Hummeln schützen: Fünf Tipps für einen hummelfreundlichen Garten

Mit Blumen für Artenschutz sorgen:So wird der Garten zu einem Lebensraum für Hummeln

von Christian Ehrlich

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Hummeln gehören zu den wichtigsten Bestäubern. Doch für viele Arten mangelt es an Lebensraum. Fünf einfache Maßnahmen, um den eigenen Garten oder Balkon hummelfreundlich zu machen.

Zwei Hummeln auf einem geteilten Bild

Hummeln sind bedroht, haben aber eine wichtige Aufgabe in unserem Ökosystem. Tierschützer Christian Ehrlich erklärt, warum Hummeln so wichtig sind und wie man die Tiere unterstützen kann.

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Sie sind pelzig, friedlich und erstaunlich leistungsfähig: Hummeln gehören zu den wichtigsten Bestäubern unserer heimischen Pflanzen. Viele Obstsorten, Wildblumen und einige Gemüsepflanzen profitieren von ihrem Einsatz.

Doch zahlreiche Hummelarten stehen unter Druck. Ursachen sind unter anderem der Verlust natürlicher Lebensräume, ein Mangel an Blütenpflanzen und der Einsatz von Insektiziden.

Dabei kann jeder mithelfen, Hummeln im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu unterstützen.

Hummeln Fakten

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1. Nahrung von Frühjahr bis Herbst

Eine Hummelkönigin benötigt bereits im zeitigen Frühjahr (Februar) energiereichen Nektar, wenn sie aus dem Winterquartier erwacht, denn ohne sie kann kein Volk entstehen. Deshalb sind Blütenpflanzen über die gesamte Garten-Saison hinweg entscheidend.

Besonders beliebt sind heimische Wildpflanzen wie Geflecktes Lungenkraut, Gundermann, Natternkopf, Wiesensalbei oder Kleearten. Aber auch Gartenpflanzen wie Lavendel, Katzenminze, Löwenmäulchen oder ungefüllte Dahlien werden gerne besucht.

Wenig hilfreich sind dagegen viele Zierpflanzen mit gefüllten Blüten. Sie sehen zwar schön aus, bieten Hummeln aber oft kaum Nektar oder Pollen.

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2. Wilde Ecken zulassen

Hummeln lieben naturnahe Gärten. Wer nicht jede Ecke perfekt aufräumt, hilft vielen Insekten. Kleine Bereiche mit Wildblumen, hohem Gras, Totholz oder abgestorbenen Pflanzenstängeln fördern die Artenvielfalt und nutzen vielen Insektenarten, auch Hummeln.

Auch ein Verzicht auf Pestizide ist wichtig. Viele Insektenmittel schaden nicht nur sogenannten Schädlingen, sondern auch Hummeln und anderen Bestäubern.

Drei "Superkräfte" der Hummeln




3. Nistplätze schaffen

Die in Gärten vorkommenden heimischen Hummelarten bauen ihre Nester in der Regel nicht in Insektenhotels. Besonders Erdhummeln nutzen bevorzugt verlassene Mäusegänge oder alte Mäusenester im Boden.

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Deshalb können spezielle Hummelhäuser eine sinnvolle Unterstützung sein. Sie sollten trocken, gut belüftet und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Geeignete Standorte liegen meist halbschattig unter Hecken oder an ruhigen Gartenrändern.

Wer keine Nisthilfe bauen möchte, kann der Natur einfach etwas mehr Raum lassen. Wenn Hummeln genügend verlassene Mäusenester und andere Verstecke finden, brauchen sie keine künstlichen Nisthilfen.

4. Wasser bereitstellen

Auch Hummeln benötigen Wasser. Eine flache Schale mit Steinen, Moos oder kleinen Ästen verhindert, dass die Tiere ertrinken. Besonders an heißen Sommertagen kann eine solche Insektentränke wertvoll sein.

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5. Geduld haben

Nicht jede Nisthilfe wird sofort bezogen. Viele Hummelköniginnen bevorzugen Plätze, die bereits länger existieren und natürlich wirken. Deshalb lohnt es sich, Nisthilfen dauerhaft stehen zu lassen und jedes Jahr neues Nistmaterial einzubringen.

Mythen rund um die Hummel



Kleine Helfer mit großer Wirkung

Hummeln helfen uns mehr, als vielen Menschen bewusst ist. Sie bestäuben Wild- und Nutzpflanzen, sichern Ernten und tragen dazu bei, dass unsere Landschaften artenreich bleiben. Wer Hummeln hilft, unterstützt gleichzeitig zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 19.06.2026 ab 09:05 Uhr.

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