Ukraine-Krieg: Tote und Verletzte in Russland und der Ukraine

Ukraine und Russland melden Tote:Verwüstungen bei Kiew - Angriff auf Betrieb in Zentralrussland

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Russland und die Ukraine haben sich erneut gegenseitig angegriffen. Beide Seiten berichten von Toten und Verletzten, in der Ukraine wurden zudem Wohngebäude zerstört.

Oberst  Markus Reisner in ordenversehrter Militäruniform. Als Bildhintergrund ist eine Karte der Ukraine zu sehen, bei der der Frontverlauf orange hervorgehoben ist.

Die Ukraine hat im Krieg gegen Russland einen neuen Armeechef: Mychajlo Drapatyj folgt auf Olexander Syrskyj. Was das für die ukrainische Taktik bedeutet - Oberst Reisner bei ZDFheute live.

23.07.2026 | 33:21 min

Das russische Militär hat erneut schwere Angriffe aus der Luft auf die Ukraine gestartet. Im Umland westlich von Kiew wurden bei einem Raketenangriff mindestens sechs Menschen getötet. In der frontnahen Stadt Slowjansk im ostukrainischen Gebiet Donezk töteten Gleitbomben mindestens fünf Menschen. Die Ukraine griff ihrerseits Russland an, die russischen Behörden berichten von sechs Toten.

Die ukrainischen Behörden hatten kurz vor Mittag Raketenalarm in Kiew ausgelöst. Russland habe mindestens zehn ballistische Raketen auf die Stadt abgefeuert, berichtete die Nachrichtenagentur Unian. Über der Stadt waren mehrere Explosionen zu hören.

Ukraine-Krieg: Schwerer Angriff im Umland von Kiew

Noch härter traf es demnach das Kiewer Umland: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von Rettungs- und Bergungsarbeiten. Dazu teilte er Bilder, die erneut schwere Verwüstungen zeigen - vor allem privater Wohngebäude.

Zum Ziel des Angriffs gab es aus der Ukraine unterschiedliche Angaben. Dem Sprecher der ukrainischen Luftwaffe zufolge galt der Schlag einem privaten Sportkomplex. Unter Berufung auf den Chef des Drohnenherstellers First Contact berichteten Medien, auf dem Gelände seien gerade Waffen präsentiert worden. Der Luftwaffe zufolge konnte nur eine von drei Raketen abgefangen werden.

23.07.2026, Philippinen, Pasay: Der russische Außenminister Sergej Lawrow (M, r) nimmt am Rande des Außenministertreffens der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean an einem Treffen mit dem US-Außenminister Marco Rubio (M, l) teil.

Der russische Außenminister Lawrow und sein US-Kollege Rubio haben sich im philippinischen Manila getroffen. Dabei dürfte der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine im Fokus stehen.

23.07.2026 | 0:20 min

Angriff bei Kiew: Generalstaatsanwalt spricht von zehn Toten

Nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums hat das Militär eine Einrichtung beschossen, "wo aus ukrainischer und ausländischer Produktion stammende Drohnen - teils noch in der Entwicklungsphase - demonstriert wurden, die für Schläge gegen zivile Objekte auf russischem Gebiet genutzt wurden." Es seien hohe Vertreter des Militärs und der Geheimdienste getroffen worden, heißt es. Unabhängig lassen sich diese Aussagen nicht überprüfen.

Während Selenskyj von sechs Toten und Dutzenden Verletzten berichtete, meldete der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko zehn Tote und rund 100 Verletzte. Er bezeichnete den Angriff als Kriegsverbrechen. Ermittelt wird ihm zufolge aber auch wegen möglicher Sicherheitsverstöße bei der Veranstaltung am Angriffsort, die zum Tod von Menschen geführt hätten.

Schwere Angriffe auch auf Slowjansk

Schwere Folgen hatten die russischen Angriffe auch in Slowjansk in der Ostukraine: Dort habe es neben den fünf Toten neun Verletzte nach dem Abwurf von Gleitbomben gegeben, teilt der ukrainische Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit.

Ukrainer bedienen ein unbemanntes Bodenfahrzeug (UGV) und halten Schilder mit den Aufschriften „Fedorov ist der Verteidigungsminister“, „Ändert nichts, was funktioniert“, „Finger weg von Fedorov“ und „Holt Fedorov zurück“ in die Höhe.

Nach der Entlassung des Verteidigungsministers Fjodorow hat der ukrainische Präsident Selenskyj nun auch den Armeechef Syrskyj entlassen. Offenbar habe es Streit zwischen den beiden gegeben.

22.07.2026 | 0:26 min

Seinen Angaben nach wurden zehn Wohnhäuser beschädigt, zudem auch eine Fabrik und das Gebäude des lettischen Honorarkonsuls in der Stadt. Bereits am späten Donnerstagabend verletzte das russische Militär mit Bombenabwürfen mehr als ein Dutzend Zivilisten in Slowjansk. Filaschkin rief die Menschen angesichts der Gefahr zur Flucht auf.

Der Stromversorger Ukrenergo meldete Schäden an Energieanlagen in fünf anderen Regionen infolge russischer Angriffe. Getroffen worden seien Objekte in den Gebieten Tschernihiw, Charkiw, Donezk, Dnipropetrowsk und Saporischschja, hieß es in einer Mitteilung.

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Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Stadt Sumy sind mindestens sechs Menschen verletzt worden, darunter vier Kinder. Ein Wohnhaus und ein Einkaufszentrum gerieten in Brand.

21.07.2026 | 0:29 min

Ukraine greift Russland und Krim an - sechs Tote

Die Ukraine griff ihrerseits in der Nacht Ziele in zahlreichen russischen Regionen und auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim an. Bei einem Angriff auf einen Betrieb in der zentralrussischen Region Kirow wurden nach Angaben von Gouverneur Alexander Sokolow sechs Menschen getötet und 26 verletzt.

Selenskyj bezeichnete den Betrieb als eines der wichtigsten russischen Rüstungsunternehmen. Er liefere Bauteile für Flugzeuge und Raketensysteme, die bei Angriffen auf ukrainische Städte eingesetzt würden.

Nahe St. Petersburg und in Simferopol auf der Krim wurden erneut Logistikzentren des russischen Onlinehändlers Wildberries angegriffen. Über der Stadt stieg dichter Rauch auf, der Flughafen Pulkowo stellte seinen Betrieb zeitweise ein.

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Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
Satellitenbild: Rauchgeneratoren auf der Krim-Brücke aufgenommen am 22.6.2026
Liveblog
Quelle: dpa, AFP, Reuters
Über den Ukraine-Krieg berichteten verschiedene Sendungen, zuletzt ZDFheute live am 23.07.2026 ab 19:30 Uhr sowie heute Xpress am 23.07.2026 ab 08:30 Uhr.

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