"Zusammengeschusterte Provokation":Sprengstoff-Drohne: Russland beschuldigt die Ukraine
Nach dem Drohnen-Fund am Flughafen Leipzig spricht die russische Botschaft von einer "hastig zusammengeschusterten Provokation". Sie macht Kiew für den Vorfall verantwortlich.
Nach dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig-Halle hat der Nationale Sicherheitsrat getagt. Diskutiert wird, wie man sich besser gegen Drohnenangriffe schützen kann.
07.08.2026 | 2:28 minNach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle hat Russlands Botschaft in Berlin den Fall als eine gegen Moskau gerichtete "Provokation" bezeichnet.
Es ist offensichtlich, dass diese hastig zusammengeschusterte Provokation ausschließlich den Zielen Kiews und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse dient.
Russische Botschaft auf Telegram
Zugleich warnte die Botschaft vor einer "neuen Welle antirussischer Hysterie in Deutschland".
Demnach sieht die Botschaft hinter dem hybriden Angriff die Ukraine, der es an Waffen fehle. Die Ukraine und die Regierungen in Europa bräuchten Argumente, um weiter "unbegrenzte finanzielle Mittel in die Hände eines korrupten Regimes fließen" zu lassen, hieß es in der Stellungnahme weiter mit Blick auf den Drohnen-Vorfall.
Die deutschen Flughäfen seien nicht ausreichend geschützt, so Sicherheits-Expertin Ulrike Franke. Der Vorfall in Leipzig zeige, dass die Drohnenabwehr optimiert werden muss.
07.08.2026 | 4:17 minRussische Botschaft: Gibt keine Hybridangriffe Moskaus
Der Fall der von einem Busfahrer entdeckten Drohne mit einem nicht intakten Zünder werde als hybrider Angriff präsentiert, um Stimmung gegen Moskau in den Medien zu schüren, kritisierte die russische Botschaft. Wie in früheren Fällen würden keine Beweise vorgelegt. Schon jetzt gebe es aber Politiker, die von einem kriegsauslösenden Akt gegen Deutschland und die Nato und von der Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen seitens Berlins sprächen.
"Wir möchten hinzufügen, dass die größte Gefahr für Deutschland heute nicht in den vielbeschworenen 'Hybridangriffen' Moskaus liegt - die es gar nicht gibt -, sondern von den Politikern ausgeht, die mit Begeisterung Szenarien für einen baldigen Krieg gegen Russland ausarbeiten und den deutschen Bürgern vorschlagen, daran teilzunehmen", teilte die Botschaft weiter mit.
Es sei hier eine "heftige Lücke zutage getreten" und die Lernkurve, die daraus folgt, müsse "wahnsinnig steil sein", so Sebastian Fiedler (SPD), innenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion mit Blick auf den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle.
07.08.2026 | 6:39 minBundesanwaltschaft ermittelt wegen Drohne in Leipzig
Bundesinnenminister Alexander Dobrind (CSU) hatte lediglich von einem "hybriden" Angriff "fremder Mächte" gesprochen. Andere Politiker und Experten sehen hingegen die Hand Moskaus in dem Vorfall.
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Am Flughafen Leipzig/Halle war am späten Dienstagabend in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne von einem Flughafenmitarbeiter entdeckt und zum Absturz gebracht worden. Weil die Landebahn gesperrt war, musste ein anfliegendes Frachtflugzeug durchstarten und kollidierte dabei mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.
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