Apollo-13-Kommandant James Lovell mit 97 Jahren gestorben

Astronaut wurde 97 Jahre alt:Apollo-13-Kommandant James Lovell gestorben

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Als Kommandant der Mission Apollo 13 wurde James Lovell weltbekannt. Nun ist der Astronaut im Alter von 97 Jahren gestorben.

James Lovell spricht im Jahr 1970 mit der Presse.

James Lovell im Jahr 1970 vor der legendären Apollo-13-Mission.

Quelle: AP

Der Astronaut James A. "Jim" Lovell ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Das teilte die US-amerikanische Raumfahrtagentur Nasa mit. Sie sprach der Familie von Lovell ihr Beileid aus. Sein "Leben und Werk hat über Jahrzehnte hinweg Millionen von Menschen inspiriert". "Wir trauern um ihn, während wir gleichzeitig seine Leistungen feiern."

Lovell war Kommandant der legendären Mission Apollo 13, die 1970 beinahe in einer Katastrophe geendet wäre. Nach dreiviertel der Strecke zum Mond und 320.000 Kilometer von der Erde entfernt, erreichte ein Routineauftrag der Bodenstation die Astronauten von Apollo 13. Sie sollten den Lüfter einschalten, um die Sauerstofftanks durchzumischen. Sekunden später gab es eine Explosion, kurz danach folgte die weltbekannte Aussage:

Houston, we have had a problem here.

Jack Swigert, Astronaut auf der Apollo-13-Mission

"Ich möchte, dass sich die meisten Leute daran erinnern, dass es in gewisser Weise ein großer Erfolg war", sagte Lovell 1994 in einem Interview. "Nicht, dass wir etwas erreicht hätten, aber es war ein Erfolg, da wir die Fähigkeiten des Nasa-Personals unter Beweis gestellt haben." Dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein, habe Auswirkungen auf ihn gehabt, berichtete Lovell im Jahr 1999 einem Nasa-Historiker. "Krisen machen mir keine Sorgen mehr", erklärte er. Wann immer er ein Problem habe, sage er sich, dass er bereits 1970 hätte sterben können. "Ich bin immer noch hier. Ich atme noch."

Bis Mitte der 1970er Jahre hielt Lovell den Rekord für den längsten Aufenthalt im Weltraum: 715 Stunden, vier Minuten und 57 Sekunden.

Volker Schmid

Die US-Pläne für einen Atomreaktor auf dem Mond sind auch angetrieben durch den Wettbewerb mit China. Für Raumfahrt-Experte Volker Schmid ist unklar, wer aktuell die Nase vorn hat.

05.08.2025 | 8:43 min

Nasa gedenkt Apollo-13-Raumfahrer James Lovell

Die Nasa würdigt Lovell in ihrer Mitteilung: "Als Kommandant der Apollo-13-Mission trug seine ruhige Stärke unter Druck dazu bei, die Besatzung sicher zur Erde zurückzubringen." Lovell habe das schnelle Denken und die Innovationskraft demonstriert, die zukünftige Nasa-Missionen geprägt hätten.

Jims Charakter und sein unerschütterlicher Mut haben unserem Land geholfen, den Mond zu erreichen, und eine potenzielle Tragödie in einen Erfolg verwandelt, aus dem wir enorm viel gelernt haben.

Nasa über James Lovell

Insgesamt nahm Lovell an vier Raumflügen teil: Gemini 7, Gemini 12, Apollo 8 und Apollo 13. Mit Apollo 8 umkreiste er 1968 erstmals zusammen mit seinen Kollegen Frank Borman und William Anders den Mond. Auch wenn keine Landung erfolgte, positionierte das Team die USA im Wettstreit um die Erkundung des Weltraums vor der Sowjetunion und lieferte das erste Bild der Erde aus dem All.

Vor 55 Jahren: Apollo-13-Drama
:Wie die Crew von Apollo 13 überleben konnte

Ein explodierter Sauerstofftank sorgte vor 55 Jahren für ein Weltraum-Drama. Die NASA verbucht die Rettungsmission bis heute als Erfolg, weil die drei Astronauten zurückkamen.
von Sylvia Bleßmann
Ein Hubschrauber nähert sich dem Kommandomodul der Apollo 13 auf dem Pazifischen Ozean.
Quelle: AP
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