Selenskyj vor Ukraine-Gipfel: Europa muss mit verhandeln

Selenskyj: Europa muss mit verhandlen:Ukraine-Gipfel in London mit Merz, Macron und Starmer

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In London geht es heute um die Frage, wie Russland zu Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs zu bewegen ist. Europa müsse sich stark zeigen, so Selenskyj vor dem Treffen.

ZDF-Korrespondentin Britta Jäger

In London beraten Merz, Macron, Starmer und Selenskyj über weitere Unterstützung für die Ukraine und mehr Druck auf Russland. ZDF-Korrespondentin Britta Jäger berichtet.

07.06.2026 | 1:11 min

Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen die stockenden Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder in Gang bringen. Kanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer kamen am Sonntagabend in der Londoner Regierungszentrale Downing Street Nr. 10 zusammen, um über weitere Unterstützung für die Ukraine und die Chancen für Verhandlungen mit Russland zu beraten.

Vor dem Londoner Vierer-Gipfel zum Ukraine-Krieg bekräftigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die Europäer an möglichen Friedensgesprächen mit Russland teilnehmen sollen. Er schrieb auf X:

Europa muss Teil der Verhandlungen sein und sich stark zeigen.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Selenskyj bot Putin direkte Gespräche an

Bei dem Treffen soll es laut Selenskyj um Militärhilfe für den Abwehrkampf gegen Russland und die gemeinsame Stärkung der europäischen Luftverteidigung gehen. Es sei wichtig, "alles zu erörtern und uns auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs auf die wesentlichen Punkte zu einigen".

ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann

Der Druck auf die Europäer sei gewachsen, sagt ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann.

05.06.2026 | 1:40 min

Selenskyj hatte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Donnerstag direkte Gespräche vorgeschlagen, war damit aber zunächst auf dessen Ablehnung gestoßen. Trotzdem will sich der ukrainische Staatschef nun mit den europäischen Verbündeten auf mögliche neue Verhandlungen vorbereiten.

Deutschland für "klaren politischen Kompass"

Die USA vermitteln seit Anfang vergangenen Jahres zwischen Russland und der Ukraine. Inzwischen sind die Bemühungen aber weitgehend zum Erliegen gekommen und die Amerikaner scheinen das Interesse daran zu verlieren.

Russlands Präsident Putin und weitere Teilnehmer des Wirtschaftsforums in St. Petersurg.

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Russlands Präsident Putin in einem offenen Brief Friedensgespräche angeboten.

05.06.2026 | 1:28 min

Deutschland, Frankreich und Großbritannien waren als sogenannte E3 schon im vergangenen Jahr involviert und nahmen die Rolle der europäischen Unterhändler ein. Zuletzt waren sie aber nur noch Zuschauer. Angesichts des schwindenden Engagements der US-Amerikaner sehen sie nun eine Chance, zurück ins Spiel zu kommen.

In London sollte nun die inhaltliche Linie für mögliche Verhandlungen geklärt werden. Aus deutscher Sicht braucht es für den weiteren Prozess einen "klaren politischen Kompass" und ein "klares Zielbild".

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Quelle: dpa
Über das Thema berichteten unter anderem die heute-Nachrichten am 07.06.2026 ab 19:00 Uhr.

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