ZDF-Politbarometer: Zweifel an Putins Interesse an Waffenruhe

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ZDF-Politbarometer:Große Zweifel an Putins Interesse an Waffenruhe

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Eine große Mehrheit zweifelt an Putins Interesse an einer dauerhaften Waffenruhe. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer. Zudem verringert sich der AfD-Vorsprung auf die Union.

Russlands Präsident Wladimir Putin

Will Russlands Präsident Wladimir Putin eine Waffenruhe? Eine Mehrheit der Befragten im ZDF-Politbarometer zweifelt daran.

Quelle: Alexei Nikolsky / AP

Russlands Präsident Wladimir Putin hat US-Medien zufolge ein gemeinsames Treffen mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen, um über ein Ende des Krieges in der Ukraine zu verhandeln.

Allerdings glauben nur 16 Prozent der Deutschen, darunter knapp die Hälfte der AfD-Anhänger (49 Prozent), dass Putin ernsthaftes Interesse an einer dauerhaften Waffenruhe hat, insgesamt 79 Prozent und sehr klare Mehrheiten in allen anderen Parteianhängerschaften bezweifeln das (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht").

Hat der russische Präsident Putin ernsthaftes Interesse  an einer dauerhaften Waffenruhe?
Die europäischen Staaten sollten die Ukraine  militärisch unterstützen …
US-Präsident Trump steht im Krieg Russlands gegen die Ukraine eher auf der Seite …
Glauben Sie, dass Russland auch östliche NATO-Länder angreifen wird?
Projektion: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre ...
Die innenpolitischen Probleme und gewaltsamen Proteste  in Frankreich sind für die EU insgesamt ein großes Problem …
Starke europakritische, populistische und rechte Parteien sind für die Zukunft der EU ein großes Problem …
Bewertung der zehn wichtigsten Politiker/innen
Bewertung der zehn wichtigsten Politiker/innen
Bewertung der Arbeit von Bundesregierung und Bundeskanzler
Die Bundesregierung will die sogenannte Rente mit 63 abschaffen.  Das finde ich …
Grundlegende Rentenreform, die auch zu Einschnitten  und Belastungen führt, ist wichtig …
In der Bundesregierung kommen die Reformen im Bereich Rente nur  schwer voran. Wer ist daran hauptsächlich schuld?
Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne: Wichtiger Beitrag zur  Lösung der Probleme auf dem Wohnungsmarkt in Großstädten?
Nach der Wahl in Berlin: Eine Regierung aus Linke, Grünen und SPD  unter Führung der Linke im Land Berlin fände ich …
Im Vergleich zu unseren westeuropäischen Nachbarn geht es  der Gesellschaft in Deutschland eher …
Dass sich die europäischen Verbündeten auch ohne  die USA militärisch selbst verteidigen können, ist …
Projektion  
Politische Stimmung in Deutschland
Keine Wahlabsicht
Was halten Sie von ...
Was halten Sie von ...
Was halten Sie von ...
Bundeskanzler Merz macht seine Arbeit eher ...
Die Bundesregierung macht ihre Arbeit eher ...
Allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland
Eigene Wirtschaftslage
Wirtschaftskompetenz
Mit der Wirtschaft in Deutschland| geht es eher ...   
Bringt die EU-Mitgliedschaft der deutschen Bevölkerung eher ...
Wie kommen die Politbarometer-Ergebnisse zustande?
Wann sind Umfragen repräsentativ?
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Wie genau sind die Umfragen?

Was die Haltung von US-Präsident Trump im Ukraine-Krieg angeht, sehen ihn 38 Prozent der Befragten auf der Seite Russlands, für nur ein Prozent steht Trump auf der Seite der Ukraine und für 57 Prozent steht er auf keiner der beiden Seiten.

Kreml in Moskau

US-Sondergesandter Steve Witkoff war zu Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin in St. Petersburg. Zuvor hatte er in Oslo den ukrainischen Präsidenten Selenskji getroffen.

