Asean-Gipfel in Manila:Lawrow kündigt Treffen mit Rubio an
Der Ukraine-Krieg dürfte im Fokus stehen: Russlands Außenminister Lawrow kündigt ein Gespräch mit seinem US-Kollegen Rubio an. Das letzte Treffen ist fast ein Jahr her.
Im Juli des letzten Jahres haben sie sich zuletzt getroffen: Marco Rubio (links) und Sergej Lawrow.
Quelle: ImagoDie Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Marco Rubio, haben ein Gespräch am Rande des Asean-Außenministertreffens in Manila angekündigt. Das Treffen werde trotz der gespannten Beziehungen zu den USA "auf jeden Fall nützlich" sein, sagte Lawrow nach Angaben staatlicher russischer Medien.
Nach der Entlassung des Verteidigungsministers Fjodorow hat der ukrainische Präsident Selenskyj nun auch den Armeechef Syrskyj entlassen. Offenbar habe es Streit zwischen den beiden gegeben.
22.07.2026 | 0:26 minRubio sagte vor Journalisten, er habe Lawrow bereits am Dienstag kurz gesprochen, und bestätigte das Treffen für Donnerstag dieser Woche. Die Außenminister hatten sich zuletzt im Juli 2025 in Malaysia gesehen - ebenfalls im Rahmen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean.
Lawrow: Was hat Trump gemeint?
Lawrow sagte, er wolle Rubio nach der Einschätzung von US-Präsident Donald Trump fragen, dass im Ukraine-Krieg eine baldige Lösung möglich sei. So hatte sich Trump auf dem Nato-Gipfel in Ankara geäußert. Der russische Außenminister warf den USA vor, durch Waffenverkäufe und die Weitergabe von Zieldaten ukrainische Angriffe auf russisches Gebiet zu unterstützen.
In Schweden beraten die Nato-Außenminister – auch über die künftige Rolle Europas. US-Außenminister Rubio sagte, die USA seien über Europas ausbleibende Unterstützung im Iran-Krieg enttäuscht.
22.05.2026 | 0:28 min"Wir würden diesen Krieg gern beendet sehen. Ich denke, es wäre gut für Russland, wenn dieser Krieg endet", sagte Rubio in Manila. Die USA seien weiter bereit, dazu eine konstruktive Rolle zu spielen.
Selenskyj: Mit US-Sondergesandten gesprochen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte unterdessen mit, er habe mit den beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Wege zu einem Ende des Krieges mit Russland beraten. Bei dem Gespräch sei es darum gegangen, "wie man der Diplomatie neuen Schwung verleihen und den Frieden voranbringen kann", erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. Das Gespräch nannte er "fruchtbar und wichtig".
"Frieden ist notwendig - ein Frieden in Würde", schrieb Selenskyj weiter und fügte hinzu: "Die Ukraine ist schon seit langem dazu bereit." Die Teams beider Länder stünden "weiterhin in engem Kontakt".
Die USA haben in der Nacht erneut Ziele in Iran angegriffen. Bei Angriffen auf Teheran wurden wieder US-Kampfjets eingesetzt. Die Kosten des Krieges belaufen sich auf 37 Milliarden US-Dollar.
22.07.2026 | 0:27 minTrumps Versuche, ein Ende des mittlerweile seit fast viereinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskriegs zu erreichen, liegen derzeit auf Eis - auch weil der US-Präsident mit seinem eigenen Krieg gegen Iran beschäftigt ist.
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