Tour de France Femmes: Wiebes gelingt der zweite Streich

Tour de France Femmes:Wiebes gelingt der zweite Streich

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Lorena Wiebes sprintet auf der 2. Etappe der Tour de France der Frauen allen davon und verteidigt das Gelbe Trikot. Die deutschen Fahrerinnen müssen sich gedulden.

Lorena Wiebes (Niederlande) jubelt.

Lorena Wiebes aus den Niederlanden verteidigt das Gelbe Trikot.

Quelle: AFP

Mit einem Doppelschlag binnen 24 Stunden hat Lorena Wiebes beim Auftakt der Tour de France der Frauen in der Schweiz eine niederländische Radsport-Party gefeiert. Die 27 Jahre alte Topsprinterin vom Team SD Worx-Protime setzte sich am Sonntag nach 147,9 km zwischen Aigle und Genf vor der Italienerin Elisa Balsamo (Lidl-Trek) und der 39 Jahre alten Marianne Vos (Niederlande/Visma-Lease a Bike) durch.

Beste Deutsche war Linda Riedmann (Lotto-Intermarché) auf einem starken zehnten Platz.

Radsportlerin Antonia Niedermaier

Beim Giro d'Italia war sie Gesamtzweite, bei der Tour de France Femmes ist Antonia Niedermaier als Helferin eingeplant. Dennoch fährt die Rosenheimerin voller Vorfreude zu ihrer ersten Tour.

30.07.2026 | 2:21 min

Wiebes bleibt im Gelben Trikot der Spitzenreiterin

Wiebes, die am Vortag die erste Etappe in Lausanne gewonnen und damit das Gelbe Trikot erobert hatte, vollendete dabei die Maßarbeit ihrer Teamkolleginnen. Erst 600 Meter vor dem Ziel der am Sitz des Rad-Weltverbandes gestarteten Etappe holte das Feld mit den SD-Worx-Helferinnen an der Spitze Ausreißerin Riejanne Markus, ebenfalls Niederlande, ein.

Die frühere Vuelta-Zweite Markus aus dem deutschen Team Lidl-Trek hatte sich 39 km vor dem Ziel aus einer Fluchtgruppe abgesetzt und hatte bei der Fünf-Kilometer-Marke noch 30 Sekunden Vorsprung.

Franziska Koch

Franziska Koch geht als Paris-Roubaix-Siegerin in die Tour, wird aber Helferin für Demi Vollering sein. Im Interview verrät sie, dass auch ihre Mutter schon bei der Tour dabei war.

01.08.2026 | 0:49 min

Im Sprint war Wiebes, die in der Gesamtwertung mit 14 Sekunden Vorsprung auf Kim Le Court-Pienaar (Mauritius) führt, wieder mit Abstand die Stärkste. Antonia Niedermaier, die am Samstag nur knapp das Weiße Trikot der besten jungen Fahrerin verpasst hatte, kam zeitgleich mit Wiebes ins Ziel und liegt im Gesamtklassement auf Platz 17.

Es hat alles gepasst heute, aber jetzt freuen wir uns langsam auf die Berge.

Antonia Niedermaier in der ARD

Deutsche Fahrerinnen kassieren Rückstände

Für die prominentesten deutschen Fahrerinnen begann die Tour recht ernüchternd. Paris-Roubaix-Siegerin Franziska Koch (FDJ United-Suez), die sich in den Dienst ihrer Kapitänin Demi Vollering stellen musste, und die frühere Tour-Etappensiegerin Liane Lippert (Movistar) kassierten bereits am Samstag mehr als elf Minuten Rückstand.

Tour-Direktor Christian Prudhomme bei der Übergabe der deutschen Bewerbung für den Start der Tour de France 2029.

Die Pläne zur Rückkehr der Tour de France nach Deutschland nehmen mit Abgabe der Bewerbung Form an. 2029 soll der Grand Départ in Berlin und drei weiteren Bundesländern steigen.

31.07.2026 | 0:49 min

Während für Lippert am Sonntag nichts mehr hinzukam, hatte Koch erneut mehr als sieben Minuten Rückstand. Ricarda Bauernfeind, die 2023 als bislang letzte Deutsche eine Etappe gewonnen hatte, war von ihrem Team Lidl-Trek nicht nominiert worden.

Bei der 3. Etappe geht es bergauf

Am Montag verlässt die Tour auf der dritten Etappe die Schweiz. Auf den 156,5 km zwischen Genf und Poligny stehen die Hauptschwierigkeiten früh an, quasi vom Start weg geht es bergauf.

Die Spitze des Col de la Faucille (1. Kategorie) erreichen die Fahrerinnen bereits nach 24 km. Danach gibt es aber reichlich Gelegenheit wieder aufzuschließen. Die Tour endet am 9. August in Nizza.

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Quelle: Reuters

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Quelle: dpa, sid
Über dieses Thema berichtete ZDFsportstudio in dem Beitrag "Niedermaier voller Vorfreude auf Tour de France" am 30.07.2026 um 14:53 Uhr. 

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