"Das geht auf Tuchels Konto"

Argentinien schockt England im WM-Halbfinale in einer dramatischen Schlussphase. Die internationale Presse leidet mit.
News rund um die WM im Liveticker.

Argentinien schockt England im WM-Halbfinale in einer dramatischen Schlussphase. Die internationale Presse leidet mit.
Kurz vor dem WM-Finale herrscht in New York Rauch-Alarm und die Bevölkerung ist zum Tragen von Masken aufgerufen worden. Waldbrände in Kanada und Minnesota haben gewaltige Rauchwolken verursacht, die bis nach New York City ziehen. Die Bewohner sollen nach Möglichkeit ihr Haus nicht verlassen, Luftfilter nutzen und Masken tragen. So lauten die Empfehlungen von New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul. Die Luftqualität wird aktuell als ungesund eingestuft.
Im benachbarten East Rutherford findet am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/live im ZDF) das WM-Endspiel zwischen Europameister Spanien und Titelverteidiger Argentinien statt. Noch ist unklar, ob die aktuelle Lage Auswirkungen auf das Spiel haben wird. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Luftqualität von Samstag an bessert. Hinzu kommt eine Hitzewelle, von der New York gerade erfasst wird. Behörden haben den "Code Red" ausgerufen, die Temperaturen könnten auf bis zu 40 Grad steigen.
Nationaltrainer Thomas Tuchel soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge trotz des Scheiterns im WM-Halbfinale das Vertrauen des englischen Fußballverbands FA haben. Es werde erwartet, dass der deutsche Coach das Team auch zur Heim-EM 2028 führen werde, schrieb unter anderem die BBC kurz nach der Niederlage gegen Argentinien in Atlanta. Tuchel werde wahrscheinlich Trainer bleiben, schrieb die "Times".
England hatte mit dem 1:2 den Finaleinzug verpasst und wartet damit weiter seit 1966 auf einen WM-Titel. Tuchel war Anfang 2025 als Nationaltrainer verpflichtet worden. Der 52-Jährige hatte seinen Vertrag im vergangenen Februar vorzeitig bis einschließlich der EM-Endrunde in zwei Jahren verlängert. Das Turnier wird in England, Schottland, Irland und Wales stattfinden.
Stürmerstar Harry Kane hat offen gelassen, ob er in vier Jahren einen weiteren Anlauf auf den WM-Titel mit dem englischen Nationalteam starten will. Es sei zu früh, um darüber zu sprechen, sagte der Profi des FC Bayern München nach dem 1:2 gegen Argentinien im WM-Halbfinale. Er betrachte die Situation Jahr für Jahr und schaue, wie er sich fühle. Er spiele stets mit Stolz und Freude für das Nationalteam.
Kane verwies darauf, dass er in diesem Sommer 33 Jahre alt werde. Gleichzeitig erwähnte er allerdings auch Lionel Messi, der auch mit 39 Jahren für Argentinien noch auf dem höchsten Niveau spiele. "Ich will mir keine Grenzen setzen", betonte Kane in Atlanta. "Ich werde mich um die Situation kümmern, sobald sie auftritt. Aber im Moment geht es erst einmal darum, diese schwere Niederlage zu verarbeiten."

Quelle: AP
Lionel Messi hat im Rennen um den Goldenen Schuh für den erfolgreichsten Torschützen bei der WM wieder vorgelegt. Der 39 Jahre alte Kapitän von Titelverteidiger Argentinien überholte dank seiner beiden Vorlagen beim 2:1-Halbfinalsieg gegen England in Atlanta Frankreichs Kylian Mbappé. Beide erzielten bisher acht Tore, Messi kommt nun auf vier Vorlagen, Mbappé auf drei. Bei Torgleichheit entscheidet die Anzahl der Assists über die Platzierung in der Wertung des Weltverbands FIFA.
Beide können bei der WM noch einmal zuschlagen. Messi steht im Finale und trifft in seinem insgesamt dritten WM-Endspiel am Sonntag in East Rutherford auf Europameister Spanien. Mbappé spielt mit Frankreich gegen England um Platz drei. Mit den Vorlagen zu beiden Treffern der Albiceleste gegen die Three Lions kommt Messi bei dem XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko mittlerweile auf insgesamt 12 Torbeteiligungen. Mbappé liegt bei 11.

