Wespen vertreiben im Sommer:Fünf praktische Tipps, die Wespen fernhalten
von Franziska Laßotta
Kaum liegt das Grillgut auf dem Teller, fliegen sie herbei: Wespen. An ein friedliches Essen ist dann oft nicht mehr zu denken. Fünf Tricks, um Wespen zu vertreiben.
Sommer, Sonne, Wespen: Wie Sie die Insekten auf Abstand halten - und was Sie bei der Abwehr besser vermeiden sollten.
31.07.2026 | 0:54 minTrotz ihrer Bedeutung für die Umwelt sind Wespen nicht gerade beliebt. Sie nerven beim Essen im Freien und ihre Stiche schmerzen, können für Allergiker sogar gefährlich werden. Einfach töten sollte und darf man die schwarz-gelben Insekten aber auch nicht.
Mit diesen fünf Tricks lassen sich die Tiere aus dem Garten und vom Abendessen fernhalten - ohne die geschützten Insekten zu gefährden.
1. Bestimmte Gerüche schrecken Wespen ab
Ätherische Öle riechen nicht nur angenehm, sie schützen auch vor Wespen. Bewährt haben sich zum Beispiel die Düfte Gewürznelke, Rosmarin, Zitronengras oder Teebaum. Auch Thymian oder Pfefferminz erzielen in Versuchen gute Ergebnisse.
In Innenräumen reichen ein Duftstein oder eine Duftkerze, um einen starken Geruch zu erzielen, der die Wespen draußen hält. Im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon müssen die Tropfen höher dosiert werden. Eine Duftlampe oder auch ein elektrischer Diffusor sind für draußen besonders gut geeignet. Eine selbst gemachte Variante: Schneiden Sie eine Zitrone in der Hälfte durch und stecken Nelken hinein. Diese Duftkombi mögen Wespen gar nicht.
So kann man sich vor Wespen schützen.
23.08.2025 | 2:01 minGerüche sind allerdings nicht das zuverlässigste Mittel. Manche Wespen lassen sich davon abschrecken, andere sind penetranter. Einen Versuch ist es allemal wert.
Drei Mythen über Wespen aufgeklärt
Wer glaubt, dass Pusten Wespen vertreibt, der irrt. Das Kohlendioxid im Atem gilt für sie als Warnsignal und macht sie aggressiv. Das Gleiche gilt fürs wilde Fuchteln mit den Händen. Lieber ruhig bleiben und die Wespe mit der flachen Hand langsam von sich wegschieben.
Falsch! Wespen sind von Natur aus nicht aggressiv. Der Eindruck kann entstehen, wenn sie im Sommer herauskommen und sich viel in der Nähe von Menschen aufhalten - zu viele Gerüche locken sie an. Tatsächlich stechen Wespen aber nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
Ja, eine halbierte Zwiebel auf der Einstichstelle lindert Schmerz und Schwellung. Auch elektrische Stichheiler wirken gut gegen den Juckreiz. Danach sollte regelmäßig gekühlt werden.
2. Auf das eigene Essen achten
Wespen lieben zuckrige Getränke und reifes Obst, im Frühsommer aber vor allem auch proteinhaltige Speisen wie Fleisch, Fisch und Ei. Daher gilt für alle, die die Tiere nicht anlocken wollen: die Speisen möglichst erst kurz vor dem Essen auf den Tisch stellen und auch danach schnell wieder wegräumen. Süße Getränke sollten abgedeckt und am besten durch einen Strohhalm getrunken werden.
Auch ein Ablenkungsteller kann helfen: Dafür einen Teller mit Trauben, Birne und Marmelade abseits positionieren. Dort können sich die Wespen dann frei bedienen. Dabei gilt: schon ein bis zwei Wochen vor einem geplanten Grillabend damit anfangen, die Wespen müssen den neuen Futterplatz erst akzeptieren.
Fünf praktische Tipps gegen eingebrannte Essensreste, Fett und Ruß am Grill. Wie werden Grillroste wieder richtig sauber?
07.08.2026 | 5:04 min3. Wespennest vortäuschen
Wespen leben in einer Kolonie zusammen. Fremde Tiere aus einem anderen Stamm meiden sie. Daher kann eine Nestattrappe Wespen davon abhalten, am Haus oder im Garten ein Nest zu bauen. Nestattrappen gibt es in professioneller Variante für etwa zehn Euro im Baumarkt zu kaufen - oder man bastelt selbst eine: Mit einer Papiertüte lässt sich ein Wespennest gut nachbauen. Am besten in Hausnähe oder an einen Baum im Garten hängen. Allerdings: Nicht alle Wespen bauen ihre Nester so. Diese Arten lassen sich dann auch nicht davon abschrecken.
Wer ein Wespennest entdeckt, sollte es hängen lassen! Nester dürfen nicht eigenhändig zerstört werden. Stattdessen sollte man einen Fachmann fragen. Dieser kann beurteilen, ob eine Beseitigung notwendig ist und das Nest auch umsiedeln. Über Ansprechpartner informiert die Kreis- oder Stadtverwaltung.
In Deutschland sind vor allem zwei Arten heimisch: die Deutsche und die Gemeine Wespe. Sie sind ein sehr wichtiger Teil unseres Ökosystems, denn sie helfen fleißig im Garten mit. Sie fressen andere Insekten wie Fliegen, Blattläuse und Raupen und halten sie damit in Schach. Daher werden sie vom Naturschutzbund auch als "Gesundheitspolizei" bezeichnet.
Daneben bestäuben Wespen genauso wie Bienen verschiedene Pflanzen und sichern somit eine diverse Pflanzenwelt. Aus all diesen Gründen stehen Wespen unter Naturschutz, ein Nest darf nur umgesiedelt werden, wenn die Tiere eine Gefahr darstellen. Töten ist sogar verboten.
Ein Wespenberater verrät tierfreundliche Tricks, um Wespen fernzuhalten. Im Praxis-Check zeigt sich, welche Methoden überzeugen und welches Verhalten die kleinen Tiere provoziert.
12.08.2026 | 6:06 min4. Wespen ausräuchern
Auch Rauch ist eine Möglichkeit, denn Wespen versuchen, diesen zu meiden. Räucherstäbchen können im Innenraum helfen, draußen verzieht der Rauch aber leider schnell wieder.
Hier können Sie zu Kaffee greifen: Eine feuerfeste Schale mit Kaffeebohnen oder -pulver füllen und anzünden. Der intensive Geruch und der Rauch halten Wespen für ein paar Stunden von Terrasse und Balkon fern. Allerdings können der Gestank und der Rauch auch für uns Menschen störend sein. Daher ist dies eher keine Option, wenn man sich währenddessen selbst draußen aufhalten will.
Olivenbäume, Zitruspflanzen oder Lavendel: Die typischen Farben und Gerüche prägen den Mittelmeerraum. Pflanzen-Expertin Anja Koenzen zeigt, wie sich dieses Gefühl nach Hause holen lässt.
06.08.2026 | 7:54 min5. Pflanzen halten Wespen fern
Wespen sind geruchssensibel, daher reagieren sie auf duftende Pflanzen: Lavendel, Basilikum, Oregano und Minze sind beispielsweise stark riechende Pflanzen, die bei Wespen nicht gut ankommen.
Ein Geheimtipp ist außerdem die Tomate. Die Pflanze verströmt einen intensiven Geruch, der nicht nur Wespen, sondern auch Mücken vertreibt.
Dieser Artikel wurde erstmals am 30. Mai 2024 veröffentlicht und am 9. August 2026 aktualisiert.
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