Sicherheitsvereinbarung:Syriens Übergangspräsident: Arbeiten an Abkommen mit Israel
Israel und Syrien haben nie ein Friedensabkommen geschlossen. Nun soll zunächst eine Sicherheitsvereinbarung erzielt werden. Ein zentraler Streitpunkt sind die Golanhöhen.
Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa strebt ein Abkommen mit Israel an.
Quelle: action pressSyrien arbeitet nach Darstellung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa aktiv daran, unter Beteiligung mehrerer anderer Länder eine Sicherheitsvereinbarung mit Israel zu erzielen.
Angaben des Senders Al Jazeera zufolge äußerte al-Scharaa die Hoffnung, dass ein solches Abkommen den Weg zu einem umfassenden Frieden ebnen könnte. Grundlage des Al-Jazeera-Berichts ist ein Interview mit al-Scharaa, über das der Sender auf seiner englischsprachigen Internetseite berichtete.
Frankreichs Präsident Macron besucht als erster westeuropäischer Staatschef seit dem Assad-Sturz Syrien. Er wolle für ein freies, pluralistisches Syrien eintreten, so der Elysée-Palast.
07.07.2026 | 0:18 minKommunikationskanal unter US-Aufsicht eingerichtet
Israel und Syrien hatten sich Anfang Januar 2026 darauf geeinigt, einen Kommunikationskanal unter Aufsicht der USA einzurichten. Dieser sollte als Plattform dienen, um Geheimdienst-, Sicherheits- und Handelsfragen zu koordinieren sowie Streitigkeiten beizulegen und Missverständnisse zu vermeiden.
Im September vergangenes Jahr hatten beide Seiten Gespräche über ein Sicherheitsabkommen bestätigt. Konkret geht es darum, die Präsenz syrischer und israelischer Truppen und Sicherheitskräfte im Grenzgebiet zu regeln.
Al‑Sharaa traf in Berlin Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzler Merz. Dabei ging es auch um die geplante Rückkehr von 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer.
30.03.2026 | 2:27 minOffiziell im Kriegszustand
Israel und Syrien befinden sich seit 1948 offiziell im Kriegszustand. Es wurde nie ein Friedensvertrag geschlossen. Die von Israel 1967 besetzten und 1981 annektierten Golanhöhen sind ein zentraler Streitpunkt. Die Annexion wird international nicht anerkannt.
Nach dem Sturz des früheren syrischen Langzeitherrschers Baschar al-Assad Ende 2024 hat Israels Armee Einsätze im südlichen Syrien deutlich ausgeweitet und Truppen in eine von den Vereinten Nationen kontrollierte entmilitarisierte Pufferzone zwischen den von Israel besetzten Golanhöhen und Syrien verlegt.
Israels Armee greift zudem immer wieder Ziele in Syrien an, laut eigenen Angaben etwa, um Waffenlager oder militärisches Gerät zu zerstören und mögliche Angriffe feindlich gesinnter Extremisten zu verhindern.
Die Wirtschaftslage sei "katastrophal", so der Nahost-Experte Naseef Naeem. Jedoch sei man stolz auf die "internationale administrative Anerkennung" von Übergangpräsident Ahmed al-Scharaa.
30.03.2026 | 6:07 minUN-Generalsekretär: Golanhöhen sind syrisches Hoheitsgebiet
UN-Generalsekretär António Guterres sagte bei einem Besuch in Syrien am Wochenende, dass die Entwicklungen in der Region der Golanhöhen absolut inakzeptabel seien.
Ich möchte die internationale Gemeinschaft daran erinnern, dass die Golanhöhen syrisches Hoheitsgebiet sind.
António Guterres, UN-Generalsekretär
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von Ilka Brecht