Luxus Klimaschutz? - Hannes Jaenicke: "Ist teurer, nichts zu tun"

Klima-Debatte in "Keine Talkshow":Aktivist Hannes Jaenicke: "Es ist teurer, nichts zu tun"

von Torben Schröder

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Wie lässt sich Klimaschutz gerecht gestalten? Hannes Jaenicke und Jan Fleischhauer diskutieren in "Keine Talkshow" über soziale Folgen des Klimawandels und politische Lösungen.

Jan Fleischhauer und Hannes Jaenicke sitzen nebeneinander auf gelben Flugzeugsitzen vor einer grauen Studiowand. Fleischhauer trägt ein blaues Sakko und eine graue Hose, Jaenicke ein graues Hemd, Jeans und schwarze Sportschuhe. An der Wand sind zwei nachgebildete Flugzeugfenster mit Wolken und einem Flugzeugflügel zu sehen. Rechts steht ein Servierwagen mit einer Flasche im Kühler und mehreren Gläsern.

Jan Fleischhauer und Hannes Jaenicke sind unterschiedlicher Meinung dazu, wer sich Klimaschutz leisten kann.

15.10.2026 | 33:35 min

Über diese Nachricht dürfte sich Hannes Jaenicke freuen: Die Bundesregierung hat offenbar einen Kompromiss zur Einführung der Zuckersteuer gefunden. Es ist eines der Instrumente, die der Schauspieler und Umweltaktivist in der ZDF-Sendung "Keine Talkshow" vorschlägt, um sich gegen den Klimawandel zu stemmen.

"Mein Eindruck ist: Klimaschutz muss man sich leisten können", sagt Gastgeber Jan Fleischhauer. Beispielsweise beim Urlaub.

Für die, die es nicht so dicke haben, wird das Leben härter.

Jan Fleischhauer

Klimaschutz erforderlich - aber wie?

Die beiden Diskussionspartner nehmen im thematisch gestalteten Raum auf Flugzeugsitzen Platz. Es braucht, findet Jaenicke, nicht zwingend den Flieger für einen schönen Urlaub. "Und wenn du fliegst, mach einen Ausgleich."

Flugzeug hinterlässt Kondensstreifen am Himmel.

Ab in den Urlaub - und oft fliegt das schlechte Klimagewissen mit. Gleichen Kompensationen für den Treibhausgasausstoß einen Flug wirklich aus?

05.05.2025 | 6:53 min

Früh in der Sendung betonen beide, sich bei einem Punkt einig zu sein: Ja, es muss etwas gegen die Klimakrise getan werden. Aber was? "Wo meine Zweifel ansetzen: Die Kosten sind ungleich verteilt", sagt Fleischhauer. Und verweist auf die in Deutschland außerordentlich hohen Energiepreise. Jaenicke betont:

Wir hängen immer noch am fossilen Tropf.

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Klimaa-Aktivist



Nach billigem Öl und Gas greifend, habe das Land die Energiewende verschlafen.

Jaenicke: Hitzetage teurer als Umweltschutz

Es geht hinüber auf zwei Gartenstühle neben einem Solarmodul. "Warum muss der arme Kerl, der in einer Mietwohnung sitzt und vom Eigenheim nur träumen kann, mir eigentlich meine Solaranlage querfinanzieren?", fragt Fleischhauer. Später folgt dasselbe Argument bezüglich E-Autos. "Diese ganze Subventionitis halte ich für den total falschen Weg." Vernünftige Alternativen würden sich am Markt durchsetzen.

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Hitzetage, hält Jaenicke dem entgegen, sind viel teurer als Umweltschutz. Solarmodule könne man auch am Balkon seiner Mietwohnung montieren, und E-Autos - der Schauspieler nennt asiatische Hersteller - würden immer günstiger. "Es ist teurer, nichts zu tun", sagt Jaenicke. Und begrüßt, dass der stark gestiegene Spritpreis die Nachfrage nach E-Autos ankurble. Jetzt müsse der Strom nur noch von Wind und Sonne kommen.

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Einig sind sich beide, dass es jedenfalls keine Lösung ist, auf Klimaanlagen in Intensivstationen, Altersheimen oder Bildungseinrichtungen zu verzichten. Wie man an den Strom dafür komme, zeigt, so Jaenicke, das Beispiel Dänemark, wo die Energiewende längst vollzogen und Energie viel günstiger sei. Zudem bringe die Entwicklung umweltfreundlicher Technik viele Arbeitsplätze.

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Nachhaltigkeit als Pflichtfach, Umweltschutz ins Grundgesetz?

Fleischhauer äußert Zweifel, ob eine solche Transformation auch in einem großen Industrieland gelinge. Und verweist immer wieder auf die soziale Ungleichheit, die durch Preissteigerungen entstehe. Für Jaenicke ist es "nun wirklich die Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass wir eine Umverteilung kriegen von oben nach unten".

Der persönliche Einsatz für das Klima ist, wenn man Fleischhauer folgt, das Eine; für Jaenickes Stiftung kündigt er eine Spende an. Aber es brauche auch politische Mehrheiten. Von der Klimabewegung höre man nur noch wenig. Jaenicke vermisst konstruktive Vorschläge. Und listet selbst welche auf.

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Der Schauspieler plädiert für niedrigere Abgaben auf Produkte, deren Erzeugung CO2 spart, für Nachhaltigkeit und Ernährung ab der ersten Klasse als Pflichtfächer, für Umweltschutz im Grundgesetz, für Zucker- und Fleischsteuer.

Ich glaube tatsächlich, dass der Geldbeutel eine relativ scharfe Waffe ist, um die Umwelt zu schonen.

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Klima-Aktivist

Fleischhauer: "Und da fängt das Problem an."

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Die neue Folge von "Keine Talkshow - Klimaschutz: Luxus für Reiche?" mit Jan Fleischhauer und Hannes Jaenicke ist online am 15. Oktober 2026 ab 10 Uhr im ZDF-Streaming-Portal und ab 00.45 Uhr im TV zu sehen.

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  2. Jan Fleischhauer und Nyke Sławik sitzen auf hohen Hockern vor einer grauen Studiokulisse, die mit Regenbogenfarben und verschiedenen dekorativen Elementen gestaltet ist. Zu sehen sind unter anderem Ballons, kleine Regenbogenflaggen, eine leuchtende Dekoration sowie ein großes Regenbogenobjekt im Hintergrund. Beide blicken in die Kamera. Jan Fleischhauer trägt einen dunklen Anzug mit hellem Hemd, Nyke Sławik ein dunkles Oberteil mit Jeans und Sneakers. Die Szene wirkt wie ein thematisch inszeniertes Studio-Setting.

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  3. Das Bild zeigt den CDU-Politiker Christoph Ploß und Jan Fleischhauer in einer stilisierten Raumkulisse mit grauer Betonwand. Beide stehen nebeneinander vor einer kleinen Küchenzeile und einem auffällig rot bemalten Kühlschrank. Hinter ihnen hängt ein großformatiges Porträt von Friedrich Merz in einem rot gestalteten Rahmen.

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