Rubio betont Gemeinsamkeiten zwischen USA und Europa

Münchner Sicherheitskonferenz:Marco Rubio betont Gemeinsamkeiten zwischen USA und Europa

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In seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz betont US-Außenminister Marco Rubio die enge Partnerschaft zwischen den USA und Europa. Zugleich übt er Kritik an der UNO.

US-Außenminister Marco Rubio bei der Münchner Sicherheitskonferenz

In seiner mit Spannung erwarteten Rede betont der US-Außenminister Gemeinsamkeiten zwischen den USA und Europa. Gleichzeitig lobt er US-Präsident Trump und dessen Politik ausführlich.

14.02.2026 | 21:56 min

US-Außenminister Marco Rubio hat Europa während seiner mit Spannung erwarteten Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Hand gereicht - dabei aber ein düsteres Bild vom Ist-Zustand der verbündeten Nationen gezeichnet.

"Unser Schicksal ist und bleibt untrennbar mit Ihrem verbunden", sagte Rubio in Richtung der Staats- und Regierungschefs im Ballsaal des Bayerischen Hofes in München. In einer "Zeit, in der Schlagzeilen das Ende der transatlantischen Ära verkünden", solle allen klar sein, dass dies weder das Ziel noch der Wunsch der USA sei, sagte Rubio.

Ein Schaltgespräch mit Ulf Röller

Das Hauptthema auf der Münchner Sicherheitskonferenz wird das Verhältnis zwischen Europa und den USA sein, sagt ZDF-Korrespondent Ulf Röller. "Die Europäer fühlen sich von Amerika verraten."

13.02.2026 | 0:58 min

Er schlug deutlich versöhnlichere Töne an als US-Vizepräsident J.D. Vance vor einem Jahr an gleicher Stelle, der Europa abgekanzelt hatte.

Für uns Amerikaner mag unsere Heimat zwar in der westlichen Hemisphäre liegen, aber wir werden immer Kinder Europas bleiben.

Marco Rubio, US-Außenminister

Den Vereinigten Staaten liege die gemeinsame Zukunft sehr am Herzen. "Wenn wir manchmal unterschiedlicher Meinung sind, dann rührt diese Meinungsverschiedenheit von unserer tiefen Sorge um ein Europa her, mit dem wir nicht nur wirtschaftlich und militärisch verbunden sind", sagte Rubio. Die Partner seien "auch spirituell und kulturell miteinander verbunden".

Von links: Marco Rubio, Donald Trump, JD Vance, Daniel Driscoll und Steve Witkoff

Um die Ukraine-Friedensverhandlungen soll ein Machtkampf in der US-Regierung toben. Wer dabei um Einfluss auf Donald Trump kämpft, erklärt USA-Experte Rathke bei ZDFheute live.

25.11.2025 | 12:42 min

Rubio stellt Wirksamkeit der Vereinten Nationen infrage

US-Außenminister Marco Rubio hat den Vereinten Nationen vorgeworfen, bei der Lösung internationaler Konflikte außen vor zu sein. Sie spielten dabei "praktisch keine Rolle", so Rubio. Es seien die USA und deren Führungsstärke gewesen, die einen Waffenstillstand im Gazastreifen erreicht und auch im Ukraine-Krieg dafür gesorgt hätten, dass beide Seiten an einem Tisch zusammengekommen seien.

Die Vereinten Nationen haben nach wie vor ein enormes Potenzial, als Instrument für das Gute in der Welt zu dienen.

Marco Rubio, US-Außenminister

"Aber wir können nicht ignorieren, dass sie heute bei den drängendsten Fragen, mit denen wir konfrontiert sind, keine Antworten haben und praktisch keine Rolle gespielt haben", sagte Rubio.

ZDF-Korrespondent Ulf Röller

In seiner Rede habe US-Außenminister Rubio eigentlich davon gesprochen, dass die "America first"-Agenda von Trump jetzt auch für Europa kopiert werden sollte, sagt ZDF-Korrespondent Ulf Röller.

14.02.2026 | 8:09 min

Europäische Verbündete sollen mehr für Sicherheit tun

Zugleich mahnte Rubio die europäischen Verbündeten, mehr für die eigene Sicherheit zu tun. Die USA wollten keine schwachen Partner.

Wir wollen Verbündete, die sich selbst verteidigen können, damit kein Gegner jemals in Versuchung gerät, unsere kollektive Stärke zu testen.

Marco Rubio, US-Außenminister

Die gemeinsam geschaffenen globalen Institutionen der alten Ordnung müssten nicht abgeschafft werden, sagte Rubio. "Aber sie müssen reformiert werden. Sie müssen neu aufgebaut werden." US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt einen eigenen, sogenannten Friedensrat gegründet. Dieser wird von vielen europäischen Staaten, darunter Deutschland, als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen gesehen und deswegen abgelehnt.

Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichtete ZDFheute live am 14.02.2026 ab 08:55 Uhr.

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