ZDF-Politbarometer Extra: Enge Rennen bei anstehenden Wahlen

Exklusiv

ZDF-Politbarometer Extra:Kopf-an-Kopf-Rennen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

|

Gut eine Woche vor den Wahlen kämpfen laut Projektion in Berlin Linke und CDU um Platz eins, in Mecklenburg-Vorpommern AfD und SPD. Das zeigt das ZDF-Politbarometer Extra.

 Leif-Erik Holm (2.v.l) , Ministerpräsidentenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und Landesvorsitzender der Partei in Mecklenburg-Vorpommern, spricht an einem Informationsstand der Partei mit Passanten. Im Vordergrund ist ein Wahlplakat der SPD zu sehen.

In Mecklenburg-Vorpommern liefern sich AfD und SPD ein enges Rennen.

Quelle: Jens Büttner/dpa

Gut eine Woche vor den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern unterscheidet sich die politische Lage in den beiden Bundesländern deutlich. Die Favoriten in dem einen Land spielen in dem anderen Land jeweils nur eine untergeordnete Rolle.

Während in Mecklenburg-Vorpommern mit der Dominanz der amtierenden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Personenkomponente von großer Bedeutung ist, überzeugen die Spitzenkandidaten, die in Berlin möglicherweise Regierender Bürgermeister oder Regierende Bürgermeisterin werden könnten, nur wenig.

Berlin: Projektion zeigt keine Mehrheit mehr für amtierenden Senat

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, dann ergäben sich die folgenden Projektionswerte für die Parteien: Die CDU käme zurzeit auf 21 Prozent und die SPD auf zehn Prozent. Die Grünen würden 16 Prozent erreichen, die Linke 23 Prozent, die AfD 17 Prozent und das BSW drei Prozent. Die anderen Parteien erhielten zusammen zehn Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde.

Projektion Berlin: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Abgeordnetenhauswahl wäre ...
Berlin: |Wen hätten Sie am liebsten als Regierende/n Bürgermeister/in?
Berlin: |Meine Wahlentscheidung ist sicher …
Berlin: Wichtiger für meine Wahlentscheidung ist die Politik …
Berlin: Was halten Sie von …
Berlin: |Bewertung von Senat und Opposition
Wichtigste Probleme in Berlin
Berlin: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Berlin: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Berlin: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Berlin: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Berlin: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Berlin: |Bewertung von Koalitionsmodellen
Berlin: |Wenn die AfD nach der Wahl am Senat beteiligt wäre, fände ich das  …

Damit hätte der amtierende Senat aus CDU und SPD keine Mehrheit. Von den am ehesten realistischen Koalitionen hätte sowohl ein Senat aus Linke, Grünen und SPD eine Mehrheit als auch einer aus CDU, Grünen und SPD.

Diese Projektionswerte geben lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Neben den zu berücksichtigenden statistischen Fehlerbereichen von Umfragen kann es bis zum Wahlsonntag durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge der verschiedenen Parteien noch zu Veränderungen kommen.

Berlin: 28 Prozent noch nicht sicher bei Wahlentscheidung

Aufgrund dieser Faktoren ist es auch keineswegs sicher, welche Partei am Schluss die Nase vorne haben wird. Zudem wissen zurzeit 28 Prozent der Befragten noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Bei der letzten Abgeordnetenhauswahl 2023 kam die CDU auf 28,2 Prozent, die SPD auf 18,4 Prozent, die Grünen auf 18,4 Prozent, die Linke auf 12,2 Prozent, die AfD auf 9,1 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 13,7 Prozent.

Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin

Die Berlinerinnen und Berliner wählen am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus. ZDF-Reporter Roman Leskovar blickt auf den Wahlkampf der Oppositionsparteien.

10.09.2026 | 2:31 min

Berlin: Wenig Rückhalt für Spitzenkandidaten

Selten hatten die Kandidaten, die Chancen auf das Amt des Regierenden Bürgermeisters haben, so wenig Rückhalt: Den Spitzenkandidaten der CDU, Stefan Evers, wünschen sich 25 Prozent, neun Prozent präferieren Werner Graf (Grüne) und 23 Prozent sind für Elif Eralp von den Linken. 18 Prozent wollen keinen von den dreien und 25 Prozent kennen diese nicht genug, um ein Urteil abzugeben bzw. sagen "weiß nicht".

Ähnlich diffus sieht es bei der Frage nach einer präferierten Koalition für den Senat aus: Hier bekommt eine mögliche Regierung aus Linke, SPD und Grüne noch die meiste Zustimmung (37 Prozent), aber auch diese wird von 55 Prozent als eher schlecht bezeichnet (egal/weiß nicht: acht Prozent). Ein Bündnis aus CDU, SPD und Grüne fänden 22 Prozent gut, 64 Prozent lehnten es ab (egal/weiß nicht: 14 Prozent).

Wahlkampf in Berlin

Die Berlinerinnen und Berliner wählen am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus. ZDF-Reporterin Stephanie Gargosch blickt auf den Wahlkampf der Regierungsparteien.