21.10.2026 | 7:05 min

Votum für militärische Unterstützung der Ukraine

In Deutschland hält die Solidarität mit der Ukraine an: 30 Prozent der Befragten befürworten eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine durch die europäischen Staaten, 33 Prozent heißen das aktuelle Engagement Europas gut und 32 Prozent sprechen sich für ein Zurückfahren der Militärhilfen aus.

Uneins sind sich die Deutschen hingegen bei der Frage, ob Russland auch östliche NATO-Länder wie Polen oder die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen angreifen wird: 46 Prozent rechnen mit einem solchen Angriff, ähnlich viele (48 Prozent) und mehr Ost- (57 Prozent) als Westdeutsche (46 Prozent) tun das nicht.

Mehrheit sieht die Proteste in Frankreich auch als EU-Problem

Dass die großen innenpolitischen Probleme und gewaltsamen Proteste, die es zurzeit in Frankreich gibt, ein großes Problem für die EU insgesamt darstellen, meinen 71 Prozent der Befragten.

26 Prozent, darunter überdurchschnittlich viele Anhänger der Linken (46 Prozent), sehen darin ein nicht so großes oder gar kein Problem.

Ebenfalls kritisch blicken die Deutschen auf die Existenz starker europakritischer, populistischer und rechter Parteien in vielen Ländern der EU. Dass dies für die Zukunft der EU ein großes Problem ist, glauben die allermeisten Befragten (81 Prozent). Weniger als ein Fünftel (17 Prozent), darunter eine Mehrheit der AfD-Anhänger (51 Prozent), macht sich diesbezüglich keine Sorgen.

Demonstranten stehen Polizisten gegenüber, während eines Protests gegen die schlechten Bildungsbedingungen an Schulen.

Die Gewaltexzesse in Frankreich haben viele Ursachen. Die Bildungsmisere, der Frust der Vorstadtjugend und linke Kapitalismuskritiker. Eine explosive Mischung auf der Straße.

22.10.2026 | 3:38 min

Projektion: Der AfD-Vorsprung wird kleiner

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, würde sich der Abstand zwischen AfD und Union verringern: Die CDU/CSU käme in der Projektion auf verbesserte 23 Prozent (plus zwei), die AfD würde sich verschlechtern und 26 Prozent (minus zwei) erreichen.

Die SPD hätte leichte Zugewinne und läge bei 14 Prozent (plus eins), Grüne und Linke würden einbüßen und 13 Prozent (minus zwei) bzw. 11 Prozent (minus eins) erzielen.

Die FDP würde nach wie vor drei Prozent erhalten (unverändert), alle anderen Parteien kämen zusammen auf zehn Prozent (plus zwei), darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erreichen würde.

Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot weiterhin keine Mehrheit.

Alexander Schweitzer

Seit Sommer liegt der Entwurf der Rentenkommission vor - einige Punkte sind strittig. Einen Gesetzentwurf aus dem Arbeitsministerium gibt es bislang nicht. Ändert sich das mit dem neuen Minister?

18.10.2026 | 3:47 min

Top Ten: Positiver Trend in der Politiker-Bewertung

Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung ("Was halten Sie von?") liegt Boris Pistorius nach wie vor auf Platz eins. Er wird auf der Skala von +5 bis -5 mit einem Durchschnittswert von 1,6 (hier und im Folgenden Vergleichswert von Anfang Oktober: 1,3) beurteilt.

Es folgen erneut Manuela Schwesig mit 1,2 (1,1), Hendrik Wüst mit 0,9 (0,8) und mit Abstand Markus Söder, der sich mit minus 0,1 (minus 0,5) klar verbessert. Ebenfalls deutlich besser als vor zwei Wochen sind Lars Klingbeil mit minus 0,2 (minus 0,6) und Bärbel Bas auch mit minus 0,2 (minus 0,7).

