Inhaftierte deutsche Journalistin in Syrien wieder frei

Seit Januar festgenommen:Inhaftierte deutsche Journalistin zurück aus Syrien

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Die seit Januar in Syrien inhaftierte deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann ist frei und nach Deutschland zurückgekehrt. Das bestätigte ihr Bruder.

1. Mai 2026, Leipzig, Sachsen, Deutschland: Während der Demonstrationen zum Tag der Arbeit in Leipzig hält eine protestierende Person ein Schild mit der Aufschrift „Kein 1. Mai ohne Eva“ hoch – ein Hinweis auf die deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann, die in Syrien verschwunden ist.

Die seit Januar in Syrien inhaftierte deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann ist frei und zurück in Deutschland. Sie war von syrischen Regierungstruppen in Rakka festgenommen worden.

19.06.2026 | 0:28 min

Fünf Monate nach ihrer Festnahme in Syrien ist die aus Köln stammende deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann freigelassen worden. Ihr Bruder Antonius Michelmann bestätigte der Deutschen Presse-Agentur dpa entsprechende Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel". Seine Schwester sei nun wieder in Deutschland.

Am späten Nachmittag sei sie aus Jordanien gekommen. "Wir haben sie abgeholt", sagte ihr Bruder. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut. Sie habe sich über einen längeren Zeitraum in Isolationshaft befunden. Weitere Angaben machte er zunächst nicht.

Die Journalistin war nach früheren Angaben des syrischen Informationsministeriums am 18. Januar in der Stadt Rakka während einer Militäroperation festgenommen worden. Inhaftiert wurde dabei auch der türkische Staatsbürger Ahmed Polad, ein aus der Türkei stammender kurdischer Journalist. Von diesem Kollegen gebe es weiterhin keine Spur, sagte Antonius Michelmann weiter.

Michelmann am 18. Januar festgenommen

Nach Angaben des Ministeriums von Anfang Mai wurde Michelmann bei der Durchsuchung eines Gebäudes festgenommen worden, das offenbar einer Gruppe gehörte, die den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) zugeordnet wurde. Nachdem sich dort Kämpfer verschanzt hätten, seien alle Anwesenden festgesetzt worden. Dabei seien auch zwei ausländische Personen aufgefallen, hieß es seinerzeit.

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30.04.2026 | 0:28 min

Die Journalistin soll den damaligen Angaben eines Ministeriumssprechers zufolge zunächst angegeben haben, spanische Staatsbürgerin zu sein und für eine mit den Vereinten Nationen verbundene Organisation zu arbeiten. Eine entsprechende Anfrage bei den UN habe jedoch ergeben, dass keine Mitarbeiter in dem Gebiet vermisst würden.

Im Zuge der Ermittlungen sei schließlich festgestellt worden, dass es sich um eine deutsche Journalistin handele, die keine Dokumente zur Bestätigung ihres Auftrags habe vorlegen können. Zudem hätten Michelmann und ihr Begleiter versucht, aus dem Gewahrsam zu fliehen, hatte der syrische Ministeriumssprecher gesagt. Früheren Angaben von Familienmitgliedern zufolge arbeitete Michelmann seit 2022 in Syrien als freie Journalistin.

"Spiegel": Auswärtiges Amt "hochrangig" eingebunden

Nach Informationen des "Spiegel" hatte die deutsche Botschaft in Damaskus Michelmann konsularisch betreut und sich zusammen mit der Botschaft in Beirut bei der syrischen Regierung dafür eingesetzt, dass Michelmann aus der Haft entlassen wird. Auch die Zentrale des Auswärtigen Amtes in Berlin sei "hochrangig" in Gespräche eingebunden gewesen.

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Ende Mai hatte Michelmanns Anwalt berichtet, die Journalistin sei in syrischer Haft "deutlich abgemagert" und befinde sich in einem "schlechten" Gesundheitszustand. Eine syrische Journalistin und ein freigelassener Kämpfer der kurdischen Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) hatten demnach berichtet, dass die Deutsche gefoltert und Dauerverhören ausgesetzt worden sei.

Die Bundesregierung hatte sich nach Angaben des Auswärtigen Amts "mit Hochdruck" für die Frau eingesetzt. Eine Stellungnahme des Ministeriums lag zunächst nicht vor.

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Über dieses Thema berichtete die ZDFheute Xpress am 19.06.2026 um 19:54 Uhr.

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