Zahlen für Deutschland:Tiefkühlpizza und Co.: Produktion von Fertiggerichten steigt
In Deutschland werden immer mehr Fertiggerichte produziert. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Weniger Zeit mit der Essenszubereitung verbringen die Bürger aber nicht.
Fertiggerichte werden immer beliebter: In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Tiefkühlpizzen oder Dosenravioli produziert, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen.
14.01.2026 | 0:41 minOb Tiefkühlpizza oder Dosenravioli: In Deutschland werden immer mehr Fertiggerichte produziert. Im Jahr 2024 wurden 1,7 Millionen Tiefkühlpizzen, Lasagnen und Ähnliches hergestellt - 25,6 Prozent mehr als im Jahr 2019, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt.
Eine Zunahme gab es den Angaben nach vor allem bei der Produktion von Nudelgerichten. Mengenmäßig legten sie von 2019 bis 2024 um 56,4 Prozent zu.
Auch Fleischgerichte legen mengenmäßig deutlich zu
Auch bei Gerichten mit Fleisch gab es ein deutliches Plus: Mengenmäßig wuchs die Produktion um 43,2 Prozent von 221.000 Tonnen im Jahr 2019 auf 316.000 Tonnen im Jahr 2024. Geringer war der Anstieg in der Kategorie der "anderen Fertiggerichte", zu denen etwa Tiefkühl-Pizzen zählen. Mit 655.000 Tonnen war dies jedoch weiterhin die gewichtigste Kategorie.
Lange Zutatenlisten, viele Aromen. Sebastian Lege nimmt Fertig-Wraps, Matjessalat, Ayran und Spare Ribs aus dem Kühlregal unter die Lupe.
29.10.2025 | 43:39 minAn Gemüse-Fertiggerichten wurden 2024 mit 197.000 Tonnen ebenfalls mehr produziert (plus 7,2 Prozent). Einen Rückgang der Produktion gab es lediglich bei der Menge der Fischgerichte: Diese nahm von 24.000 Tonnen auf 22.000 Tonnen ab (minus 7,2 Prozent).
Zeitaufwand für Essenszubereitung in zehn Jahren kaum verändert
"Auch wenn das Angebot an Fertiggerichten zugenommen hat, verbringen Menschen in Deutschland nicht weniger Zeit mit der Essenszubereitung als früher", teilten die Statistiker mit. Destatis erklärte unter Verweis auf eine Erhebung aus dem Jahr 2022:
41 Minuten täglich wenden Menschen ab 10 Jahren in Deutschland im Schnitt für die Zubereitung von Mahlzeiten und die damit verbundene Küchenarbeit auf.
Erklärung des Statistischen Bundesamtes
Zehn Jahre zuvor war die durchschnittliche Dauer demnach fast identisch (40 Minuten). Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist dabei weiterhin groß, wird aber kleiner. 2012 verbrachten Frauen und Mädchen im Schnitt täglich 31 Minuten länger mit der Essenszubereitung als Jungen und Männer. 2022 waren es noch 24 Minuten.
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05.02.2025 | 43:54 minAuch für 2025 bereits Trend erkennbar
Der Produktionsanstieg setzte sich nach Angaben der Statistiker auch 2025 fort: In den ersten drei Quartalen wurden Fertiggerichte im Wert von 4,5 Milliarden Euro hergestellt, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um nominal 2,8 Prozent.
Mengenangaben sind für die ersten drei Quartale 2025 noch nicht verfügbar. Bei den Nudelgerichten gab es einen Zuwachs um 56,4 Prozent von 345.000 Tonnen im Jahr 2019 auf 539.000 Tonnen im Jahr 2024. Der Wert der produzierten Nudel-Fertiggerichte nahm im selben Zeitraum von 643 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro zu - nominal ein Plus von 48,9 Prozent.
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