Streiks an deutschen Seehäfen: Verdi fordert acht Prozent mehr

Nach Arbeitsniederlegungen im August:Streiks an deutschen Seehäfen: Verdi will acht Prozent mehr

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Die Tarifrunde für die deutschen Seehäfen hat bislang keine Einigung gebracht. Nach Warnstreiks im August hat nun ein weiterer Ausstand begonnen.

Mitarbeiter stehen im Rahmen eines Warnstreiks am Containerterminal Burchardkai (CTB).

Im Tarifkonflikt an Deutschlands Seehäfen ruft Verdi zu Warnstreiks auf. Im Hamburger Hafen legen die Beschäftigten 48 Stunden die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft fordert 8,2 Prozent mehr Geld.

03.09.2026 | 0:25 min

In der bislang festgefahrenen Tarifrunde für tausende Beschäftigte deutscher Seehäfen hat der Warnstreik begonnen, zu dem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Hamburg, Niedersachsen und Bremen aufgerufen hat.

Im Hamburger Hafen waren die Arbeitsniederlegungen mit Beginn der Nachtschicht gestartet. Sie sollten bis Freitag andauern, wie Verdi Hamburg mitteilte. Der Landesbezirk Niedersachsen-Bremen der Gewerkschaft teilte mit, dass auch die Beschäftigten an den dortigen Standorten von Mittwochabend an erneut zu einem Warnstreik aufgerufen seien.

Streik an Seehäfen: Verdi will 8,2 Prozent mehr Lohn

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen, da die Forderungen zuletzt noch deutlich auseinander lagen. Am Dienstag hatte die Gewerkschaft mitgeteilt, dass sie ein Angebot der Arbeitgeber als nicht ausreichend abgelehnt habe. Verdi-Ko-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch erklärte:

Jetzt muss es zurück an den Verhandlungstisch gehen für ein Ergebnis, das den Interessen der Beschäftigten gerecht wird.

Sylvi Krisch, Verdi

Hamburg: Ein Plakat am Gelände des HHLA Container Terminal Burchardkai weist auf einen Streik der Gewerkschaft Verdi hin.

An sechs deutschen Seehäfen hatte Verdi im August zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Die Forderung für 11.000 Beschäftigte ist eine Erhöhung des Stundenlohns um 8,2 Prozent.

18.08.2026 | 0:24 min

Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hatte Lohnerhöhungen von 5,1 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten.

Verdi fordert hingegen eine Erhöhung der Stundenlöhne um 8,2 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Nach Gewerkschaftsangaben geht es in der Tarifrunde um rund 11.000 Beschäftigte in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven.

Erste Streiks im August

Bereits am 18. August hatten Hafenarbeiter in Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Bremen, Brake und Emden für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Dadurch wurde der Warenumschlag verlangsamt und teils sogar gestoppt.

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Quelle: AFP, dpa, ZDF
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 03.09.2026 ab 08:35 Uhr.
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