Feuerlöscher: Worauf es bei Kauf, Wartung und Benutzung ankommt

Brandschutz im Haushalt:So finden Sie den passenden Feuerlöscher für Ihr Zuhause

von Jenna Busanny

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Ein Feuerlöscher gehört in jeden Haushalt. Wenn es in der eigenen Wohnung brennt, muss er griffbereit sein. Welche Art von Brand wird wie gelöscht und was ist im Notfall zu tun?

Feuerlöscher für den Brandfall

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Defekte Elektrogeräte, überlastete Mehrfachsteckdosen oder heißes Fett in der Küche - im Haushalt gibt es einige Brandgefahren. Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes kamen im Jahr 2023 insgesamt 329 Personen durch Exposition von Rauch, Feuer und Flammen ums Leben.

Brandklassen - die Buchstaben auf Feuerlöschern

Im Gegensatz zu Rauchmeldern, die bundesweit in privaten Wohnräumen Pflicht sind, ist die Anschaffung eines Feuerlöschers freiwillig.

Für den häuslichen Gebrauch empfehlen sich sogenannte ABC-Feuerlöscher.

Lorenz Hartmann, Pressesprecher der Feuerwehr Hamburg

Um zu verstehen, was ABC bedeutet, lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Brandklassen.

Die entsprechenden Buchstaben kleben auf den Löschgeräten:

  • Brandklasse A: feste, nicht schmelzende Stoffe wie Holz, Papier, Textilien, Kohle und nicht schmelzende Kunststoffe
  • Brandklasse B: Flüssigkeiten und schmelzende feste Stoffe wie Öle, Wachse und schmelzende Kunststoffe
  • Brandklasse C: Gase wie Propan, Butan, Erdgas und Methan
  • Brandklasse D: Metalle wie Natrium, Magnesium und Aluminium
  • Brandklasse F: Speisefette und -öle in Frittier- und Fettbackgeräten


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Welche Größe sollte der Feuerlöscher haben?

Lorenz Hartmann von der Hamburger Feuerwehr empfiehlt für den häuslichen Gebrauch einen Feuerlöscher mit sechs oder neun Kilogramm Inhalt. Das entspräche einer Löschzeit von etwa 20 bis 30 Sekunden, was reiche, um kleine Entstehungsbrände zu löschen.

Der Experte rät, trotzdem immer auch die Feuerwehr zu rufen, da man nicht weiß, wie der Brand sich weiterentwickelt.

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Was ist der beste Feuerlöscher für zu Hause?

Es gibt zwei Arten von Löschmaterial in Feuerlöschern: Pulver und Schaum. "Im normalen Haushalt ist es eigentlich fast egal, für welchen man sich entscheidet", so Hartmann. Beide seien gleichermaßen geeignet.

Ausnahme sind Haushalte mit viel Elektrik wie großen Schaltschränken. Bei Elektrobränden seien CO2-Löscher besser geeignet, weil diese rückstandslos löschen. Sie werden für die Brandklasse B eingesetzt.

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Pulverlöscher haben generell den Vorteil, dass sie sich für die Brandklassen A, B und C eignen. Schaumlöscher hingegen sind auf die Brandklassen A und B ausgelegt. Der Nachteil an Pulverlöschern sind allerdings die Rückstände. Die Folgeschäden sind beim Schaumlöscher zwar geringer, Rückstandsfrei ist aber auch dieser Löscher nicht.

Von Fettbränden, zum Beispiel im Topf oder der Pfanne, geht eine besondere Gefahr aus. Sie dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden, weil es sonst zu einer Fettexplosion kommt - auch nicht mit einem wasserbasierten Löscher. Der ABC-Löscher könnte in dieser Situation benutzt werden, aber das Einfachste sei es, den Deckel aufzulegen, sagt Lorenz Hartmann von der Feuerwehr Hamburg. Das Feuer erstickt und es kommt zu keinen weiteren Schäden. Eine Alternative seien spezielle Löschdecken, die man über den Topf legen kann. Achtung: Kuscheldecken aus Baumwolle oder Polyester sind nicht geeignet, da diese leicht brennbar sind.


Feuerlöscher kaufen und warten

Wer einen Feuerlöscher kaufen möchte, bekommt diesen zum Beispiel im Baumarkt, bei Brandschutz-Fachhändlern oder auch bei Anbietern im Internet. Achten solle man dabei auf eine CE-Zertifizierung, rät Hartmann. Er weist außerdem darauf hin, dass die Geräte regelmäßig gewartet werden müssen.

Ein Etikett auf dem Löscher, ähnlich der TÜV-Plakette bei Autos, zeigt, wann die nächste Wartung stattfinden sollte. Dies ist in der Regel alle zwei Jahre.

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Der richtige Ort für den Feuerlöscher

"Der Feuerlöscher sollte sich an einem Ort befinden, der auch im Brandfall leicht zugänglich ist", sagt Hartmann. Er dürfe aber keine Fluchtwege versperren und solle in einer Höhe angebracht werden, die im Notfall auch Kinder und Jugendliche erreichen können.

Seine klare Empfehlung: bereits Kindern den verantwortlichen Umgang mit Feuerlöschern beibringen, damit sie im Notfall handlungsfähig sind. Verschiedenste Anbieter geben Schulungen zum Brandschutz und auch zur Brandschutzerziehung von Kindern.

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Richtiges Verhalten im Brandfall

Im Brandfall ist es laut der Feuerwehr Hamburg entscheidend, ruhig zu bleiben und sofort die Feuerwehr über 112 zu rufen. Die Leitstelle stellt gezielte Fragen, die ruhig und präzise beantwortet werden sollten. Wichtig ist, in der Leitung zu bleiben, bis das Gespräch beendet wird. Menschenrettung hat immer Vorrang: Verlassen Sie mit anderen Personen den Gefahrenbereich, schließen Sie Türen hinter sich und nutzen Sie die Treppe - niemals den Aufzug.

Eigene Löschversuche sind nur bei kleinen Entstehungsbränden sinnvoll und nur dann, wenn keine Eigengefährdung besteht. Halten Sie sich stets einen Fluchtweg frei. Breitet sich das Feuer aus, verlassen Sie sofort die Wohnung. Wichtig: Besonders gefährlich ist Rauch. Bewegen Sie sich bei starker Rauchentwicklung in Bodennähe und schließen Sie verrauchte Räume. Warten Sie nach dem Verlassen des Gebäudes draußen auf die Feuerwehr.

Lithium-Ionen-Akkus stecken zum Beispiel in Laptops, Powerbanks, E-Bikes, E-Scootern oder Akkuschraubern. Das Brandrisiko ist gering, steigt aber bei falscher Handhabung. Verwenden Sie nur Original-Ladegeräte, laden Sie Akkus nicht unbeaufsichtigt oder während Sie schlafen und nur auf nicht brennbarer Unterlage. Vermeiden Sie auch direkte Sonne. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus sollten Sie nicht weiter nutzen. Kleine Akku-Brände können mit ABC-Pulver- oder CO2-Löschern bekämpft werden. Bei größeren Akkus gilt: Abstand halten, wenn möglich mit viel Wasser kühlen und die 112 rufen.


Dieser Artikel wurde erstmals am 22. März 2024 publiziert und am 14. April 2026 aktualisiert.

Quelle: dpa-Custom Content
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 13.04.2026 ab 09:05 Uhr.

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