Epstein: US-Justizministerium veröffentlicht weitere Akten

Wieder geschwärzte Stellen:US-Justizministerium veröffentlicht weitere Epstein-Akten

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In der Affäre um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat das US-Justizministerium neue Dokumente veröffentlicht. Erneut wurden viele Stellen geschwärzt.

Stellvertretender US-Justizminister Todd Blanche hält eine Pressekonferenz zur Veröffentlichung neuer Epstein-Dokumente.

Epstein-Affäre: Mehr als drei Millionen Seiten, darunter insgesamt 2.000 Videos und 180.000 Bilder, veröffentlichte das US-Justizministerium am Freitag.

Quelle: AFP

Das US-Justizministerium hat viele weitere Ermittlungsakten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche teilte mit:

Wir geben mehr als 3 Millionen Seiten heraus, darunter insgesamt mehr als 2.000 Videos und 180.000 Bilder.

Todd Blanche, stellvertretender US-Justizminister

Blanche sagte weiter, insgesamt habe das Justizministerium sechs Millionen Seiten gesammelt, nur gut die Hälfte habe aber mit Epstein zu tun. Ob sich neue Erkenntnisse in dem Fall ergeben, war unmittelbar nach der Veröffentlichung auf der Homepage des Ministeriums noch unklar.

In diesem vom US-Justizministerium freigegebenen Dokument ist zu sehen, dass die New Yorker Grand Jury Vorladungen zu den Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell erlassen hat. Dahinter sind Seiten mit Schwärzungen

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Die gesetzlich festgelegte Frist zur Veröffentlichung der Akten ist längst abgelaufen. Eigentlich hätte das Justizministerium bis Mitte Dezember - abgesehen von ein paar gesetzlich eingeräumten Ausnahmen - alle Akten veröffentlichen müssen.

Die Regierung begründet die Verzögerungen mit der Notwendigkeit, die Identität der Opfer Epsteins unkenntlich zu machen. Auch in den neuen Akten gibt es laut Blanche deshalb zahlreiche geschwärzte Stellen. Man habe unter anderem persönliche Daten von Opfern herausgenommen, so Blanche, um deren Privatsphäre zu schützen. Ebenfalls zurückgehalten werde pornografisches Material, auf dem Kinder zu sehen sind, und alles, was Ermittlungen auf Bundesebene behindern könne.

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Blanche verteidigte bei einer Pressekonferenz mehrfach, dass deutlich weniger Material und mit Verspätung veröffentlicht wurde. Man habe viel mehr Material eingesammelt, als notwendig, und veröffentliche nur Relevantes.

Es gibt dieses Mantra, dass das Justizministerium Donald Trump schützen soll. Das ist nicht wahr. Das war nie der Fall.

Todd Blanche, stellvertretender US-Justizminister

Eine E-Mail, die in der Veröffentlichung der Jeffrey-Epstein-Akten durch das US-Justizministerium enthalten war, wurde am 30.01.2026, fotografiert und zeigt eine Kontaktverbotsverfügung aus dem Jahr 2009 in Palm Beach, Florida.

Eine E-Mail, die in der Veröffentlichung der Jeffrey-Epstein-Akten durch das US-Justizministerium enthalten war, zeigt eine Kontaktverbotsverfügung aus dem Jahr 2009 in Palm Beach, Florida.

Quelle: AP

Die oppositionellen Demokraten hatten der Regierung von Präsident Donald Trump wegen der Verzögerung einen Gesetzesbruch vorgeworfen. Sanktionen sind in dem Epstein-Akten-Transparenzgesetz allerdings nicht vorgesehen.

Laut Gesetzestext muss Justizministerin Pam Bondi "nicht später als 30 Tage nach Verabschiedung" des Gesetzes "alle nicht als geheim eingestuften Aufzeichnungen, Dokumente, Mitteilungen und Ermittlungsmaterialien, die sich im Besitz des Justizministeriums befinden" veröffentlichen. Dies gilt ebenfalls für Unterlagen der Bundespolizei FBI und der Staatsanwälte.

Das umfasst Dokumente zu dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein, der bis zu seinem Tod in einer New Yorker Gefängniszelle 2019 jahrelang Mädchen und junge Frauen missbraucht und an Prominente vermittelt haben soll.

Zudem sollen Akten über seine Komplizin Ghislaine Maxwell öffentlich gemacht werden, die seit ihrer Verurteilung 2022 eine 20-jährige Haftstrafe absitzt. Maxwell hatte im Prozess detailliert über Epsteins Beziehungen zu Größen aus Politik und Gesellschaft berichtet. Vermutet wird allerdings, dass die Akten eine noch größere Verstrickung Prominenter zeigen, womöglich auch von Präsident Trump.

Nicht veröffentlichen muss Justizministerin Bondi laut dem Gesetzestext Informationen, die die Privatsphäre der Missbrauchsopfer einschränken, oder aber Bilder und Videos von Missbrauch. Die Namen und andere Angaben zu den Opfern dürften demnach geschwärzt werden, wie es bisher bereits bei veröffentlichten Dokumenten der Fall war. Ausnehmen kann Bondi zudem Material, das "eine aktive Bundesuntersuchung oder laufende Strafverfolgung gefährden würde".

Quelle: AFP


Trump wehrte sich monatelang gegen Freigabe der Dokumente

Der über Jahre mit Trump befreundete Epstein war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er die Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft lautete die Strafe damals aber nur 18 Monate Gefängnis.

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2019 wurde Epstein unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat nach seiner Festnahme wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid. Die oppositionellen Demokraten beschuldigen Trump, sich mit der langsamen Aktenfreigabe selbst schützen zu wollen.

Trump bestreitet engere Beziehungen zu Epstein, bisher veröffentlichte Fotos und Dokumente legen aber das Gegenteil nahe. Ein persönliches Fehlverhalten konnte dem Präsidenten bisher nicht nachgewiesen werden. Trump hatte sich monatelang gegen die Freigabe der Dokumente gesperrt, er nannte die Epstein-Affäre einen "Schwindel" der Demokraten.

Quelle: dpa, Reuters, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 27.01.2026 in dem Beitrag "Veröffentlichung der Epstein-Dokumente stockt - Streit um Clintons" um 00:47 Uhr.
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