Vor Wirtschaftsgipfel:Ukraine greift Ziele in St. Petersburg mit Drohnen an
Mitten in den Vorbereitungen zum Wirtschaftsforum hat die Ukraine St. Petersburg mit Drohnen angegriffen. Zu dem Treffen erwartet Putin Teilnehmer aus zahlreichen Ländern.
Die Ukraine hat mehrere russische Regionen mit Drohnen angegriffen, darunter St. Petersburg. Heute beginnt dort ein Wirtschaftsforum mit Besuchern aus 130 Ländern.
03.06.2026 | 0:28 minKurz vor der Eröffnung des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg hat die Ukraine Ziele in der russischen Metropole beschossen. In mehreren Bezirken seien Menschen verletzt worden und Schäden entstanden, teilte der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglow, am Mittwoch mit. Der größte Flughafen von St. Petersburg stellte aufgrund der Angriffe für mehrere Stunden seinen Betrieb ein.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die ukrainischen Streitkräfte hätten das Ölterminal in St. Petersburg angegriffen. Der ukrainische Präsident bezeichnete die Einschläge als "gutes Resultat" der gemeinsamen Arbeit von Drohneneinheiten verschiedener Truppengattungen und Geheimdienste. Getroffen worden sei neben dem Ölterminal auch ein rein militärisches Ziel im Stadtbezirk Kronstadt, wo die russische Kriegsflotte ihren Stützpunkt in der Ostsee hat.
Laut Bundesnachrichtendienst versucht Russland die Kosten seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu verschleiern. Wirtschaft und Staatshaushalt gehe es schlechter als offiziell dargestellt.
04.03.2026 | 0:38 minSelenskyj: Auch Rüstungsfabrik angegriffen
Bei dem ukrainischen Angriff wurde Selenskyj zufolge auch eine Rüstungsfabrik in der zentralrussischen Oblast Tambow beschossen. In der dortigen Stadt Mitschurinsk seien unter anderem Nebengebäude eines Industriebetriebes, ein Wohnhaus und eine Bibliothek beschädigt worden, teilte der Gouverneur von Tambow, Jewgeni Perwyschow, mit. Verletzte gebe es nicht.
Am Vortag hatte Russland die Ukraine massiv angegriffen. Ziele waren vor allem die Hauptstadt Kiew und weitere Großstädte. Mindestens 22 Menschen wurden dabei nach ukrainischen Angaben getötet, mehr als hundert verletzt. Allein in Dnipro im Südosten der Ukraine seien 16 Menschen getötet worden, hieß es am Dienstagabend.
Bei massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Landesteile gab es in der Nacht zum Dienstag zahlreiche Tote und Verletzte.
02.06.2026 | 2:19 minForum soll russische Wirtschaft antreiben
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zu dem auch als "russisches Davos" bezeichneten Wirtschaftsforum zahlreiche internationale Gäste in seine Heimatstadt eingeladen. Bis Samstag werden insgesamt rund 20.000 Besucher aus 130 Ländern erwartet.
Es sollen ausländische Investoren angelockt werden, um die durch den Krieg gebeutelte russische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. In einem streng bewachten Konferenzzentrum werden sie mit russischen Milliardären und einigen ehemaligen Geheimdienstoffizieren zusammentreffen und diskutieren. Die Themen reichen von Opec+ bis hin zum Einsatz von KI in Informationskriegen.
In Russland wächst der Unmut: Die Wirtschaft schwächelt, der Krieg gegen die Ukraine zieht sich hin.
07.05.2026 | 41:45 minEnergieversorgung und Zukunft der Opec+
Auch Besucher aus den USA werden seit Jahren erstmals wieder an dem Forum teilnehmen, das der Westen seit Beginn des groß angelegten russischen Angriffskrieges gemieden hat.
Zu den prominentesten Gästen in diesem Jahr zählen auch Vertreter Saudi-Arabiens. Unter ihnen ist Energieminister Prinz Abdulasis bin Salman, der mit dem russischen Vize-Regierungschef für Energiefragen, Alexander Nowak, und Opec-Generalsekretär Haitham Al Ghais über die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf die Energieversorgung und die Zukunft der Opec+ sprechen wird.
Die Ölallianz Opec+ erhöht ihre Fördermenge: Die erdölexportierenden Länder, darunter Russland, wollen nach dem Austritt der VAE ab Juni täglich 188.000 Barrel Öl zusätzlich fördern.
03.05.2026 | 0:25 minAfD-Abgeordnete und deutsche Unternehmer nehmen teil
Aus Deutschland reisen zwei Bundestagsabgeordnete der in Teilen als rechtsextrem eingestuften AfD nach St. Petersburg, Markus Frohnmaier und Steffen Kotré. Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion sagte, es sei sinnvoll, Kontakte mit allen Seiten zu pflegen sowie Gesprächskanäle offenzuhalten.
Auch deutsche Unternehmer sind dabei, was in Berlin auf Kritik stieß. Seine Teilnahme hatte etwa der deutsche Einzelhandelsmilliardär Thomas Bruch zugesagt. Er ist Eigentümer von Hyperglobus, der russischen Tochter des saarländischen Unternehmens Globus Holding. Dem Unternehmen zufolge soll es in St. Petersburg um deutsche Investitionen gehen. Deutschland war einst Russlands größter Handelspartner.
Thomas Bruch nimmt in seiner Funktion als Aktionär russischer Hypermarktketten am Wirtschaftsforum in St. Petersburg teil.
Globus Holding
Globus Holding erklärt weiter: "Sein Besuch dient der Pflege von Geschäftskontakten und dem Austausch mit Vertretern der Wirtschaft und verschiedener Institutionen." Die Globus Holding erklärte, dass sie sich ausschließlich auf ihr Geschäft in Deutschland und Tschechien konzentriere und ihre gesamte Beteiligung an den russischen Lebensmittelmärkten veräußert habe.
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