Straße von Hormus: Trump lehnt Irans Vorschlag offenbar ab

Teheran sieht USA am Zug:Trump lehnt Irans Vorschlag zu Hormus offenbar ab

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Iran hat den USA nach eigenen Angaben einen Plan zur Öffnung der Straße von Hormus übermittelt und sieht nun Präsident Trump am Zug. Laut Berichten lehnt dieser den Vorschlag ab.

Handelsschiffe warten in der Straße von Hormus

Iran hält die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus seit Kriegsbeginn weitgehend blockiert, die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade iranischer Häfen.

Quelle: ddp

Im Ringen um eine Öffnung der Straße von Hormus sieht Iran nun die USA am Zug. Teheran habe Washington über Katar einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt, sagte Außenminister Abbas Araghtschi in New York vor Journalisten. Die Entscheidung liege nun bei den Vereinigten Staaten. "Sie können diesen Sieben-Tage-Plan akzeptieren, und am Ende wird die Straße von Hormus geöffnet sein", sagte Aragthschi.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hält im Hauptquartier der Vereinten Nationen eine Rede.

Iran hat den USA einen Vorschlag für ein Kriegsende vorgelegt. Präsident Peseschkian sieht nun Washington am Zug.

25.09.2026 | 0:22 min

Laut Araghtschi besteht der Plan darin, dass die USA zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Danach könne dann die Meerenge wieder eröffnet werden. Bei den Bedingungen soll es sich um bereits in dem Rahmenabkommen vom Juni festgelegte Verpflichtungen handeln. Teheran gehe davon aus, dass die "innerhalb von vier oder fünf Tagen umgesetzt werden können".

Trump lehnt offenbar iranischen Vorstoß ab

Von einem US-Beamten hieß es zunächst, man habe es "nicht eilig" und führe positive und konstruktive Gespräche mit Iran über Vermittler.

Das "Wall Street Journal" berichtete später unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte, Präsident Donald Trump lehne den Plan der Iraner ab. Der Präsident habe seinen Beratern gesagt, er gehe davon aus, die Luftangriffe auf Ziele in Iran nach den US-Parlamentswahlen Anfang November wieder aufzunehmen, hieß es weiter. Trump hat Iran bereits mehrfach mit massiven Angriffen gedroht - ohne dies letztlich wahrzumachen.

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Zudem veröffentlichte Trump auf seiner Plattform Truth Social eine Kartengrafik, auf der die Straße von Hormus eingekreist ist. Darunter steht: Trump-Meerenge.

Das Rahmenabkommen vom Juni hätte die Öffnung der für den Export von Öl- und Flüssiggas bedeutenden Meerenge erwirken sollen. Angesichts fortdauernder gegenseitiger Angriffe fiel die Vereinbarung aber schnell in sich zusammen.

Insider: Iran nicht zu Atom-Kompromissen bereit

Der iranische Außenminister sagte nun, am Ende des Sieben-Tage-Plans stehe der Beginn von Gesprächen mit den USA über ein endgültiges Abkommen. Eine solche Vereinbarung müsste auch den Umgang mit Irans umstrittenem Atomprogramm regeln. Einem Insider zufolge wird Teheran jedoch keine Kompromisse eingehen und auf der Urananreicherung im Land beharren.

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In der Vergangenheit hatte die Führung in Teheran für eine Öffnung der Straße von Hormus unter anderem verlangt, dass die USA eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben, den Krieg an allen Fronten beenden und ihre Blockade iranischer Häfen und Schiffe aufheben. Zudem forderte die Islamische Republik, dass sich Washington nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischt.

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Quelle: dpa, Reuters
Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress am 25.09.2026 um 09:00 Uhr.

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