Die Finals in Hannover: Das sind die neuen Schwimm-Formate

Elimination Races und Kombiwertung:Die Finals: Das sind die neuen Schwimm-Formate

von Jannik Höntsch

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Die deutschen Schwimmer starten bei den Finals in Hannover mit bisher ungekannten Formaten, zur Freude von DSV-Sprinter Josha Salchow. Wie die neuen Wettkämpfarten funktionieren.

Schwimmer springen ins Becken

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14.07.2026 | 0:30 min

Eigentlich hat der Deutsche Schwimmverband seine nationalen Meisterschaften in diesem Jahr schon in Berlin ausgetragen. Doch bei den Finals in Hannover (23. - 26. Juli, live im ZDF) folgen nun die zweiten deutschen Titelkämpfe. Eine echte Seltenheit.

Grund dafür ist die Präsentation eines neuen Formats. In der niedersächsischen Landeshauptstadt finden die deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften statt. Mit am Start sein wird die gesamte deutsche Schwimm-Elite, inklusive der Weltmeisterin Angelina Köhler und des Olympiasiegers Lukas Märtens.

Die deutschen Sprintmeisterschaften

Über die 50-Meter-Strecken aller vier Schwimmarten (Brust, Rücken, Freistil, Schmetterling), gibt es eine Premiere: Die Elimination Races, ein Finale, das über mehrere Rennläufe verteilt ist. Zunächst starten alle acht Athleten gegeneinander, die sich im Vorlauf für das Finale qualifiziert haben. Soweit das bewährte Schema.

Lena Kesting am "Volle Kanne"-Frühstückstisch

Vor den Finals in Hannover laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. 143 Deutsche Meistertitel werden vergeben. ZDF-Moderatorin Lena Kesting berichtet, was den Zuschauer erwartet.

17.07.2026 | 5:27 min

Neu ist, dass nun drei Finalläufe über die gleiche Strecke folgen. Nach dem ersten Lauf scheiden die zwei Langsamsten aus, nach dem zweiten Lauf drei weitere. Im dritten Lauf kämpfen die verbleibenden drei Schwimmerinnen oder Schwimmer um den Titel. Die Pausen zwischen den Rennen betragen lediglich wenige Minuten.

Salchow: "Ich weiß nicht, wie man sich darauf vorbereitet"

Deutschlands Sprintass Josha Salchow freut sich auf das neue Wettkampfformat, wie er ZDFheute verrät.

Ich glaube, das wird ein cooles Format. Ich bin gespannt, wie das ist.

Josha Salchow über die Elimination Races

Spannend ist vor allem: Bei den 50-Meter-Strecken liegen in der Regel nur wenige Zehntel- oder Hundertstelsekunden zwischen den Athleten.

Wer also im ersten Finallauf Körner für die weiteren Läufe sparen möchte, könnte nun sogar rausfliegen. Auch für Salchow eine neue Herausforderung. "Ich weiß selbst noch nicht, wie man sich darauf vorbereitet", sagt der Olympiasechste von Paris. "Das probieren wir jetzt halt mal."

Lagenmeisterschaften: Das Gesamtergebnis zählt

Die Elimination Races sind jedoch nicht die einzige Neuerung bei den Finals. Zusätzlich gibt es noch die Lagenmeisterschaften. Wer den Titel möchte, muss eine gute Zeit über 100 Meter, aber auch über 200 Meter hinlegen. Deutscher Meister oder deutsche Meisterin wird, wer über diese beiden Strecken einer Schwimmart in einer kombinierten Punktwertung die beste Gesamtleistung erzielt.





Die einzelnen Zeiten werden mittels einer Punktetabelle des Weltverbandes World Aquatics verglichen und ins Verhältnis zum aktuellen Weltrekord gesetzt. Daraus ergibt sich ein Punktwert. Dann werden nach den 100-Meter- und 200-Meter-Rennen die jeweiligen Punktzahlen addiert. Der Athlet oder die Athletin mit der höchsten Punktzahl gewinnt die Schwimmart.

Generalprobe vor den Europameisterschaften

Viel Zeit zur Erholung bleibt den deutschen Schwimmern nach den Finals nicht. Im Gegenteil: Nur knapp zwei Wochen nach den Finals starten die Beckenwettbewerbe der Europameisterschaften, die vom 10. bis zum 16. August in Paris stattfinden werden - auch in der französischen Hauptstadt ist das ZDF live dabei.

Weltrekordler Lukas Märtens vom SC Magdeburg schwimmt auf der Bahn am 23.04.2026 bei der Deutschen Meisterschaft im 400m Freistil der Männer in Berlin.

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27.04.2026 | 1:15 min

Der DSV wird dort mit einem großen Team anreisen: 40 Athletinnen und Athleten werden in Paris an den Start gehen. Dass kurz zuvor noch der Abstecher nach Hannover ansteht, sieht Salchow gar als Vorteil.

Josha Salchow freut sich nach seinem Erfolg bei den Olympischen Spielen in Paris

Freut sich auf die neuen Wettkampfformate bei den Finals: DSV-Sprinter Josha Salchow.

Quelle: IMAGO / Eibner

"Ich glaube, dass keinem, der sich bei den Finals zu sehr verausgabt, das in Paris auf die Füße fallen wird", sagt der 27-Jährige. "Im Gegenteil: Wenn wir uns jetzt in Hannover schon sehen, kann das Team auch früher zusammenwachsen."

Über das Thema berichtete das ZDF in dem Beitrag "Die Finals 2026 live im ZDF streamen" am 14.07.2026.

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