Eishockey: Russland darf an WM in Deutschland teilnehmen

Einspruch stattgegeben:CAS erlaubt Russlands Teilnahme an der Eishockey-WM

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Russlands Eishockey-Team darf an der WM 2027 in Deutschland teilnehmen. Der Internationale Sportgerichtshof gab Russlands Einspruch statt. Beim DEB kommt das Urteil nicht gut an.

Eishockey Spieler. (Symbolbild)

Nach einem Urteil des CAS darf die russische Eishockey-Nationalmannschaft wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Was das für die WM in Deutschland bedeutet, ist unklar.

30.10.2026 | 1:28 min

Die russische Eishockeynationalmannschaft darf bei der Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland starten - das geht aus einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS hervor, das am Freitag bekannt gegeben wurde. Laut dem Urteil dürfen Nationalmannschaften Russlands künftig wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

Betroffen sind etwa die Junioren-WM in Kanada, die Ende Dezember beginnt, die U18-WM der Frauen im kommenden Januar in Tschechien - aber eben auch die WM, die vom 13. bis zum 30. Mai in Düsseldorf, Gelsenkirchen und Mannheim ausgetragen wird.

Zuvor hatte der Weltverband IHHF Russland wie auch Belarus von den Titelkämpfen wegen des 2022 begonnenen russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ausgeschlossen. 

Sicherheitsbedenken nicht ausreichend bewiesen

Der russische Eishockey-Verband RIHF war mit seiner Berufung gegen die Entscheidung erfolgreich, der CAS sah die von der IIHF genannten Sicherheitsbedenken als nicht ausreichend bewiesen an.

Russische Nationalmannschaften müssten daher bei internationalen Wettbewerben in der Saison 2026/27 wieder zugelassen werden - somit auch bei der Männer-WM in Deutschland (13. bis 30. Mai 2027).

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Heftige Kritik von Seiten des DEB

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) reagierte mit heftiger Kritik auf die Wiederzulassung:

Unsere Position ist unverändert: Wir lehnen die Rückkehr russischer Nationalmannschaften zu internationalen Eishockeyturnieren ab.

Frank H. Lutz, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Eishockey-Bundes

Diese Position habe man "sowohl gegenüber dem IIHF Council als auch in der Anhörung vor dem CAS klar und unmissverständlich vertreten".

Das Urteil verändere zudem die Ausgangslage für die WM 2027 in Deutschland "grundlegend. Eine Zulassung Russlands hat für uns als Gastgeber erhebliche sicherheitsrelevante, politische und wirtschaftliche Folgen. Wir werten das Urteil jetzt gemeinsam mit der IIHF aus und informieren über die nächsten Schritte", sagte Lutz.

Die IIHF reagierte wie der DEB enttäuscht auf die Entscheidung, akzeptierte sie aber gleichwohl: Der Verband betonte, dass der Ausschluss notwendig gewesen sei, "um die Sicherheit und den Schutz aller Beteiligten zu gewährleisten und die Integrität ihrer Wettbewerbe zu wahren".

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Der deutsche Weltverbandschef Franz Reindl versprach schnelle und praktikable Lösungen. "Unsere Aufgabe ist es nun, diese Entscheidung verantwortungsbewusst umzusetzen", teilte der 71 Jahre alte Bayer auf SID-Anfrage mit.

Auch die Ukraine nimmt an der WM teil

Herausfordernd ist die Entscheidung des CAS für die Verbände auch deshalb, weil das Teilnehmerfeld für die WM längst feststeht. Pikant: Auch die Ukraine ist darunter, als Aufsteiger ist die Auswahl neu in der Top-Division dabei. Muss nun ein Teilnehmer für Russland weichen?

Wie steht es nach der Entscheidung um die Sicherheitsbedenken, die ursprünglich zum Ausschluss Russlands geführt hatten? Diese und viele weitere Fragen dürften die IIHF wie auch den DEB in den kommenden Wochen und Monaten intensiv beschäftigen.

TV-Kameramann beim Fußballspiel

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Quelle: SID, dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF am 30.10.2026 um 18:56 Uhr in dem Beitrag "Russland vor Rückkehr bei Eishockey-WM in Deutschland".

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