In Atlanta platzt Englands Traum vom zweiten WM-Titel am Ende gegen Argentinien fast mit Ansage. Im Halbfinale sendet der deutsche Teamchef ein fatales Signal.

Der Titelverteidiger hat die Chance zur Titelverteidigung. Argentinien steht nach einem 2:1-Sieg gegen England im WM-Endspiel. Messis Karriere bekommt einen weiteren Höhepunkt.
Prinz William hat der englischen Nationalmannschaft nach dem 1:2 im WM-Halbfinale gegen Argentinien Mut zugesprochen und den Auftritt des Teams von Thomas Tuchel gewürdigt. "Wir sind am Boden zerstört. England, ihr habt alles gegeben - und wir sind alle so stolz auf euch", schrieb der britische Thronfolger auf Instagram.
Zugleich dankte er allen Beteiligten "auf und neben dem Platz für ein unglaubliches Turnier". Vor dem Fernseher fieberten Williams Kinder Charlotte und Louis in England-Trikots mit - vergebens.
Das argentinische Team hat den Sieg im WM-Halbfinale gegen England auf dem Rasen mit einem politischen Plakat mit Bezug auf den Krieg um die Falklandinseln gefeiert. "Las Malvinas son argentinas" ("Die Malvinas sind argentinisch") war in Versalien in dunkler Schrift auf einem weißen Laken zu lesen, das unter anderem Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso in der Hand hielt.
Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Inseln in Argentinien heißen, erklären. Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Falklandinseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Bis heute weigert sich Großbritannien, über den Anspruch zu verhandeln.
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat sich nach dem Ausscheiden im WM-Halbfinale gegen Argentinien selbstkritisch geäußert. "Natürlich wollten wir das zweite Tor machen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass offensive Wechsel helfen würden. Ich kann die Diskussionen verstehen. Natürlich gibt es danach immer Leute, die es besser wissen. Ich übernehme die Verantwortung", sagte Tuchel nach dem 1:2 (0:0) in Atlanta.
Tuchel hatte nach dem Führungstor durch Anthony Gordon (55. Minute) insgesamt drei Verteidiger - Dan Burn, Nico O'Reilly und Ezri Konsa - eingewechselt und auf eine Fünferkette umgestellt.
Die stolze Finalserie des FC Bayern ist gerissen: Erstmals seit 1978 steht kein Spieler des Rekordmeisters im WM-Endspiel. Am Mittwochabend scheiterte Harry Kane mit England im Halbfinale gegen Argentinien.
Zuvor hatten bereits die Franzosen Michael Olise und Dayot Upamecano ihre Träume vom Endspiel begraben müssen. Letztmals war 1978 beim Duell von Argentinien mit den Niederlanden kein Bayern-Profi im WM-Endspiel dabei gewesen.
1982: Breitner, K.-H. Rummenigge, Dremmler
1986: Matthäus, Hoeneß, Eder
1990: Augenthaler, Reuter, Kohler, Pflügler, Aumann
1994: Jorginho
1998: Lizarazu
2002: Kahn, Linke, Jeremies, Jancker
2006: Sagnol
2010: van Bommel, Robben, Braafheid
2014: Lahm, Kroos, Müller, Götze, Schweinsteiger, Boateng, Neuer
2018: Tolisso
2022: Upamecano, Pavard, Coman


