Ukraine-Plan: Putin erwartet US-Gesandten Witkoff in Moskau

US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges:Ukraine-Plan: Putin erwartet US-Gesandten Witkoff in Moskau

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Am Wochenende hatte der US-Sondergesandte Witkoff den ukrainischen Chefunterhändler Umerow getroffen, nun folgt Putin: In Moskau soll es um die Beendigung des Krieges gehen.

Dieses von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik über AP zur Verfügung gestellte Foto zeigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin (3.v.r), den außenpolitischen Berater des russischen Präsidenten Juri Uschakow (4.v.r) und der Geschäftsführer des Russischen Direktinvestitionsfonds, der Sonderbeauftragte des Präsidenten für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, Kirill Dmitriev (r) bei einem Gespräch mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff (2.v.l) und Jared Kushner (3.v.l), Schwiegersohn von US-Präsident Trump, im Senatspalast des Kremls in der russischen Hauptstadt.

Im Kreml verhandelt eine US-Delegation mit Putin über ein mögliches Ende des Angriffskriegs. Der Plan war auf Drängen der Ukraine und der Europäer nochmal überarbeitet worden.

02.12.2025 | 1:46 min

Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wollen in Moskau den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Gesprächen über den Vorschlag der US-Regierung zur Beendigung des Krieges in der Ukraine treffen. Trumps Regierung zeigte sich nach Angaben von Sprecherin Karoline Leavitt im Vorfeld "sehr optimistisch".

Armin Coerper im Schaltgespräch mit der heute

Eine US-Delegation verhandelt in Moskau mit Putin über ein mögliches Ende des Angriffskriegs auf die Ukraine. ZDF-Korrespondent Armin Coerper berichtet.

02.12.2025 | 1:10 min

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zufolge ist das Treffen zwischen Witkoff und Putin für den Nachmittag angesetzt. Leavitt sagte am Montag, Trump und sein Team hätten viel Arbeit in die Vermittlungsbemühungen gesteckt "und sie wollen alle wirklich, dass dieser Krieg zu Ende geht".

US-"Friedensplan": Ukraine berichtet von "Fortschritten"

Grundlage der Verhandlungen war der vor anderthalb Wochen vorgestellte US-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Dieser war in seiner ursprünglichen Fassung weithin als äußerst vorteilhaft für Russland beurteilt worden. Später wurde er dann bei Gesprächen in Genf unter Beteiligung europäischer Vertreter zugunsten der Ukraine überarbeitet.

Armin Coerper

Die Gespräche für eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gehen in eine neue Phase. "Putin ist jetzt am Verhandlungstisch", so ZDF-Korrespondent Armin Coerper.

01.12.2025 | 2:39 min

Am Wochenende berieten Witkoff und der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow im US-Bundesstaat Florida über den US-Plan. Umerow sprach von "bedeutenden Fortschritten", auch wenn bei "schwierigen" Themen noch weitere Arbeit nötig sei.

Selenskyj: Russland darf nicht belohnt werden

Indes wurde der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in Paris von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfangen. Russland dürfe am Ende nicht den Eindruck bekommen, "für den Krieg belohnt zu werden", sagte Selenskyj. Er warf Kreml-Chef Putin vor, die Angriffe auf die Ukraine zu verstärken, um die ukrainische Bevölkerung durch psychologischen und physischen Druck "zu brechen".

Der Angreifer muss für seine Aggression bezahlen.

Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident

Macron empfängt Selenskyj im Élysée-Palast

Die EU-Verteidigungsminister beraten über den Krieg in der Ukraine, in Florida sprechen Amerikaner und Ukrainer. US-Sondergesandter Witkoff will in Moskau mit Putin reden.

01.12.2025 | 1:50 min

Wie der französische Präsidentenpalast mitteilte, telefonierten Macron und Selenskyj auch mit Witkoff und Umerow in Florida. Macron bekräftigte die Forderung nach einer europäischen Beteiligung an den Verhandlungen über einen Ukraine-Plan.

Ein solcher Plan kann nur beschlossen werden, wenn die Europäer mit am Tisch sitzen.

Emmanuel Macron, Frankreichs Präsident

Fahnen der EU-Mitgliedstaaten vor dem Europäischen Parlament in Brüssel

Beim Treffen der Außen- und Verteidigungsminister geht es neben der Ukraine und dem Friedensplan auch um eine eigenständige Verteidigung für Europa.

01.12.2025 | 3:17 min

Russland erklärt Einnahme von Pokrowsk

Auf dem Schlachtfeld steht die Ukraine derweil unter großem Druck. Der Kreml erklärte am Montag, die russische Armee habe die strategisch wichtige Stadt Pokrowsk im Osten der Ukraine erobert und zudem die Stadt Wowtschansk unter ihre Kontrolle gebracht.

Pokrowsk ist seit Monaten heftig umkämpft. Die Stadt in der Industrieregion Donezk, in der vor dem Krieg rund 60.000 Menschen lebten, hat vor allem strategische Bedeutung: In Pokrowsk kreuzen sich mehrere Straßen und Bahnstrecken, die Bergbaustadt war für die logistische Versorgung der ukrainische Armee daher von entscheidender Bedeutung. Die Ukraine hat die russischen Angaben bislang nicht bestätigt.

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.
Rettungskräfte räumen am 21.11.2025 die Trümmer eines Wohnhauses in Ternopil weg, das bei einem russischen Angriff schwer beschädigt wurde.
Liveblog
Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 02.12.2026 ab 5:30 Uhr und ZDFheute Xpress um 9:00 Uhr.

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