Danach kommen Heidi Reichinnek mit minus 1,2 (minus 1,0) und Friedrich Merz, der mit minus 1,5 (minus 2,0) sichtbar zulegen kann. Schlusslicht sind Tino Chrupalla mit minus 2,7 (minus 2,5) und Alice Weidel mit ebenfalls minus 2,7 (minus 2,5).

Große Mehrheit spricht sich für den Erhalt der "Rente mit 63" aus

Im Rahmen ihrer geplanten Rentenreform will die Bundesregierung die sogenannte Rente mit 63 abschaffen. In der Bevölkerung wird dieses Vorhaben sehr kritisch bewertet: Knapp drei Viertel (74 Prozent) der Befragten und Mehrheiten in allen Parteianhängerschaften und Altersgruppen sprechen sich gegen die Abschaffung der "Rente mit 63" aus, lediglich 21 Prozent befürworten diesen Plan der Bundesregierung.

Generell sieht eine große Mehrheit der Befragten beim Thema Rente aber Handlungsbedarf: 83 Prozent halten eine grundlegende Reform zur Stabilisierung der Rente, die auch zu Einschnitten und finanziellen Belastungen führt, für wichtig oder sehr wichtig. Für zwölf Prozent ist solch eine Rentenform nicht so oder gar nicht wichtig.

sgs-rehlinger

Die geplante Abschaffung der "Rente mit 63" sei respektlos gegenüber Arbeitnehmern, so Anke Rehlinger (SPD). Sie plädiert, neben dem Lebensalter auch auf Beitragsjahre zu schauen.

03.08.2026 | 5:39 min

Kritische Bewertung einer rot-grün-roten Landesregierung in Berlin

Nach der Abgeordnetenhauswahl wollen Linke, Grüne und SPD im Land Berlin jetzt über eine gemeinsame Regierung verhandeln.

Wenn es in Berlin zu einer rot-grün-roten Regierung unter Führung der Linke käme, fänden das 56 Prozent der Deutschen, darunter auch 42 Prozent der SPD- und 26 Prozent der Grünen-Anhänger, schlecht, insgesamt 26 Prozent fänden das gut und 16 Prozent wäre das egal.

Steffen Krach, Co-Vorsitzender der Berliner SPD, Elif Eralp, Fraktionsvorsitzende der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus, und Werner Graf von den Grünen treffen am 17. Oktober 2026 zu einer Pressekonferenz ein.

Die SPD in Berlin hat sich von der Kritik aus der Bundespartei nicht beirren lassen. Am Montag stimmte der Landesvorstand für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit Linken und Grünen.

19.10.2026 | 1:39 min

Zustand unserer Gesellschaft

Im Vergleich mit unseren westeuropäischen Nachbarn geht es der Gesellschaft in Deutschland nach Ansicht von 53 Prozent der Befragten eher besser, 16 Prozent sagen "eher schlechter" und 27 Prozent sehen da keinen großen Unterschied.

Während die Anhänger von CDU/CSU (71 Prozent), SPD (61 Prozent), Grünen (58 Prozent), Linke (57 Prozent) und FDP (63 Prozent) mehrheitlich glauben, dass der Zustand unserer Gesellschaft besser ist als der unserer Nachbarländer in Westeuropa, ist die Anhängerschaft der AfD in dieser Frage gespalten (besser: 31 Prozent, schlechter: 41 Prozent, kein Unterschied: 25 Prozent).

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 20. bis 22. Oktober 2026 bei 1.225 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU 25 Prozent, AfD 18 Prozent, SPD 18 Prozent, Grüne 19 Prozent, Linke zehn Prozent, FDP drei Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 13. November 2026. Informationen zur Methodik der Umfrage sowie zu den genauen Frageformulierungen finden Sie unter www.forschungsgruppe.de.


Über dieses Thema berichtet die Sendung "Politbarometer", online verfügbar am 23.10.2026 um 15:30 Uhr, im ZDF am 23.10.2026 um 22:23 Uhr.

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