Russland stoppt zeitweise Flugbetrieb nach Drohnenangriffen

Flugbetrieb eingeschränkt:Wieder Drohnenangriff auf Moskau

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Die Ukraine greift die russische Hauptstadt Moskau erneut mit Drohnen an. Viele Flughäfen im ganzen Land stellen vorübergehend den Betrieb ein.

Ein durch Drohnenangriff beschädigtes Wohnhaus im Süden von Moskau, aufgenommen am 06.05.2025

In Russland haben in der Nacht zum Dienstag über ein Dutzend Flughäfen wegen Drohnenangriffen den Betrieb vorübergehend eingestellt.

Quelle: Yevgeny Messman/TASS via ZUMA Press/dpa

Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge ihre Drohnenangriffe auf Moskau fortgesetzt. Die russische Luftabwehr habe einen Schwarm ukrainischer Drohnen abgefangen, teilten örtliche Behörden am Dienstag mit. Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach von mindestens 19 Drohnen.

An den Flughäfen der Hauptstadt und in weiteren Regionen Russlands war der Betrieb in der Nacht mehrere Stunden ausgesetzt worden, teilte die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mit. Insgesamt seien 105 ukrainische Drohnen über elf russischen Gebieten abgeschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Zahlreiche ukrainische Drohnen abgefangen

Der Moskauer Bürgermeister Sobjanin erklärte, Drohnentrümmer seien auf eine Hauptstraße im Süden der Stadt gestürzt, sonst habe es in Moskau "keine Schäden oder Opfer" gegeben. Es war der zweite nächtliche Drohnenangriff auf Moskau in Folge. Berichte über Verletzte oder Tote gab es nicht. Offenbar wurde ein Wohnblock getroffen, Fenster gingen zu Bruch, wie auf drei Telegram-Kanälen mit Verbindungen zu russischen Sicherheitsdiensten berichtet wurde.

Seit Kriegsbeginn vor mehr als drei Jahren hat die Ukraine mehrere Drohnenangriffe auf Moskau gestartet. Bei dem schwersten im März kamen drei Menschen ums Leben.

Vor angekündigter Feuerpause gehen Kämpfe weiter

In der Ukraine wiederum wurde bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Odessa ein Mensch getötet, wie der Gouverneur Oleh Kiper am Montagabend mitteilte. Russland habe zivile Infrastruktur angegriffen. Bei einem massiven Drohnenangriff auf die Stadt Charkiw wurden nach Angaben des Bürgermeisters Ihor Terechow zwei Menschen verletzt.

Wenige Tage vor einer vom Kreml angeordneten dreitägigen Waffenruhe gehen in der Ukraine die schweren Kämpfe weiter. Der Kiewer Generalstab teilte am Morgen bei Facebook mit, dass es im Laufe des vergangenen Tages 200 Gefechte gegeben habe. Vor allem der Bereich um die Kleinstadt Pokrowsk im Gebiet Donezk war demnach stark umkämpft.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte eine dreitägige Feuerpause vom 8. bis 10. Mai angekündigt. In dieser Zeit gedenkt Russland des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland. Das Ende des Zweiten Weltkriegs jährt sich in diesem Jahr zum 80. Mal. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine dreitägige Feuerpause als sinnlos bezeichnet und eine bedingungslose Waffenruhe für 30 Tage vorgeschlagen.

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