Neue Dokumente veröffentlicht:Epstein-Akten: Neue Details zu Promi-Kontakten
Das US-Justizministerium hat Millionen neue Dokumente zum Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht. Darunter sind neue Details zu Kontakten mit Bill Gates, Elon Musk und Andrew.
Das US-Justizministerium hat mehr als drei Millionen Seiten, tausende Videos und Bilder im Fall Epstein veröffentlicht. Ob neue Belastungen für US-Präsident Trump entstehen, wird derzeit geprüft.
31.01.2026 | 0:23 minIn der Affäre um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat die US-Regierung weitere Dokumente veröffentlicht. Unter anderem werden der ehemalige britische Prinz Andrew, Microsoft-Mitbegründer Bill Gates, Milliardär Elon Musk und Trumps früherer Chefstratege Steve Bannon erwähnt.
Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche sprach von "mehr als drei Millionen Seiten" Material, darunter mehr als 2.000 Videos sowie 180.000 Fotos. Auch "unwahre und sensationshaschende Behauptungen" über Präsident Donald Trump seien enthalten.
Die heutige Veröffentlichung markiert den Abschluss eines sehr umfassenden Prozesses zur Identifizierung und Überprüfung von Dokumenten, um Transparenz für das amerikanische Volk zu gewährleisten.
Todd Blanche, stellvertretender US-Justizminister
In der Epstein-Affäre müssten längst alle Dokumente veröffentlicht worden sein. Schlagzeilen machen stattdessen die Clintons. Warum ihnen nun eine Anklage droht.
27.01.2026 | 1:16 minEpstein-Akten: Veröffentlichung war überfällig
Die Freigabe der Dokumente war überfällig: Laut einem Gesetz des US-Kongresses hätte die Regierung nahezu alle Akten bereits bis zum 19. Dezember veröffentlichen sollen. Bislang geschah dies aber nur mit einem Bruchteil der Dokumente.
Die Trump-Regierung begründet die Verzögerungen mit der Notwendigkeit, die Identität der Opfer Epsteins unkenntlich zu machen. Das Ministerium betonte: "Prominente Persönlichkeiten und Politiker wurden bei der Veröffentlichung der Akten nicht geschwärzt."
In den jetzt veröffentlichten Dokumenten tauchen Namen auf, die bereits in den zuvor veröffentlichten Epstein-Akten erwähnt worden waren:
Bill Gates: Drogen und "russische Mädchen"
In einem E-Mail-Entwurf schrieb Epstein etwa über Microsoft-Gründer Gates, er habe ihm geholfen "Medikamente zu besorgen", damit dieser die "Folgen von Sex mit russischen Mädchen" bewältigen könne. Zudem habe er dem Unternehmer "heimliche Treffen mit verheirateten Frauen" ermöglicht.
Ein E-Mail-Entwurf den Jeffrey Epstein an sich selbst gesendet hat.
Quelle: US-JustitzministeriumIn einem weiteren E-Mail-Entwurf schrieb Epstein, Gates habe ihn "mit Tränen in den Augen" angefleht, die E-Mails bezüglich seiner Geschlechtskrankheit, und seiner Bitte um Antibiotika für seine Frau Melinda sowie die "Beschreibung seines Penis" zu löschen.
Gates' Stiftung erklärte, es handele sich um "absolut absurde und vollkommen falsche Behauptungen" eines "erwiesenen, verbitterten Lügners".
Der Umgang mit den Epstein-Akten spaltet die Republikaner. Die Veröffentlichung geht schleppend, berichtet Claudia Bates aus Washington.
25.12.2025 | 1:25 minAndrew: Hunderte Nennungen
Der Name des früheren britischen Prinzen Andrew taucht mehrere Hundert Mal auf. Andrew soll unter anderem auf Gästelisten für von Epstein organisierte Abendessen stehen. Auch in Epsteins privatem E-Mail-Verkehr komme Andrew häufig vor. Demnach lud der Bruder von König Charles III. Epstein 2010 in den Buckingham Palast ein. Ob Epstein der Einladung in den Palast nach kam, ist nicht ersichtlich.
Charles hatte seinem Bruder wegen dessen früheren Verbindungen zu Epstein alle königlichen Titel und Ehren aberkannt. Die US-Australierin Virginia Giuffre hatte den ehemaligen Prinzen beschuldigt, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben.
Jeffrey Epstein ist seit sechs Jahren tot - trotzdem taucht sein Name immer wieder in den Medien auf. Warum? Wer war Epstein genau? Und: Was hat US-Präsident Donald Trump mit dem Fall zu tun? Darum geht es in diesem Video.
01.08.2025 | 17:14 minMusk: Wilde Party auf Epsteins Insel?
Auch Elon Musks Name ist in den neu veröffentlichten Epstein-Akten zu lesen. Die Dokumente enthalten mehrere Mailwechsel zwischen dem ehemaligen Trump-Berater und Epstein. In einer Nachricht fragt Musk Epstein: "An welchem Tag oder Nacht findet die wildeste Party auf deiner Insel statt?"
Ob Musk tatsächlich Epsteins Privatinsel besuchte, ist bisher unklar.
Bannon: Austausch über Dokumentarfilm
Mit Bannon soll Epstein Nachrichten ausgetauscht haben, die sich um Politik, Reisen und Ideen für einen Dokumentarfilm gedreht haben sollen. Der Film sei auf Pläne von Bannon zurückgegangen und habe Epsteins Ruf wiederherstellen sollen.
Im März 2019 habe Bannon Epstein gefragt, ob dieser ihm, Bannon, sein Flugzeug zur Verfügung stellen könne, um ihn in Rom abzuholen, hieß es. Einige Monate später habe Epstein an Bannon geschrieben: "Jetzt kannst du verstehen, warum Trump mitten in der Nacht schweißgebadet aufwacht, wenn er hört, dass du und ich befreundet sind." Die Äußerungen in den stark geschwärzten Akten lassen sich schwer zuordnen.
Verifizieren lassen sich all diese Angaben nicht. Keiner der Genannten wurde bisher offiziell beschuldigt.
Epstein: Missbrauch auch an Minderjährigen
Epstein steht unter Verdacht, tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er die Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen hatte.
2019 wurde Epstein unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat nach seiner Festnahme wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.
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