Update am Abend:Trumps Selbstbedienungsladen, Repressalien in Iran
von Lukasz Galkowski
Guten Abend,
Einkäufe, Deals, Verträge: Diese Begriffe sind für Donald Trump natürlich kein Neuland. Als Unternehmer war er es schließlich gewohnt, Geschäfte abzuschließen und dabei auf einen großen "Return on Investment" zu setzen.
Dass Trump seine Routinen aber als wohl mächtigster Politiker der Welt fortführt und sich wie in einem Selbstbedienungsladen verhält, wird zunehmend zum Problem: Vor dem Treffen, das zur Stunde im Weißen Haus zwischen Dänemark und den USA zum Thema Grönland stattfindet, unterstrich der US-Präsident seinen Appetit auf die potenzielle Beute: Die Vereinigten Staaten bräuchten Grönland "zum Zweck der nationalen Sicherheit", bekräftigte Trump. Die Nato solle daher den Weg für eine US-Übernahme der Insel bereiten, so Trump weiter, sonst würden es China oder Russland machen.
Würden unter Grönlands Eis nicht wertvolle Bodenschätze liegen, würde man Trumps Argumentation vielleicht eher abnehmen. Dann wäre sein Interesse an der Insel aber vermutlich nicht annähernd groß. Einen bewaffneten Konflikt zwischen den Nato-Ländern USA und Dänemark halten die meisten Experten zum Glück für unwahrscheinlich, die Drohkulisse werde eher als Druckmittel eingesetzt, damit Dänemark ein Preisschild für Grönland aushängt und einen Deal mit Trump aushandelt. Klingt zwar auch nicht viel besser, wirkt aber immerhin weniger bedrohlich.
Über dieses Thema berichtete die heute Xpress ab 9:35 Uhr:
14.01.2026 | 1:27 min
Über die Ergebnisse des Treffens im Weißen Haus mit Experten- und Korrespondenteneinschätzungen berichtet heute Abend die ZDFheute live. Geplant ist unter anderem auch die Übertragung einer Pressekonferenz um 19.15 Uhr.
Lage in Iran
In Iran geht die Protestwelle offenbar zurück, das Mullah-Regime geht brutal gegen die Demonstranten vor. Menschenrechtsgruppen sprechen von Tausenden Toten, laut Berichten droht bereits die erste Hinrichtung. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa ist als eine der wenigen ausländischen Journalisten vor Ort: "Die Lage hier ist einigermaßen angespannt, die Stimmung sehr gedämpft". Größere Proteste seien derzeit nicht zu erkennen, die Revolutionsgarden des iranischen Regimes hätten "Checkpoints" in der Hauptstadt des Landes eingerichtet.
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame ZDF-Mittagsmagazin ab 13 Uhr:
14.01.2026 | 2:21 min
Sportlich in den Abend
In der Fußball-Bundesliga stehen heute vier Partien des 17. Spieltags an. Unter anderem empfängt der 1. FC Köln den FC Bayern. Vor dem Duell gegen den souveränen Tabellenführer aus München ist die Stimmung beim Aufsteiger angespannt. Daran hat auch Trainer Lukas Kwasniok seinen Anteil. Stephan Klemm beleuchtet die Gründe, warum von der Euphorie nach dem starken Saisonstart nicht viel übrig geblieben ist.
Mit dem ZDF-Liveticker sind Sie über alle Partien stets informiert - und ab 0 Uhr gibt es dann die Zusammenfassungen der Spiele von Dienstag und Mittwoch.
Zahl des Tages
In Deutschland werden immer mehr Fertiggerichte hergestellt. 2024 wurden rund 1,7 Millionen Tonnen davon produziert - ein Plus von 25,6 Prozent gegenüber 2019. Einen besonderen Zuwachs gab es demnach bei Nudelgerichten: Hier stieg die produzierte Menge von 345.000 Tonnen im Jahr 2019 auf 539.000 Tonnen im Jahr 2024, was einen Zuwachs von rund 56 Prozent bedeutet.
Über dieses Thema berichtete die heute Xpress um 14:46 Uhr:
14.01.2026 | 0:41 min
Weitere Schlagzeilen
- Klimabilanz: 2025 war drittwärmstes je gemessenes Jahr
- Teure Medikamente: Krankenkasse sieht Milliarden-Sparpotenzial
- Kran stürzt auf Gleise: Schweres Zugunglück in Thailand
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Streaming-Tipps für den Feierabend
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