Antrag beim Sportschiedsgericht:Europameister Ansah kämpft gegen Dopingsperre
Owen Ansah hat die von der NADA vorgeschlagene vierjährige Sperre nicht akzeptiert. Der Sprinter beantragt nun ein Disziplinarverfahren beim Deutschen Sportschiedsgericht.
Sprinter Owen Ansah betont, er habe sich zu keinem Zeitpunkt geweigert, eine Probe abzugeben.
Quelle: 26-3684311Deutschlands Top-Sprinter Owen Ansah hat bei der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) fristgerecht Einspruch gegen seine drohende Sperre von vier Jahren eingelegt. Damit geht der Fall des 200-Meter-Europameisters vor das deutsche Sportschiedsgericht (DIS).
Das Verfahren werde "prozessual nach den Vorgaben der DIS-Sportschiedsgerichtsordnung durchgeführt und ist grundsätzlich nicht-öffentlich", teilte die NADA am Freitagmorgen mit.
Dem schnellsten deutschen Sprinter Owen Ansah droht eine Vier-Jahres-Sperre. Die NADA fordert das wegen eines abgelehnten Dopingtests.
11.08.2026 | 3:17 minZu weiteren Verfahrensdetails, insbesondere zum zeitlichen Verlauf, könne die NADA "keine Aussagen treffen. Die Verfahrensgestaltung obliegt dem Schiedsgericht. Der NADA ist es aber wichtig, dass das Verfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht zügig und effektiv durchgeführt wird".
Ansah weist Vorwürfe der NADA zurück
Während die NADA Ansah vorwirft, am 9. Juli 2026 gegen Artikel 2.3 des Nationalen Anti-Doping-Codes (Weigerung oder Unterlassen, sich einer Probenahme zu unterziehen) verstoßen zu haben, weist der 25-Jährige die Vorwürfe zurück und beteuert seine Unschuld.
Ansah war nach eigenen Worten unter Zeitdruck, als ihn ein Kontrolleur zur Abgabe einer Dopingprobe aufforderte. Er gab an, kurz zuvor gerade die Toilette besucht zu haben und so schnell keine Probe abgeben zu können. Der Kontrolleur war außerhalb des von Ansah angegebenen Zeitfensters erschienen. Der Sprinter betont, er habe sich zu keinem Zeitpunkt geweigert, eine Probe abzugeben.
Sprinter Owen Ansah aus Hamburg ist als erster Deutscher die 100 m unter 10 Sekunden gelaufen. Das will er nun auch bei der WM in Tokio schaffen.
11.09.2025 | 2:10 minDer deutsche 100-Meter-Rekordler dürfte trotz des Vorwurfs weiter starten und ist nicht suspendiert. Allerdings hatte der 25-Jährige, der mit Gold über 200 Meter und Bronze über 100 Meter vor zwei Wochen bei der EM in Birmingham groß auftrumpfte, seine Saison am Donnerstag wegen einer Verletzung vorzeitig beendet.
In letzter Instanz ist der CAS zuständig
Vom Ausgang des Prozesses vor dem Sportschiedsgericht wird abhängen, ob Ansah seine Medaillen behalten darf. Theoretisch könnte sich der Fall noch über Jahre hinziehen, in letzter Instanz wäre der internationale Sportgerichtshof CAS zuständig.
Eine Zeit für die Ewigkeit: Owen Ansah ist als erster Deutscher überhaupt die 100 Meter in unter 10 Sekunden gelaufen. Die Doku begleitet ihn auf dem Weg zur Leichtathletik-WM 2025 in Tokio.
11.09.2025 | 43:25 minSport-Nachrichten
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