Rosen pflanzen im Garten:Rosen: Tipps zu Arten, Standort und Pflege
von Elmar Mai
Rosen gibt es in vielen Formen, Größen und Farben. Welche Sorten, Wuchsformen und Qualitätsmerkmale Sie beim Kauf kennen sollten und was beim Pflanzen und der Pflege wichtig ist.
Rosen sind echte Klassiker im Garten. Sie blühen üppiger, wenn Pflege und Begleiter stimmen. Welche Pflanzen harmonieren und wie Rosen gesund bleiben, erklärt Gartenexpertin Anja Koenzen.
18.06.2026 | 7:55 minKeine andere Blume hat unsere Kultur intensiver begleitet als die Rose. Sie gilt als Königin der Blumen. Im Laufe der Jahrhunderte sind unzählige Wuchsformen, Blütenformen und -farben gezüchtet worden und jedes Jahr werden es mehr. Wie will man da den Überblick behalten?
Klassifikation von Rosen
Je nach Endhöhe und Wuchsform unterscheidet man flache Bodendeckerrosen mit bodennah überhängenden Trieben, straff aufrecht wachsende Strauchrosen in verschiedenen Größenklassen, Wildrosen sowie Kletterrosen. Die Endhöhe von Zwergstrauchrosen reicht von 30 bis 80 Zentimetern bis hin zu Züchtungen, die gut zwei Meter erreichen. Wildrosen schaffen es teilweise sogar auf bis zu vier Meter und einige Kletterrosen erreichen locker die Fünf-Meter-Marke. Bei sogenannten Ramblerrosen sind fünf Meter eher die Regel als die Ausnahme.
Zu den Sonderformen zählen dann unter anderem die kleinen Topfrosen oder Hochstammrosen, bei denen auf einen kräftigen Stamm einer Wildrose entweder Bodendecker- oder Zwergstrauchrosen gepfropft sind.
Damit Rosen gesund bleiben und üppig blühen, brauchen sie die richtige Pflege. Gartenexpertin Anja Koenzen gibt wertvolle Tipps zum Schneiden, Pflanzen und zur optimalen Versorgung.
12.06.2025 | 7:30 minEine andere Klassifikation richtet sich eher nach den Blüten. Es gibt einmal blühende oder mehrfach blühende Sorten und solche mit offenen oder gefüllten Blüten. Strauchrosen bilden Blütendolden mit vielen Blüten, Edelrosen dagegen tragen je Trieb nur eine einzige Blüte.
Auch der Duft ist unterschiedlich. Er kann fehlen oder sehr intensiv sein.
Der richtige Standort für Rosen
Der Boden sollte tiefgründig und locker sein, denn Rosen sind Tiefwurzler. Der Bodenbeschaffenheit gegenüber reagieren Rosen flexibel, aber ist der Boden zu tonhaltig, neigt er zu Staunässe, während zu sandiger Boden oft zu trocken ist. Beides kann den Wuchs der Rosen beeinträchtigen. Die oberen Erdschichten sollten humusreich mit guter Krümelstruktur und guter Nährstoff-Versorgung sein.
Rosen brauchen sonnige Standorte, aber zu nahe Hauswände oder versiegelte Böden führen oft zur Überhitzung und fördern Krankheiten und Schädlinge. Rosen mögen es luftig. Das betrifft sowohl den Pflanzabstand untereinander als auch den Schnitt, der einen lockeren Pflanzenaufbau anstreben sollte. Hier gilt oft "weniger ist mehr".
Welche Pflege benötigen verschiedene Pflanzen im Garten und auf dem Balkon, um heiße Temperaturen zu überstehen? Tipps von Garten-Expertin Anja Koenzen.
28.05.2026 | 7:03 minPilzkrankheiten bei Rosen vorbeugen
Stehen Rosen zu nahe beieinander, sind sie schlecht durchlüftet. Wachsen sie zu buschig, können die Blätter nicht schnell genug abtrocknen und bekommen Pilzkrankheiten. Die Klassiker sind falscher und echter Mehltau, Sternrußtau und Rosenrost. Manche Sorten sind wahre Pilz-Magnete, andere dagegen weitgehend immun. Verdächtig sind alle Sorten, auf deren Etikett kein Hinweis auf die Blattgesundheit vermerkt ist.
Die Rosengesundheit wird von Experten der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) an mehreren Standorten in Deutschland bewertet. Rosenneuheiten, die sich unter anderem durch hohe Widerstandskraft gegenüber Krankheiten sowie durch Blühfreudigkeit, eine ansprechende Wuchsform und gute Winterhärte auszeichnen, erhalten das begehrte ADR-Gütezeichen.
Doch selbst ausgezeichnete Sorten bleiben nicht auf Dauer unangreifbar. Pilzkrankheiten entwickeln sich ständig weiter und neue Erregerstämme können die Widerstandsfähigkeit ehemals robuster Rosen schwächen. Aus diesem Grund werden ADR-Rosen fortlaufend beobachtet und ihre Auszeichnung gegebenenfalls neu bewertet.
Reporterin Sabine Platz besucht die Chelsea Flower Show in London und zeigt, was aktuell im Garten angesagt ist. Von besonderen Rosen bis zu auffälligen Gewächshäusern ist alles dabei.
27.05.2026 | 3:11 minRosen kaufen: Worauf man achten sollte
Für jeden Geschmack und jede Verwendung ist die Auswahl groß. Seriöse Händler erteilen auf dem Etikett Auskunft sowohl über die Rosengesundheit als auch die Wuchsform und zeigen ein typisches Foto. Die Anzahl der Triebe ist entscheidend für den Preis. Schüttere Billigangebote sollte man meiden.
Rosen werden im Spätherbst oder im frühen Frühjahr wurzelnackt verkauft. Das ist billiger, aber sie müssen sofort gepflanzt werden. Einfacher in der Handhabung ist da Containerware, die ganzjährig, außer in Frost- oder Hitzeperioden, gepflanzt werden kann.
Rosen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern können auch vielseitig verarbeitet werden. So lassen sich aus Rosenblüten zum Beispiel Peeling, Öl und essbare Deko herstellen.
01.07.2026 | 5:58 minRosen richtig pflegen
Eine kräftige Düngung ist im Frühjahr, eine leichte im Herbst erforderlich. Der Boden rund um die Rose sollte mit niedrigen, anspruchslosen Stauden bewachsen, aber nicht nackt sein.
Der Rückschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr (Februar), je nach Kategorie unterschiedlich. Bei Bodendeckerrosen kann man die Triebe nur schwach kürzen, Strauchrosen dagegen werden kräftig zurückgeschnitten. Bei Kletterrosen werden gelegentlich nur die ältesten Triebe entfernt.
Elmar Mai ist Garten-Experte in der ZDF-Sendung "Volle Kanne - Service täglich".
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