Formel 1 kehrt nach Afrika zurück

Rennstrecke muss noch gebaut werden:Ab Anfang der 2030er: Formel 1 kehrt nach Afrika zurück

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Die Königsklasse feiert Afrika-Comeback: In den 2030ern soll es Rennen in Ruanda geben. Seit 1993 hat auf dem Kontinent kein Formel-1-Rennen mehr stattgefunden.

Ruandas Präsident Paul Kagame bei der Ankündigung der Formel-1-Rückkehr nach Afrika.

"Heute gehört der Tag Afrika", sagt Ruandas Präsident Paul Kagame. Der erste Afrika-Grand-Prix seit 1993 wird in Ruanda Stattfinden.

Quelle: AFP | BRIGHT EMOJA

Mit einem Zehn-Jahres-Vertrag kehrt die Formel 1 nach Afrika zurück. Wie die Motorsport-Königsklasse mitteilte, soll ab Anfang der 2030er in Ruanda um WM-Punkte gerast werden. Unter der Tourismus-Kampagne "Visit Ruanda" soll es dann einen Grand Prix von Afrika geben. Letztmals machte die Formel 1 in Afrika 1993 Station. Damals hatte der Franzose Alain Prost in Kyalami, nördlich von Johannesburg, gewonnen.

"Da Ruanda ab dem nächsten Jahrzehnt in den Rennkalender aufgenommen wird, wird unser Sport auf jedem bewohnten Kontinent ausgetragen und bringt die Weltmeisterschaft den Fans rund um den Globus näher denn je", erklärte Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali.

Heute gehört der Tag Afrika.

Paul Kagame, Präsident von Ruanda

Max Verstappen jubelt nach seinem Sieg beim Formel-1-Grand-Prix von Singapur am Sonntag, dem 11. Oktober 2026.
Max Verstappen fährt während des Qualifyings für den Formel-1-Grand-Prix von Singapur auf dem Marina Bay Street Circuit in Singapur am 10. Oktober 2026 in die Boxengasse.
Max Verstappen steuert seinen Wagen vor dem britischen Ferrari-Piloten Lewis Hamilton in Singapur am Samstag, dem 10. Oktober 2026.
Formel 1: Max Verstappen in Singapur.
Formel-1-Pilot Max Verstappen siegt beim GP von Bahrain, der als Nachholrennen in Malaysia ausgetragen wird.
Formel-1-Pilot Max Verstappen bejubelt seine herausgefahrene Pole Position beim Großen Preis von Bahrain
Fernando Alonso läuft mit Sonnenbrille, Kappe und grünem Aston Martin Shirt in Richtung Kamera
Mercedes-Pilot George Russell aus Großbritannien jubelt nach seinem Sieg beim Formel-1-Grand-Prix von Aserbaidschan.
Rennfahrer in schwarzem Overall und blauem Helm grüsst die Fans
Drei Rennfahrer stehen nebeneinander. Links Ferrari Fahrer Leclerc, in der Mitte Mercedes Fahrer Russell und rechts McLaren Pilot Piastri
Rennfahrer in schwarzem Overall läuft mit gesenktem Kopf aus dem Bild
Der italienische Mercedes-Pilot Kimi Antonelli bestreitet am 13. September 2026 den Großen Preis von Spanien der Formel 1 auf der Rennstrecke von Madrid.
Andrea Kimi Antonelli am 06.09.26
Der französische Alpine-Pilot Pierre Gasly feiert seine Pole-Position in Monza, Italien, am Samstag, dem 5. September 2026.
Pierre Gasly, Fahrer mit der Startnummer 10 des BWT Alpine Formula One Teams aus Frankreich, während der Pressekonferenz beim Formel-1-Grand-Prix von Italien 2026 am 03.09.2026.
Lando Norris im McLaren während des Formel-1-Grand-Prix der Niederlande.
Der britische McLaren-Pilot Lando Norris wischt sich nach der Sicherung der Pole-Position im Qualifying in Zandvoort (Niederlande) am Samstag, dem 22. August 2026, über das Gesicht.
Formel-1-Pilot George Russell beim Grand-Prix der Niederlande am 21.08.2026 in Zandvoort.
Der britische Autorennfahrer George Russell ballt jubelnd die Faust, nachdem er beim Großen Preis der Niederlande die Sprint-Pole holt
Red-Bull-Pilot Max Verstappen holt die Pole Position für den GP von Aserbaidschan
Weltmeister Lando Norris feiert den Sieg beim GP von Ungarn mit seinem McLaren-Team.
Der deutsche Audi-Pilot Nico Hülkenberg steuert.
Der britische Autorennfahrer Lando Norris gewinnt das Qualifying beim Formel-1 Ungarn-GP
Kimi Antonelli
Der italienische Automobilrennfahrer Andrea Kimi Antonelli steigt nach dem Qualifying beim Grand Prix in Spa aus seinem Auto
Charles Leclerc jubelt nach seinem Sieg in Silverstone am 5. Juli 2026.
Der italienische Mercedes-Pilot Andrea Kimi Antonelli steuert seinen Wagen in Silverstone, England, am 4. Juli 2026.
Formel 1: Kimi Antonelli in Silverstone.
Der britische Mercedes-Pilot George Russell jubelt nach seinem Sieg beim Formel-1-Grand-Prix von Österreich auf dem Red Bull Ring in Spielberg am 28. Juni 2026.
Der britische Formel-1 Rennfahrer Lewis Hamilton holt beim Barcelona-GP seinen ersten Saisonsieg und ballt freudig seine Fäuste
Kimi Antonelli (ITA), Mercedes-AMG F1 Team W17, in Aktion beim Großen Preis von Monaco 2026 am 07.06.2026 auf dem Circuit de Monaco in Monte-Carlo.
Kimi Antonelli (Italien) jubelt.
Kimi Antonelli feiert vierten Grand-Prix-Sieg in Serie in Montréal, Kanada.
George Russell am 23.05.26
Der italienische Formel 1 Fahrer Andrea Kimi Antonelli jubelt nach seinem Sieg beim Miami GP
Lando Norris (McLaren, Großbritannien) bereitet sich vor dem Sprintrennen beim Miami Formula One Grand Prix vor.
Kimi Antonelli (Mercedes) feiert seinen Sieg beim Großen Preis von Japan auf dem Podium zusammen mit Ferrari-Pilot Charles Leclerc aus Monaco, der den dritten Platz belegte.
Das verunglückte Auto von Oliver Bearman (Haas F1) beim Großen Preis von Japan 2026 in Suzuka.
Kimi Antonelli (Italien) jubelt.
Kimi Antonelli (Italien), George Russell (Großbritannien) und Lewis Hamilton (Großbritannien) stehen.
Andrea Kimi Antonelli (Mercedes, M.) jubelt über die Pole Position neben George Russell (Mercedes, l.) und Lewis Hamilton (Ferrari) im Qualifying zum Chinese Grand Prix am 14. März 2026 auf dem Shanghai International Circuit in Shanghai, China.
Kimi Antonelli, Russell und Leclerc feiern auf dem Podium am 08.03.2026 in Melbourne, Australien.
Der britische Mercedes-Fahrer George Russell fährt während des Formel-1-Grand-Prix von Australien auf dem Albert Park Circuit in Melbourne am 8. März 2026.
Charles Leclerc mit seinem F1-Wagen auf der Albert Park Circuit in Melbourne