Argentinien steht wieder im WM-Finale: Der Titelverteidiger dreht die Partie gegen England spät und gewinnt 2:1. Maßgeblich beteiligt: Lionel Messi, dieses Mal als Vorlagengeber.
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel nimmt beim Halbfinale gegen Argentinien drei Wechsel in der Startelf vor. Reece James, Djed Spence und Morgan Rogers beginnen in Atlanta anstelle von Ezri Konsa, Nico O'Reilly und Noni Madueke, die beim Viertelfinale gegen Norwegen gestartet waren.
Bei Weltmeister Argentinien dreht sich erneut alles um Kapitän Lionel Messi. Trainer Lionel Scaloni nimmt im Vergleich zum mühsamen Erfolg im Viertelfinale gegen die Schweiz eine Änderung vor. Für Rodrigo De Paul spielt Giuliano Simeone.
Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Kritik von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps an Schiedsrichter Iván Barton aus El Salvador zurückgewiesen.
Die Antwort der FIFA auf die Bemerkung Deschamps', der infrage gestellt hatte, ob Barton das Niveau für ein WM-Halbfinale besitzt, sei "eindeutig: Ja, selbstverständlich. Unsere Schiedsrichter sind weltklasse", sagte Pierluigi Collina, Leiter der FIFA-Schiedsrichterkommission, auf AFP-Anfrage.
Erst führte er in der Heimat royale Freudentänze auf - dann meldete sich der spanische König Felipe VI. für das WM-Finale in East Rutherford höchstpersönlich als Zuschauer an. Das teilte das Königshaus am Mittwoch mit und wurde auf AFP-Nachfrage präziser: "Sie kommen alle vier." Also Felipe, Königin Letizia und die gemeinsamen Töchter Leonor und Sofía.
Unmittelbar nach dem Finaleinzug hatte der König der Mannschaft und Trainer Luis de la Fuente bereits telefonisch gratuliert. Das Königshaus veröffentlichte zudem ein Video, das die Familie in Trikots beim Bejubeln des Halbfinal-Triumphs zeigt.

Nach Frankreichs Niederlage im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien ist es in zahlreichen Städten zu Gewalt gekommen, ohne dass es aber nach einer Bewertung des Innenministeriums zu schwerwiegenden Vorfällen kam. In 183 Städten, darunter insbesondere in Paris und Lyon, kam es zu Konfrontationen mit der Polizei, wie das Ministerium in Paris mitteilte.
342 Menschen wurden festgenommen, wovon 250 in Polizeigewahrsam kamen. In 688 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen, 1.128 Böller wurden beschlagnahmt.
Englands Nationalspieler spenden ihre Prämien für den guten Zweck - das sind jeweils rund 2.300 Euro. Das Geld geht an die "England Footballers Foundation".

Dass Gianni Infantino sich als FIFA-Präsident wiederwählen lassen will, ist ein offenes Geheimnis. Ein Unterstützerschreiben wird der DFB aber nicht unterschreiben.
Innenverteidiger Robin Koch (Eintracht Frankfurt) hofft auf ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft. "Für mich geht es darum, Leistung im Verein zu bringen, mich für die Nationalmannschaft wieder anzubieten und den Weg zurück zu schaffen", sagte Koch am Mittwoch. Für die WM 2026 wurde er nicht berücksichtigt. "Natürlich ist man enttäuscht, nicht dabei zu sein, wenn man bis zum letzten Lehrgang davor immer dabei war", blickte er zurück.
Erling Haaland hat bei der Fußball-WM nicht nur mit seinen Toren für Aufsehen gesorgt. Auch eine Doppelgängerin des norwegischen Stürmers sorgt inzwischen weltweit für Schlagzeilen. Das russische Model Anastasia Kostromina ist mit einem Instagram-Video viral gegangen. Die Russin veröffentlichte Anfang des Monats ein Video auf Instagram, in dem sie Haaland nicht nur optisch ähnelt, sondern auch dessen markante Mimik und Gestik nachahmt. Der Clip entwickelte sich rasant zum Hit und sammelte bislang 6,4 Millionen Likes.
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