Sprinter darf bei Finals starten: NADA ermittelt gegen Ansah

Sprinter darf bei Finals starten:NADA ermittelt gegen Ansah

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Gegen Owen Ansah läuft ein Verfahren der Nationalen Anti Doping Agentur. Der deutsche Sprinter darf aber weiterhin laufen und wird bei den Finals an den Start gehen.

Owen Ansah

Die Nada ermittelt gegen Sprinter Owen Ansah (Archiv).

Quelle: Witters

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat gegen den deutschen 100-m-Rekordhalter Owen Ansah ein Verfahren wegen eines "möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen" eingeleitet.

Wie die NADA mitteilte, wird Ansah, der Anfang Juni seine eigene nationale Bestmarke um ein Hundertstel auf 9,98 Sekunden gedrückt hatte, die Verweigerung einer Dopingkontrolle vorgeworfen. Ansah ist nach Angaben der NADA im Einklang mit dem Anti-Doping-Regelwerk aber derzeit nicht vorläufig suspendiert.

"Für den dem Athleten vorgeworfenen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen sieht das Anti-Doping-Regelwerk keine zwingend zu verhängende vorläufige Suspendierung vor.

Erklärung der NADA

Sprinter Ansah äußert sich zu dem Vorgang

Ansah muss als Mitglied des Testpools für jeden Tag im Voraus angeben, wo er eine Stunde lang für eine Dopingprobe anzutreffen ist. In einer Stellungnahme des Deutschen Leichtathletik-Verbandes berichtete der Sprinter, er sei in der vergangenen Woche als Nachrücker ganz kurzfristig in das Starterfeld für das Diamond-League-Rennen in Monaco gerutscht.

Am Donnerstag habe er gegen 14.30 Uhr gerade Richtung Flughafen aufbrechen wollen, als ein Kontrolleur außerhalb seines Proben-Zeitfensters geklingelt und um die Abgabe einer Dopingprobe gebeten habe.

Ich war schon sehr spät dran und konnte so kurzfristig die Probe nicht abgeben, zumal ich kurz zuvor die Toilette besucht hatte. Dies habe ich mit dem Kontrolleur besprochen.

Owen Ansah zu den Abläufen mit dem Doping-Kontrolleur

"Es wurde nicht angeboten, dass der Kontrolleur mit zum Flughafen fährt, damit ich dort die Probe abgeben kann. Zudem wurden keinerlei Konsequenzen aufgezeigt. Der Kontrolleur wünschte mir noch viel Glück in Monaco", so Ansah weiter.

"Ich werde alles dafür tun, um den Sachverhalt aufzuklären", versprach Ansah. DLV-Vorstand Jörg Bügner betonte, der DLV unterstütze die Arbeit der Nada vollumfänglich und stehe mit Ansah in engem Austausch.

Lena Kesting am "Volle Kanne"-Frühstückstisch

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17.07.2026 | 5:27 min

Ansah darf bei den Finals 2026 starten

Der 25-Jährige war am Freitag vergangener Woche beim Diamond-League-Meeting in Monte Carlo in 10,01 Sekunden eine weitere Top-Zeit gelaufen, mit der er seine Leistung vom Rekordlauf am 6. Juni in Regensburg bestätigte.

Damals sagte Ansah, die EM in Birmingham (10. bis 16. August) sei "das große Ziel" für ihn. In der europäischen Jahresbestenliste belegt der für den Hamburger SV startende Ansah derzeit den zweiten Platz hinter Tokio-Olympiasieger Marcell Jacobs (Italien/9,96).

Owen Ansah (Deutschland) im Finale über 100 Meter in Monaco.

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Vom 23. bis zum 26. Juli 2026 werden bei den "Finals 2026" 143 deutsche Meistertitel in 24 Sportarten an zehn Austragungsorten vergeben. Das ZDF ist live dabei.


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Quelle: Reuters

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Quelle: sid, dpa
Das ZDF berichtete zu dem Thema am 13. Juli 2026 um 12:15 Uhr in seinem Beitrag "Highlights des Meetings von Monte Carlo".
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