei aus dem Gewahrsam entlassen worden, da sich ein Verdacht gegen ihn nicht erhärtet habe.
Eine Sprecherin der Behörde bestätigte zudem auf ZDF-Nachfrage die Identität des Todesopfers der Tat vom Samstagabend. Es handle sich um eine 65-jährige Frau mit polnischer Staatsangehörigkeit.
Polizei erschießt Tatverdächtigen in Kleingartenanlage
Der Tatverdächtige sei am Sonntag gegen 18 Uhr in einer Kleingartenanlage im Berliner Bezirk Spandau lokalisiert worden, hatte die Polizei am Sonntag auf X mitgeteilt.
Der mutmaßliche Attentäter hatte sich in einer Kleingartenkolonie in Berlin-Spandau aufgehalten.
Quelle: dpa"Nach bisherigen Erkenntnissen soll er mit einer Stichwaffe auf unsere Einsatzkräfte zugelaufen sein." Daraufhin hätten SEK-Beamte von ihren Schusswaffen Gebrauch gemacht. "Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr verstarb er noch am Einsatzort."
X-Post der Berliner Polizei
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Der mutmaßliche Attentäter von Berlin wurde in einer Kleingartenkolonie erschossen. Laut Polizei stürmte er mit einer Stichwaffe auf Beamte zu, so ZDF-Reporter Carsten Behrendt.
26.07.2026 | 3:17 minDer CSD in Berlin war am späten Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung kurz vor 22 Uhr in eine Menschenmenge gefahren war. Neben der getöteten Frau wurden 29 weitere Menschen verletzt. Deren Zustand ist nach Angaben der Polizei vom Sonntagnachmittag nicht mehr lebensbedrohlich.
Wo sich der Angriff auf den CSD in Berlin ereignete.
Quelle: ZDFDer Fahrer hatte das Auto, das nach der Todesfahrt im Berliner Tiergarten gegen einen Baum geprallt war, verlassen und war geflohen. Nach Angaben von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) ist der Mann mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen.
Die Ermittler gehen laut Dobrindt von einem "islamistischen Terroranschlag" aus. Die Generalbundesanwaltschaft hatte die Ermittlungen übernommen.
Parteiübergreifend zeigen sich Politiker nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin bestürzt. Doch der Terror, appelliert Kanzler Merz bei einer Trauerfeier, dürfe nicht gewinnen.
26.07.2026 | 2:46 minMutmaßlicher Attentäter gehörte Islamisten-Szene an
Nach dem Angriff hatte die Polizei mit Hochdruck nach dem 21-jährigen Abdul B. gefahndet und auch ein Fahndungsfoto veröffentlicht.
Der mutmaßliche Attentäter hatte sich den Erkenntnissen zufolge radikalisiert und gehörte der islamistischen Szene an. In der Vergangenheit sei der Mann zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, sagte Innenminister Dobrindt. Dagegen habe die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt.
Der CSD-Attentäter hätte keine Bewährung bekommen sollen, sagt Terrorismusexperte Peter Neumann. Um solche Taten zu verhindern, brauche es harte Strafen, aber auch Prävention.
26.07.2026 | 5:08 minDer Tatverdächtige sei 2005 in Deutschland geboren und deutscher Staatsbürger, sagte der Innenminister. Er habe einen libanesischen Hintergrund, seine Mutter sei 2002 in Deutschland eingebürgert worden.
Im vergangenen Jahr war B. nach Berliner Justizangaben in den Libanon ausgereist, um von dort aus nach Syrien zu gelangen und sich dem "bewaffneten Kampf" der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen, wozu es aber nicht kam. Im Libanon wurde B. zu drei Monaten Haft verurteilt, danach kehrte er nach Deutschland zurück.
Historie von Abdul B. löst Debatte aus:CSD-Anschlag: Ist das Strafrecht bei Gefährdern zu milde?
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