Milliarden für Moskau: Wieso die EU noch russisches Gas kauft

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Milliarden für Putin trotz Ukraine-Krieg:Wieso die EU noch immer russisches Flüssiggas kauft

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Trotz des Ukraine-Kriegs importiert die EU weiter russisches Flüssiggas im Wert von über sieben Milliarden Euro. Doch wieso füllt Europa noch immer die Kriegskasse des Kreml?

Ein Arbeiter geht an einer Gasleitung vorbei, die die schwimmende Speicher- und Regasifizierungseinheit (FSRU) „Hoegh Esperanza“ mit dem Festland verbindet.

Gasimporte aus Russland füllen noch immer die Kriegskasse von Russlands Präsident Putin.

Quelle: AP

Die Europäische Union hat im vergangenen Jahr Flüssigerdgas aus Russland im Wert von rund 7,4 Milliarden Euro importiert. Das sind rund drei Prozent weniger als 2024 (rund 7,6 Milliarden), wie aus Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervorgeht.

Insgesamt wurde 2025 Flüssigerdgas (LNG oder Liquefied Natural Gas) im Wert von rund 46,0 Milliarden Euro importiert. Das meiste - für rund 24,2 Milliarden Euro - kam aus den USA.

Warum fließt weiter Gas aus Russland in die EU?

Während die EU für fossile Energieträger wie Öl und Kohle schnell nach der russischen Invasion der Ukraine weitgehende Einfuhrverbote auf den Weg brachte, gab es wegen Abhängigkeiten lange keine Gas-Sanktionen. Der Brennstoff kommt derzeit noch als Flüssigerdgas (LNG) und durch die Pipeline Turkstream aus Russland in die Staatengemeinschaft. Ab 2027 gilt aber ein vollständiges Importverbot für LNG aus Russland. Die Strafmaßnahme ist Teil eines im Oktober beschlossenen Sanktionspakets gegen Moskau.

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Zudem trat Anfang des Monats eine neue Verordnung in Kraft, die schrittweise und ab spätestens 1. November 2027 die Einfuhr sämtlicher russischer Gaseinfuhren in die Staatengemeinschaft untersagt. Die Verordnung soll neben einem Importverbot auch für Pipeline-Gas aus Russland ebenso rechtliche Sicherheit schaffen: Während die Sanktionen gegen Moskau alle sechs Monate verlängert werden müssen und Einstimmigkeit unter den Mitgliedstaaten erfordern, gilt sie dauerhaft.

Was passiert im Fall von Versorgungsenpässen?

Allerdings enthält die Verordnung eine Art Sicherheitsklausel, falls die Versorgungssicherheit eines oder mehrerer Mitgliedstaaten ernsthaft gefährdet sein sollte. Unter diesen Umständen könnte die EU-Kommission den betroffenen EU-Ländern erlauben, Einfuhrverbote für Gas auszusetzen. Nur wenn ein Mitgliedstaat den Notstand ausruft, sind dann zeitlich begrenzte Lieferungen erlaubt.

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Wieso werden Gasimporte aus Russland verboten?

Hintergrund für das Einfuhrverbot ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Es soll sichergestellt werden, dass sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem soll der vollständige Importstopp es der Rohstoffgroßmacht Russland erschweren, ihren Krieg weiter zu finanzieren.

Sind deutsche Unternehmen betroffen?

Ja, das bundeseigene deutsche Energieunternehmen Sefe ist von dem Einfuhrverbot betroffen. Auf Basis eines bestehenden, langfristigen Vertrags importiert es derzeit noch weiter Flüssigerdgas aus Russland in die EU. Das Unternehmen hieß früher Gazprom Germania, war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom und wurde als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Energiekrise in Deutschland verstaatlicht.

Ein Bildschirm überträgt die Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin während einer Plenarsitzung des Forums „Russische Energiewoche“ in Moskau am 16. Oktober 2025. (Foto: Olesya KURPYAYEVA / AFP)

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Hat ein Importverbot Folgen für Verbraucher?

Nach früheren Angaben der EU-Kommission brauchen sich Verbraucherinnen und Verbraucher keine großen Sorgen machen. Einer Analyse der Behörde zufolge könnten die verbleibenden Gasmengen ohne Risiken für die Versorgungssicherheit auslaufen. Auf dem globalen Gasmarkt gebe es genügend alternative Anbieter.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF heute journal am 26.01.2026 ab 21:45 Uhr.

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