Beute in Gelsenkirchen könnte 100 Millionen Euro übersteigen

Laut Sicherheitskreisen :Beute in Gelsenkirchen könnte 100 Millionen Euro übersteigen

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Der Wert der Beute des spektakulären Sparkassen-Raubs in Gelsenkirchen könnte über 100 Millionen Euro liegen. So heißt es aus Sicherheitskreisen.

Nach dem Einbruch in den Tresorraum einer Bank

Bei einem Bankraub in Gelsenkirchen haben Täter über 3.000 Kunden-Schließfächer geplündert und konnten dabei wohl über 100 Millionen Euro erbeuten. Nach den drei Tätern wird weiterhin gesucht.

05.01.2026 | 1:25 min

Die Beute beim spektakulären Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen lag möglicherweise über 100 Millionen Euro. Das erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen. Demnach hätten einzelne Kunden angezeigt, dass sie jeweils mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern gehabt hätten.

"Bild.de" hatte zuvor darüber berichtet. Laut der Zeitung kommt die Herkunft der Gelder den Ermittlern teilweise komisch vor. Es könne sich um Schwarzgeld oder auch Gelder von Clans handeln. Offiziell sei von den Betroffenen vielfach von "Hochzeitsgeldern" die Rede, erfuhr die dpa.

Mehr zum Bankraub von Gelsenkirchen:

Schließfächer: Wie sicher ist mein Geld?

Rechtsanwalt und Schließfach-Experte Michael Plassmann wirft einen Blick auf den Einbruch in Gelsenkirchen und beantwortet Fragen zu Rechten und Möglichkeiten bei Schließfacheinbrüchen.

07.01.2026 | 5:17 min

Täter brachen Tausende Schließfächer auf

Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben. Die Zahl der Schließfächer (3.250) wurde dabei multipliziert mit dem Betrag, bis zu dem der Inhalt der Fächer versichert ist, nämlich 10.300 Euro. Später sagte ein Polizeisprecher: "Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus." Die Schadenssumme lasse sich aber noch nicht seriös beziffern, so die offizielle Mitteilung.

Nach dem Einbruch in den Tresorraum einer Bank

Unbekannte Täter plünderten über 3.000 Schließfächer einer Sparkasse in Gelsenkirchen.

30.12.2025 | 2:28 min

Einsatzkräfte hatten den Einbruch am Montagmorgen nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter brachen fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer auf. Sie drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten. Die Beutetour zog sich möglicherweise über mehrere Tage hin.

Filiale bleibt noch geschlossen

Die Sparkassenfiliale bleibt derweil noch einige Tage geschlossen. Die Beseitigung der Einbruchschäden sei noch nicht abgeschlossen, teilte die Bank mit. Die Sparkasse arbeitet nach eigenen Angaben weiterhin daran, die entstandenen Schäden zu erfassen und zu beheben. Das Loch im Tresorraum wurde inzwischen geschlossen.

Sparkassen-Mitarbeiter registrieren unter notarieller Aufsicht Wertgegenstände und Dokumente, die die Täter nicht mitgenommen haben. Dies werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Jenifer Girke in Gelsenkirchen

Bei dem Schließfach-Aufbruch in einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen wurden unter anderem auch Gegenstände mit ideellem Wert gestohlen. Über die Auswirkungen berichtet Jenifer Girke vor Ort.

30.12.2025 | 1:11 min

Polizei fahndet mit Fotos nach Tätern

Die Polizei veröffentlichte am Wochenende Fotos der maskierten Tatverdächtigen. Es handelt sich um Aufnahmen aus Überwachungskameras. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden sie am 29. Dezember in dem angrenzenden Parkhaus aufgenommen, von dem aus sich die Einbrecher Zutritt zu der Bank verschafft hatten.

Auf den Fotos sind drei Personen mit schwarzen Sturmhauben zu sehen. Eine trägt rote, eine andere Person grüne Handschuhe. Außerdem wurden Bilder eines schwarzen Audi RS 6 sowie eines weißen Kleintransporters Mercedes-Citan veröffentlicht. Die Ermittler vermuten, dass die Täter die Autos zur Flucht nutzten. Beide Fahrzeuge haben laut Polizeiangaben gefälschte Kennzeichen.

Die Polizei hofft nun auf Hinweise zu den Personen und den Autos. Nach dem Einbruch gehen die Ermittler zahlreichen Hinweisen nach. Eine heiße Spur gibt es den Angaben zufolge aber nicht.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt in "heute in Deutschland" am 05.01.2026 um 14:00 Uhr.

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