Angebliche Drohnenattacke:Trump: Kein Beleg für Ukraine-Angriff auf Putins Residenz
US-Präsident Trump dementiert russische Vorwürfe: Die Ukraine habe Putins Residenz nicht angegriffen, US-Geheimdienste sähen keinen Beleg für die Kreml-Darstellung.
Donald Trump glaubt nun nicht mehr, dass die Ukraine eine Residenz von Putin angegriffen hat. Bei den Anschuldigungen Moskaus handele es sich um Versuche, die Friedensprozesse zu untergraben.
06.01.2026 | 0:26 minDie Ukraine hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bei einem Drohnenangriff in der vergangenen Woche nicht die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Visier genommen - entgegen der Behauptungen des Kremls.
Ich glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden hat.
Donald Trump, US-Präsident
Der Präsident bezog sich auf eine Auswertung der US-Sicherheitsbehörden. Europäische Vertreter hatten argumentiert, die russische Behauptung sei nur ein Versuch Moskaus, den Friedensprozess zu untergraben.
Die russische Seite habe bislang keine Beweise vorgelegt, sagt Felix Klauser zu den Vorwürfen Russlands, die Ukraine habe Putins Residenz angegriffen. Selenskyj wirft Russland eine Lüge vor.
30.12.2025 | 2:45 min"Etwas" sei in der Nähe von Putins Residenz passiert, sagte Trump am Sonntag. Die Residenz des russischen Präsidenten sei jedoch nicht Ziel eines Angriffs gewesen. "Wir glauben nicht daran, nachdem wir es überprüft haben."
Moskau: Kiew hat Waldai-Residenz mit Drohnen angegriffen
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Ukraine habe eine Welle von Drohnen auf Putins Staatsresidenz in der Region Nowgorod gestartet. Diese seien alle abgefangen worden. Lawrow kritisierte, Kiew habe einen Angriff ausgerechnet zu einem Zeitpunkt intensiver Verhandlungen zur Beendigung des Krieges gestartet.
Quelle: ZDF
Einen Tag zuvor war der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Florida gereist, um mit Trump über den noch in Entwicklung befindlichen 20-Punkte-Plan der US-Regierung zur Beendigung des Krieges zu sprechen. Selenskyj wies die Vorwürfe aus Moskau umgehend zurück.
Das Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj ging ohne konkrete Ergebnisse zu Ende.
29.12.2025 | 1:21 minZunächst hatte Trump den russischen Vorwurf gestützt. Am vergangenen Montag sagte er Reportern, Putin habe die Angelegenheit bereits in einem Telefonat mit ihm angesprochen. Trump erklärte außerdem, er sei "sehr verärgert" über den Vorwurf.
CIA entkräftet russischen Vorwurf
Der US-Geheimdienst CIA hatte dann nach Überprüfungen festgestellt, dass die Ukraine weder Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat, wie Medien wenige Tage später berichteten. Damit widersprach der Auslandsgeheimdienst den schweren Vorwürfen aus Moskau.
Russland wirft der Ukraine vor, eine Residenz von Präsident Putin angegriffen zu haben. Die Ukraine dementiert: Die Attacke habe nicht stattgefunden.
30.12.2025 | 1:46 minAm Mittwoch teilte Trump einen Link zu einem Leitartikel der "New York Post" auf seiner Plattform Truth Social, der Zweifel an der russischen Darstellung äußerte. Darin hieß es, Putin habe sich für "Lügen, Hass und Tod" entschieden.
Der US-Präsident hatte versprochen, den Krieg in der Ukraine nach seinem neuerlichen Amtsantritt schnell zu beenden. Sowohl Trump als auch Selenskyj sagten in der vergangenen Woche, sie hätten in ihren Gesprächen in Trumps Anwesen Mar-a-Lago Fortschritte erzielt.
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