Verstappen siegt auch in Singapur

Max Verstappen hat erstmals in Singapur gewonnen. In seinem 250. Grand Prix setzte sich der viermalige Weltmeister vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli durch.

Quelle: Vincent Thian / AP

Katar investiert in Ruanda

Für Ruandas Präsident Paul Kagame ist ein Formel-1-Rennen ein Riesenschritt, sein Land noch stärker in den internationalen Fokus zu rücken. "Seit mehr als drei Jahrzehnten fand die weltweit führende Motorsportmeisterschaft ohne diesen Kontinent statt - das ändert sich nun mit dieser Vereinbarung", sagte Kagame.

Der Grand Prix im kleinen ostafrikanischen Land soll im Distrikt Bugesera stattfinden, südlich der Hauptstadt Kigali. Dort entsteht der neue internationale Flughafen. Qatar Airways ist 60-prozentiger Anteilseigner und auch einer der Hauptsponsoren der Formel 1. Die Rennstrecke soll Anfang der 2030er fertig sein. Sie soll im "Einklang mit der natürlichen Landschaft" stehen, wie es hieß.

Eine Panorama-Aufnahme von Singapur, in der die Stadt von Nebel durchzogen wird.

Während die Vorbereitungen für den Formel-1-Grand-Prix laufen, legt sich dichter Smog über Singapur. Zeitweise verzeichnete die Stadt sogar die weltweit schlechteste Luftqualität.

09.10.2026 | 1:11 min

"Die Rennstrecke in Bugesera wird zusammen mit dem neuen internationalen Flughafen unserem Land und unserer Region über Jahrzehnte hinweg Arbeitsplätze, Qualifikationen, Tourismus und neue Geschäftsmöglichkeiten bringen", äußerte Kagame seine Hoffnung.

Lewis Hamilton begrüßt Afrika-Rückkehr

Zu "100 Prozent" sei die Zeit reif für einen Grand Prix in Afrika, sagte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton.

Ruanda ist eines meiner liebsten Länder, in denen ich gewesen bin.

Lewis Hamilton, Formel-1-Fahrer

Ob der heute 41 Jahre alte Ferrari-Pilot die Premiere allerdings noch als Rennfahrer erlebt, ist ob seines Alters zumindest fraglich.

Weltweit bekannt wurde Ruanda durch eine Tragödie: Während des Völkermords radikaler Angehöriger der Volksgruppe der Hutu an den Tutsi und gemäßigten Hutu wurden 1994 innerhalb von 100 Tagen rund 800.000 Menschen oft brutal ermordet.

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In der europäischen Politik gilt Ruanda als sicheres Abschiebeland. Doch unter der 30-Jährigen Präsidentschaft von Paul Kagame nimmt das Land zunehmend diktatorische Züge an.

12.07.2024 | 8:14 min

Kritische Menschenrechtslage

Menschenrechtler bewerten die Lage in dem Land weiter sehr kritisch. Von willkürlichen Inhaftierungen ist die Rede. Regierungsgegner würden verfolgt, auch andere Menschen sehen sich demnach Misshandlungen ausgesetzt.

Die Formel 1 hat sich aber auch in der Vergangenheit nicht schwergetan, in autokratisch geführten Ländern zu fahren. Ein gewichtiger Faktor war stets die Bereitschaft, millionenschwere Antrittsgebühren zu bezahlen.

TV-Kameramann beim Fußballspiel

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der heute-Sendung am 13.10.2026 um 19 Uhr.
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