10.09.2026 | 2:29 min

Mecklenburg-Vorpommern: Enges Rennen zwischen AfD und SPD

Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist noch nicht klar, wer am Schluss stärkste Partei werden wird. Aktuell ergäben sich die folgenden Projektionswerte: Die SPD käme auf 34 Prozent und die AfD auf 37 Prozent. Die CDU würde sieben Prozent erreichen, die Linke zehn Prozent, die Grünen lägen bei fünf Prozent, das BSW bei vier Prozent und für die anderen Parteien ergäben sich zusammen drei Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde.

Projektion Mecklenburg-Vorpommern: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Landtagswahl wäre …
Mecklenburg-Vorpommern: |Wen hätten Sie lieber als Ministerpräsident/in?
Mecklenburg-Vorpommern: |Meine Wahlentscheidung ist sicher …
Mecklenburg-Vorpommern: Wichtiger für meine Wahlentscheidung ist die Politik …
Mecklenburg-Vorpommern: Was halten Sie von …
Mecklenburg-Vorpommern: |Bewertung von Landesregierung und Opposition
Wichtigste Probleme in Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Mecklenburg-Vorpommern: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Mecklenburg-Vorpommern: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Mecklenburg-Vorpommern: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Mecklenburg-Vorpommern: |Kompetenzen der Parteien im Bereich …
Mecklenburg-Vorpommern: |Bewertung von Koalitionsmodellen

Damit hätte aktuell die amtierende Regierung aus SPD und Linke keine parlamentarische Mehrheit mehr. Wie oben stellen diese Projektionswerte keine Prognose für den Wahlausgang dar. Dies gilt nicht nur für die Frage, wer stärkste Partei wird, sondern insbesondere auch für die Frage, ob die kleinen Parteien die Fünf-Prozent-Grenze überspringen.

"Zusammen bewegen" ruft zu Kundgebungen auf

Bald ist Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. In ländlichen Gebieten ist die AfD besonders stark - sozialer Hintergrund beeinflusst die Wahlentscheidung maßgeblich.

09.09.2026 | 2:42 min

Mecklenburg-Vorpommern: Jeder Vierte noch nicht sicher bei Wahlentscheidung

In Mecklenburg-Vorpommern wissen zurzeit 25 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen. Bei der letzten Landtagswahl 2021 erreichte die SPD 39,6 Prozent, die AfD 16,7 Prozent, die CDU 13,3 Prozent, die Linke 9,9 Prozent, die Grünen 6,3 Prozent und die anderen Parteien zusammen 14,2 Prozent.

Man sieht Ministerpräsidentin Schwesig im Interview

In zehn Tagen findet die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Wirtschaft ist eines der drängendsten Probleme im Nordosten.

10.09.2026 | 2:01 min

Mecklenburg-Vorpommern: Mehrheit wünscht sich Schwesig als Ministerpräsidentin

In Mecklenburg-Vorpommern dominiert die Amtsinhaberin: Im direkten Vergleich mit ihrem Herausforderer Leif-Erik Holm von der AfD, den nur 28 Prozent zukünftig als Ministerpräsident wollen, spricht sich eine deutliche Mehrheit von 61 Prozent für Manuela Schwesig (SPD) aus (keinen: fünf Prozent; kennen nicht/weiß nicht: sechs Prozent).

Auch wenn es aktuell nicht für eine Regierung von SPD und Linke reichen würde, ist das von allen realistischen Koalitionsmodellen das einzige, das mit 46 Prozent mehr Befürworter findet als Gegner (41 Prozent; egal/weiß nicht: 13 Prozent).

Die Umfragen zu diesem Politbarometer Extra wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 7. bis 10.9.2026 unter 1.100 bzw. 1.053 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in den beiden Bundesländern telefonisch und online erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste Politbarometer-Extra zu diesen beiden Wahlen sendet das ZDF am Donnerstag, den 17.9.2026 im heute-journal. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de.


Über dieses Thema berichtet heute in Deutschland am 11.09.2026 ab 14 Uhr.

Mehr aktuelle Nachrichten aus Deutschland

  1.  Leif-Erik Holm (2.v.l) , Ministerpräsidentenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und Landesvorsitzender der Partei in Mecklenburg-Vorpommern, spricht an einem Informationsstand der Partei mit Passanten. Im Vordergrund ist ein Wahlplakat der SPD zu sehen.
    Exklusiv

    ZDF-Politbarometer Extra:Kopf-an-Kopf-Rennen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

    mit Video2:31

  2. Markus Lanz, Felix Banaszak

    Grünen Co-Chef Banaszak bei "Lanz":Ein grünes Lob nach Merz' Wut-Rede

    von Felix Rappsilber
    mit Video61:18

  3. Armin Laschet bei Maybrit Illner am 10. September 2026

    CDU-Politiker bei "Illner":Laschet stützt Merz - und rügt die CDU-Ministerpräsidenten

    von Torben Schröder
    mit Video61:58

  4. Rote Balkone an einem mehrstöckigen Wohnhaus.
    Interview

    Haus & Grund Hamburg zu Mietrecht:Vermieter-Bund hält von "möblierter Vermietung gar nichts"

    mit Video1:28