Größere Städte betroffen:Verdi bestreikt Nahverkehr in Bayern am Dienstag
Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag zu eintägigen Warnstreiks in vielen bayerischen Städten aufgerufen. Worum es geht und wo Busse und U-Bahnen nicht fahren werden.
Die Gewerkschaft Verdi hat zum Streik im ÖPNV aufgerufen. Am 14. April soll in zehn Städten in Bayern der Nahverkehr stillgelegt werden. Die S-Bahnen sollen weiterhin fahren.
11.04.2026 | 0:33 minDie Gewerkschaft Verdi ruft für Dienstag zu ganztägigen Warnstreiks im Nahverkehr mehrerer großer bayerischer Städte auf. Der Arbeitskampf soll U-Bahn, Bus und Tram in vielen größeren Städten lahmlegen. Betroffen sind laut Verdi unter anderem:
- München
- Nürnberg
- Augsburg
- Regensburg
- Fürth
- Bayreuth
- Dachau
- Passau
- Landshut
- Schweinfurt
S- und Regionalbahnen sollen hingegen regulär fahren. Auch Aschaffenburg ist vom Streik betroffen. Dort erwartet Verdi aber keine Auswirkungen für die Fahrgäste.
Notfahrplan für Städte in Bayern in Arbeit
Teilweise waren die Warnstreiks im Vorfeld bekannt: In Regensburg hatten die dortigen Stadtwerke bereits am Freitag vor den Auswirkungen gewarnt. Dort wird ein Notfahrplan eingerichtet. Ähnliches dürfte auch in den meisten anderen betroffenen Städten der Fall sein.
Im Busbereich kann erfahrungsgemäß oft ein Teilverkehr mit Fahrzeugen externer Dienstleister aufrechterhalten werden. Bei U-Bahn und Trams waren die Ausfälle zuletzt meist stärker. Pendler sollten sich vorab informieren, welche Fahrten am Dienstag tatsächlich betroffen sind.
Wegen Tarifstreitigkeiten legt das Kabinenpersonal von Lufthansa heute die Arbeit nieder. An Drehkreuzen wie Frankfurt und München fielen hunderte Flüge aus.
10.04.2026 | 1:36 minDruck vor fünfter Verhandlungsrunde
Mit der Aktion am Vortag der fünften Verhandlungsrunde für Bayern will Verdi Druck auf die Arbeitgeber machen. Inzwischen hat die Gewerkschaft ihre Forderungen ein Stück weit reduziert und will eine Erhöhung der Entgelte um 550 Euro in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Auch die Arbeitgeber hatten nach der letzten Verhandlungsrunde mitgeteilt, dass sie ihr Angebot verbessert hätten, die Forderung der Gewerkschaft aber als "realitätsfern" abgelehnt.
Man habe "großes Verständnis für den Frust der Fahrgäste" und sei sich der angespannten Situation in Anbetracht der hohen Energiepreise bewusst, heißt es von Verdi. "All diese Probleme können jedoch nur politisch gelöst und nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden."
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Zwei Streiks laufen noch
Im aktuellen Tarifkonflikt hat es bereits zahlreiche Warnstreiks gegeben. Zwei davon laufen aktuell noch: In Bayreuth und Bamberg ist der Nahverkehr noch bis zur Nacht von Samstag auf Sonntag betroffen.
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