Französischer Filmstar :Brigitte Bardot mit 91 Jahren gestorben
Sie galt als schönste Frau der Welt, wurde verehrt und vergöttert. Ihre Ansichten waren eigenwillig und extrem: Frankreichs Filmdiva Brigitte Bardot ist mit 91 Jahren gestorben.
Mit 91 Jahren ist die französische Schauspielerin Brigitte Bardot gestorben. Das teilte ihre Tierschutz-Stiftung mit.
28.12.2025 | 2:55 minDie französische Film-Ikone Brigitte Bardot ist tot. Die frühere Schauspielerin sei im Alter von 91 Jahren gestorben, teilte ihre Stiftung mit. Sie war in den 1950er Jahren mit Rollen wie in "Und immer lockt das Weib" zu Weltruhm gelangt.
"Die Stiftung 'Brigitte Bardot' gibt mit unsäglicher Trauer den Tod ihrer Gründerin und Präsidentin bekannt", hieß es in der Mitteilung. Bardot sei eine "weltweit anerkannte Schauspielerin und Sängerin" gewesen, "die sich entschieden hat, ihre glanzvolle Karriere aufzugeben, um ihr Leben und ihre Energie der Verteidigung der Tiere und ihrer Stiftung zu widmen".
Die französische Schauspielikone Brigitte Bardot ist mit 91 Jahren gestorben. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie in den 1950er-Jahren mit "Und immer lockt das Weib".
28.12.2025 | 1:31 minZum Zeitpunkt und den Umständen von Bardots Tod äußerte sich die Stiftung nicht.
Der französische Präsident Emmanuel Macron würdigte Brigitte Bardot als "eine Legende des Jahrhunderts". Brigitte Bardot verkörperte ein Leben in Freiheit, schrieb Macron auf der Plattform X. Er erinnerte unter anderem an ihre Filme, ihre Stimme, ihren Ruhm und ihre großzügige Leidenschaft für Tiere.
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Brigitte Bardot: Schön, kompromisslos, radikal
Bardot war der Star unter den Stars: Sie wurde vergöttert und begehrt, zählte zu den schönsten und skandalösesten Frauen der Welt. Aber sie war auch kompromisslos und radikal. In einem Interview mit der Zeitung "Le Monde" sagte sie 2024:
Wenn man sich beschwert, ärgert es alle, und den Schmerz lindert es auch nicht. Deshalb beschwere ich mich nie und lebe normal wie damals, als ich jünger war, nur eben mit Behinderungen.
Brigitte Bardot wird während der Filmfestspiele von Cannes am Strand mit einem Papagei in der Hand fotografiert (Archivbild)
Quelle: dpaDer Aufstieg zur Filmikone
95 Minuten hatten gereicht, um 1956 aus ihr einen Weltstar zu machen. In "Und immer lockt das Weib" unter der Regie von Roger Vadim spielt sie Juliette, eine sinnliche junge Frau, die nach Freiheit dürstet und von drei Männern begehrt wird. Zu diesem Zeitpunkt war Brigitte Bardot erst Anfang zwanzig, noch brünett, hatte aber bereits in zehn Filmen mitgewirkt.
Sie färbte sich die Haare blond, tanzte mit anzüglichen Hüftbewegungen und räkelte sich lasziv im Sand von Saint-Tropez. Ihre Rolle als verführerische Frau machte BB, wie sie noch heute genannt wird, über Nacht zur Sensation - und zum Sexsymbol, weit über die Grenzen von Frankreich hinaus.
Vergöttert und beschimpft
Filme wie "Die Wahrheit", "Die Verachtung" und "Viva Maria!" folgten und BB erschuf mit ihrer selbstbestimmten Weiblichkeit und Erotik ein neues Frauenbild: Weibliche Schönheit durfte auf einmal sexy und selbstbewusst sein.
Ungehemmt wechselte sie Liebhaber und Ehemänner. Während Vadim mit ihr "Und immer lockt das Weib" drehte, begann sie mit Filmpartner Jean-Louis Trintignant eine Beziehung. Auch mit Serge Gainsbourg, dem "enfant terrible" des französischen Chansons, war sie einige Zeit liiert.
Eine Feministin? Nie im Leben!
Als Feministin wollte sie sich jedoch nie vereinnahmen lassen. Sie habe mit der ganzen Bewegung nichts am Hut, wie sie in dem Interview mit "La Croix" betonte.
Der Pariser Künstler Jo Di Bona ehrt Brigitte Bardot mit diesem Pop-Graffiti.
Quelle: ZDFAm 11. Januar 1960 brachte sie im Alter von 25 Jahren ihren einzigen Sohn Nicolas zur Welt. Für die Schauspielerin ein Alptraum, den sie in ihren 1996 veröffentlichten Memoiren "Initiales B.B" beschrieb. Als man ihr das Baby auf den Bauch gelegt und ihr gesagt habe, dass es ein Junge sei, habe sie es weggestoßen. Sie hätte lieber einen kleinen Hund zur Welt gebracht, schrieb sie.
Bardot wollte abtreiben - wie schon bei ihren beiden vorherigen Schwangerschaften. Doch diesmal willigte kein Arzt ein und der Vater des Kindes, der Schauspieler Jacques Charrier, wollte keinen Abbruch, der damals noch strafrechtlich verfolgt wurde. Drei Jahre nach seiner Geburt wurde Nicolas offiziell seinem Vater anvertraut.
Radikale Wendung: Von der Filmdiva zur Tierschützerin
1973, auf dem Höhepunkt ihres Ruhms, zog sich Bardot nach über 40 Filmen und zahlreichen Liedern radikal aus der Öffentlichkeit zurück und flüchtete in ihre Villa La Madrague in Saint-Tropez. Ihre Entscheidung begründete sie damit, dass das Leben, das sie führte, sinnlos und oberflächlich gewesen sei. "Es war ein Martyrium", schrieb sie in ihrer Autobiografie "Tränen des Kampfes" (2018).
Brigitte Bardot besucht im Juni 1977 eine Austellung in Saint-Tropez (Archivbild).
Quelle: AFPMit derselben Kompromisslosigkeit, die ihre Karriere prägte, widmete sie sich dem Kampf gegen Robbenjagd, Tierversuche und grausame Schlachtmethoden. 1986 gründete sie die Tierschutzorganisation Fondation Brigitte Bardot, die bis heute aktiv ist. Dafür verkaufte sie sogar einen Großteil ihres Besitzes.
Auch politisch eine Extremistin
Neben ihrem Engagement für den Tierschutz hat Bardot immer wieder mit politischen Aussagen für Aufsehen gesorgt. Ihre Sympathien für die extreme Rechte und ihre teils rassistischen Äußerungen brachten ihr mehrfach Verurteilungen ein. Sie rief zur Wahl von Marine Le Pen auf und äußerte sich kritisch gegenüber Einwanderern und dem islamischen Schächten.
Brigitte Bardot in Paris im Jahr 1962 (Archivbild)
Quelle: AFPIhre harten und oft radikalen Ansichten stießen auf breite Kritik, doch Bardot blieb sich stets treu. Sie betonte immer wieder, dass sie sage, was sie denke - unabhängig davon, ob es anderen gefalle oder nicht. Bardot hat sich nie den gesellschaftlichen Erwartungen gefügt und stets ihre eigene Definition von Freiheit gelebt.
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