BND: Russlands Wirtschaft offenbar schlechter als angegeben

Sanktionen und Krieg belasten Haushalt:BND: Russland geht es deutlich schlechter als gedacht

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Laut Bundesnachrichtendienst ist die wirtschaftliche Lage Russlands deutlich schlechter als offiziell dargestellt. Sanktionen und Kriegskosten belasteten den Staatshaushalt.

Vladimir Putin sitzt im Anzug an einem Holztisch und schaut auf Papiere.

Laut Bundesnachrichtendienst versucht Russland die Kosten seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu verschleiern. Wirtschaft und Staatshaushalt gehe es schlechter als offiziell dargestellt.

04.03.2026 | 0:38 min

Die Lage der russischen Wirtschaft und des Staatshaushalts ist nach Ansicht des Bundesnachrichtendienstes schlechter als offiziell dargestellt.

Geheimdienstbericht sieht höheres Haushaltsdefizit für Russland

"Russland versucht, durch geschönte Zahlen die wahren Kosten seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu verschleiern", schrieb der Nachrichtendienst auf der Plattform LinkedIn.

Das echte Defizit des föderalen Haushalts 2025 liegt über 2,36 Billionen Rubel (26,18 Milliarden Euro) höher als offiziell ausgewiesen.

Bundesnachrichtendienst

Das entspreche knapp 3,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Der BND beruft sich auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse. Die russische Regierung reagierte zunächst nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme.

Putin nimmt am 23. Februar 2026 in Moskau an einer Kranzniederlegung teil

Vier Jahre nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine bleibt die Unterstützung für Präsident Vladimir Putin in der Bevölkerung hoch, obwohl die wirtschaftlichen Folgen zunehmend spürbar werden.

24.02.2026 | 1:42 min

Sanktionen setzen russische Wirtschaft zunehmend unter Druck

Der Kreml hatte vergangene Woche sinkende Einnahmen und ein wachsendes Haushaltsdefizit als "übliche Schwierigkeiten" bezeichnet, die dank der gesamtwirtschaftlichen Stabilität behebbar seien. "Das westliche Sanktionsregime gegen Russland entfaltet im fünften Kriegsjahr weitreichende Wirkung", erklärte dagegen der BND auf seiner Homepage.

Nahezu alle Sektoren der russischen Volkswirtschaft weisen eine Negativentwicklung auf.

Bundesnachrichtendienst

Sollte umfassendes Gegensteuern ausbleiben, würden dadurch die Strukturprobleme der sehr stark vom Energiesektor abhängigen russischen Wirtschaft langfristig vertieft und drohten, chronisch zu werden.

Eine Frau mit einem Einkaufswagen vor einem regal im Supermarkt

Russlands Wirtschaft spürt die Belastung durch hohe Staatsausgaben und Sanktionen. Der Unmut in der Wirtschaft wird größer und auch viele russische Bürger beschweren sich über gestiegene Preise.

11.02.2026 | 6:20 min

Hohe Preisabschläge auf Russlands Öl-Exporte

Die russische Ölwirtschaft leide nicht nur unter der hohen Steuerlast, mit der Präsident Wladimir Putin den Krieg finanziere. "Auch Drohnenangriffe und Sanktionen sorgen dafür, dass der wichtigste Devisenbringer Russlands erodiert", hieß es.

Dank der westlichen Sanktionen muss Russland sein Öl mit erheblichem Abschlag zum Weltmarktpreis verkaufen.

Bundesnachrichtendienst

Weitere Sanktionen - beispielsweise gegen Unterstützer Russlands in Drittstaaten oder die sogenannte Schattenflotte - könnten den Preis für Putins Angriffskrieg weiter erhöhen. "Während Einnahmen schwinden, steigen die Kosten für den Erhalt des Status quo", so der BND. "Die Zukunftsfähigkeit der russischen Wirtschaft erodiert immer weiter."

Dr. Marcus M. Keupp vor einer Karte der Ukraine mit Russischer Flagge im Hintergrund.

Kein Frieden ohne Putin. Doch auch Russland ist durch den Angriffskrieg geschwächt. Wie stark ist das Land - wirtschaftlich, militärisch und politisch. ZDFheute live analysiert.

04.12.2025 | 44:55 min

Sanktionen werden langfristig wirken

Die Europäische Union hat bereits ein 20. Sanktionspaket vorbereitet, dessen Verabschiedung derzeit von Ungarn aufgehalten wird. Die Kosten für den Krieg würden von der russischen Führung billigend in Kauf genommen und noch über Jahre nachwirken. "Mit der Verschleierung der wirtschaftlichen Schäden wird der Investitionsstandort Russland zum unwägbaren Risiko", schreibt der BND.

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Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.
Rettungskräfte räumen am 21.11.2025 die Trümmer eines Wohnhauses in Ternopil weg, das bei einem russischen Angriff schwer beschädigt wurde.
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Quelle: Reuters
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 04.03.2026 um 21.04 Uhr im Beitrag "Russland schönt die Kriegskosten".

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