Trump drängt auf Einigung:Ukraine-Treffen in Genf: Wie die Chancen auf Frieden stehen
In Genf gehen die Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA über ein Ende des Krieges weiter. Ein Durchbruch gilt allerdings als unwahrscheinlich.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte kurz vor einer neuen Gesprächsrunde mit Russland vor schweren russischen Luftangriffen.
Quelle: dpaVertreter der Ukraine und Russlands kommen am Dienstag und Mittwoch in Genf zu einer neuen Runde von Friedensgesprächen zusammen. Während die ukrainische Seite bei den unter Vermittlung der USA geführten Gesprächen vor allem humanitäre Fragen und Sicherheitsgarantien in den Mittelpunkt stellen möchte, will Russland dem Nachbarland dauerhafte Gebietsabtretungen abringen.
Die Gespräche werden in der Schweizer Stadt geführt, nachdem zwei Runden in Abu Dhabi ohne größeren Durchbruch endeten.
Russland habe seine Angriffswaffen während des Kriegs massiv weiterentwickelt, dementsprechend schnell brauche die Ukraine bei ihrer Verteidigung Hilfe von ihren Partnern, appelliert Selenskyj.
14.02.2026 | 36:00 minRussische Delegation musste Umweg in Kauf nehmen
Die vom Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, geleitete Delegation aus Kiew traf bereits am Montag in Genf ein. "Die Tagesordnungspunkte sind abgestimmt, das Team ist bereit zur Arbeit", ließ Umjerow über die sozialen Netzwerke wissen.
Die russische Delegation musste auf dem Flug von Moskau nach Genf laut russischen Staatsmedien einen mehrstündigen Umweg in Kauf nehmen: Da der Weg von Russland in die Schweiz zwangsläufig über das Gebiet von Mitgliedstaaten der Nato und EU führt, wurde nach Informationen der Agentur Ria Nowosti mit Hilfe der USA eine Überfluggenehmigung erteilt.
Der Applaus bei der Rede Selenskyjs sei bemerkenswert, aber dieser werde die Ukraine nicht retten, sagt Oberst Reisner. Sie brauche Raketen, um sich gegen Russland zu wehren.
14.02.2026 | 11:31 minKiew lehnt Gebietsabtretungen weiterhin ab
US-Präsident Donald Trump drängt Moskau und Kiew zu einer Einigung, um den Krieg zu beenden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte jedoch kritisiert, dass vor allem sein Land unter Druck gesetzt werde, Zugeständnisse zu machen.
Russland verlangt einen Rückzug ukrainischer Truppen aus den von ihnen kontrollierten Teilen der Gebiete Luhansk und Donezk und will diese dem eigenen Staatsgebiet einverleiben. Nicht nur in Kiew wird das kategorisch abgelehnt - auch europäische Verbündete der Ukraine warnen davor, den Aggressor Russland für seinen Angriffskrieg quasi noch zu belohnen.
Russland könne den Krieg gegen die Ukraine aus eigener Kraft nicht führen, sagt Politikwissenschaftler Maximilian Terhalle. Die Rolle Chinas in dem Krieg sei strategisch entscheidend.
14.02.2026 | 12:48 minGenfer Gespräche: Kaum Hoffnung auf Durchbruch vor Jahrestag
Die Verhandlungsrunde in Genf findet wenige Tage vor dem vierten Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine am 24. Februar statt. Die Erwartungen an einen Durchbruch sind jedoch gering. Selenskyj sagte am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz, er hoffe auf ernsthafte, substanzielle Gespräche.
Aber ehrlich gesagt fühlt es sich manchmal so an, als ob die Seiten über völlig unterschiedliche Dinge sprechen.
Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident
Russland hält etwa 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets besetzt, einschließlich der bereits vor der Invasion 2022 annektierten Halbinsel Krim und Teilen der östlichen Donbass-Region.
Russlands Ziel sei es, die Menschen in der Ukraine zu zermürben. Dem komme Putin mit seinen Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur immer näher, sagt Militärexperte Gressel.
12.02.2026 | 32:29 minSelenskyj warnt vor russischen Angriffen auf Energieversorgung
Kurz vor der Wiederaufnahme der Gespräche warnte Selenskyj vor neuen schweren russischen Luftangriffen.
Russland kann der Versuchung der letzten kalten Wintertage nicht widerstehen und will die Ukrainer schmerzhaft treffen.
Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident
Geheimdienstberichte deuteten darauf hin, dass Russland weitere massive Schläge gegen die Energieinfrastruktur vorbereite, sagte Selenskyj am Montag in seiner abendlichen Videoansprache. Solche Angriffe erschwerten eine Einigung zur Beendigung des Krieges.
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