Britisches Thronfolgerpaar:Prinz William und Kate reagieren auf Epstein‑Enthüllungen
Prinz William und Prinzessin Kate zeigen sich tief betroffen über neue Enthüllungen im Fall Jeffrey Epstein. Der Palast betont die Solidarität des Thronfolgerpaares mit den Opfern.
Prinz William und seine Frau Kate äußern sich erstmals zum Fall um Jeffrey Epstein. Sie seien besorgt und in Gedanken bei den Opfern. Das ließen sie vor ihrer Saudi Arabien-Reise mitteilen.
09.02.2026 | 0:47 minDer britische Thronfolger William und seine Frau Kate haben ihr Mitgefühl mit den Opfern des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zum Ausdruck gebracht, der auch Williams Onkel Andrew Mountbatten-Windsor Frauen zugeführt haben soll.
Der Prince of Wales und seine Frau seien "zutiefst besorgt über die fortgesetzten Enthüllungen", teilte der Palast mit. Der Thronfolger und seine Ehefrau seien in Gedanken bei Epsteins Opfern.
Die britische Regierung und das Königshaus sehen sich in Erklärungsnot – der britische Premier gerät massiv unter Druck und der ehemalige Prinz Andrew taucht in den Files auf.
06.02.2026 | 2:54 minAndrew wurde königlicher Titel aberkannt
Die Erklärung, die vor einer dreitägigen Reise Williams nach Saudi-Arabien veröffentlicht wurde, ist Teil der Reaktion des Königshauses auf die immer neuen Enthüllungen um Epstein und die Krise um den ehemaligen Prinzen Andrew, dem im Oktober nach Enthüllungen über seine Beziehung zu Epstein seine königlichen Titel aberkannt wurden.
Dass sich Mitglieder der royalen Familie zu solchen Vorgängen äußern, gilt als ungewöhnlich. Bisher hatte sich das britische Königshaus damit zurückgehalten.
König Charles muss sich Vorwürfen stellen. Sein Bruder Andrew pflegte enge Kontakte zu Sexualstraftäter Epstein. Der Reichtum der Familie befeuert die Kritik.
05.02.2026 | 29:15 minMountbatten-Windsor werden mehrere Übergriffe vorgeworfen
Mountbatten-Windsor war lange mit Epstein befreundet, der 2019 tot in seiner Gefängniszelle entdeckt wurde. Epstein unterhielt über Jahre einen Missbrauchsring, mit dem er zahlreiche Mädchen und junge Frauen sexuell ausbeutete.
Sein wohl bekanntestes Opfer Virginia Giuffre gab an, Epstein habe sie drei Mal zu sexuellen Handlungen mit Andrew gezwungen. Die Übergriffe hätten begonnen, als sie 17 Jahre alt war. Andrew bestritt die Vorwürfe, einigte sich aber in einer Zivilklage auf einen Vergleich.
Die Polizei hat kürzlich mitgeteilt, dass sie auch zu Vorwürfen ermittele, wonach Epstein eine weitere Frau nach Großbritannien habe ausfliegen lassen, um dort Sex mit Mountbatten-Windsor zu haben. Nach Angaben des Anwalts des mutmaßlichen Opfers im Sender BBC fand die Begegnung 2010 in der Royal Lodge statt.
Andrew Mountbatten-Windsor, einst Prinz Andrew, wurde nach seinen Verwicklungen in den Epstein-Fall von König Charles III. seiner Titel entzogen. Nun musste er aus der Royal Lodge ausziehen.
04.02.2026 | 2:51 minAndrew verlor alle königlichen Titel
Das US-Justizministerium hatte vor gut einer Woche weitere Akten zum Fall Epstein freigegeben. Diese enthalten unter anderem Fotos des damaligen Prinzen Andrew, wie dieser über einer am Boden liegenden Frau kniet sowie E-Mails, in denen der Bruder des heutigen Königs Charles III. Epstein zu "privaten Gesprächen" in den Buckingham-Palast einlädt.
Charles III. hatte seinem Bruder wegen dessen Verbindungen zu Epstein im vergangenen Jahr alle königlichen Titel und Ehren aberkannt. Vor einer Woche musste Andrew zudem aus seinem bisherigen luxuriösen Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor ausziehen. Britischen Medien zufolge war William die treibende Kraft hinter dem Durchgreifen des Königs.
König Charles und Königin Camilla zu Besuch in Dedham. Auf Fragen zu Bruder Andrew und der Verbindung zu Epstein, gibt der König keine Antwort.
06.02.2026 | 0:36 minEpstein-Affäre erreicht auch Downing Street
Die Erschütterungen durch die neuen Akten haben aber nicht nur das Königshaus erschüttert - sondern auch eine Regierungskrise in London ausgelöst. Am Montag trat Tim Allan, der Kommunikationsdirektor von Premierminister Keir Starmer, zurück.
Erst am Sonntag hatte Starmers wichtigster Berater Morgan McSweeney seinen Hut genommen. Hintergrund ist die interne Unterstützung für Peter Mandelson, den Starmer trotz dessen bekannter Verbindungen zu Epstein zum Botschafter in den USA ernannt hatte.
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