Epstein-Files: Maxwell verweigert Aussage, will Begnadigung

Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein:Maxwell verweigert Aussage, hofft auf Trump-Begnadigung

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Die verurteilte Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell schweigt vor dem Repräsentantenhaus. Ihr Ziel ist offenbar eine Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump.

Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell in einem Privatjet auf einem undatierten Foto, das von der US-Justizbehörde veröffentlicht wurde.

Die Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Epstein, Ghislaine Maxwell, hat eine Anhörung im US-Repräsentantenhaus verweigert. Sie berief sich auf ihr Recht zu schweigen.

10.02.2026 | 0:28 min

Die Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, hat eine Anhörung im US-Repräsentantenhaus verweigert. Maxwell berief sich am Montag auf ihr Recht zu schweigen, wie der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses, James Comer, mitteilte.

Sie sei nach Angaben ihres Anwalts nur dann zu einer Aussage bereit, wenn US-Präsident Donald Trump sie begnadige.

Comer sagte, Maxwell verweigere "die Beantwortung jeglicher Fragen". Das sei "sehr enttäuschend". Die Ausschussmitglieder hätten "viele Fragen zu den von ihr und Epstein begangenen Verbrechen sowie zu möglichen Mitverschwörern" gehabt.

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Maxwell will Begnadigung durch Trump

Auch andere Abgeordnete übten Kritik an Maxwell. Ihr Schweigen sei "Teil ihrer Strategie, eine Begnadigung durch Präsident Trump zu erwirken", rügte der Parlamentarier Suhas Subramanyam von der Demokratischen Partei. Trump hatte im Oktober gesagt, er prüfe eine mögliche Begnadigung.

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Die Sitzung des Ausschusses fand hinter verschlossenen Türen statt. Nach Angaben von Abgeordneten wurde Maxwell kurz per Video aus dem Gefängnis zugeschaltet, in dem sie eine 20-jährige Haftstrafe absitzt. Sie war 2022 wegen Menschenhandels mit Minderjährigen zum Zweck der sexuellen Ausbeutung verurteilt worden.

Maxwells Anwälte hatten den Kongress aufgefordert, ihr rechtliche Immunität für ihre Aussage zu gewähren, der Kongress wies dies jedoch zurück. "Unter diesen Umständen würde das Verfahren keinen anderen Zweck erfüllen als reines politisches Theater", kritisierten die Anwälte.

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Maxwell im Sommer in "Wellness-Gefängnis" verlegt

Unbekannt ist, ob Maxwell der Trump-Regierung ihr Schweigen zugesagt hat - etwa über die Rolle des Präsidenten in dem Fall. Der stellvertretende US-Justizminister Todd Blanche hatte die Epstein-Komplizin im Juli zwei Tage lang befragt. Kurz danach wurde Maxwell in die Haftanstalt in Texas verlegt, die nur geringe Sicherheitsvorkehrungen hat. Epstein-Opfer kritisierten dies scharf und sprachen von einem "Wellness-Gefängnis".

Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte US-Investor Epstein soll mithilfe seiner früheren Freundin Maxwell mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben.

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Screenshot: Aussage von Ghislaine Maxwell (r.) im Rahmen der Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein, aufgenommen am 09.02.2026

Die verurteilte Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell schweigt vor dem Repräsentantenhaus. Ihr Ziel ist offenbar eine Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump.

10.02.2026 | 0:28 min

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa das ZDF-Mittagsmagazin am 09.02.2025 ab 12:00 Uhr sowie heute Xpress am 10.02.2026 um 09:35 Uhr.

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