Schüsse in Stade mit sechs Toten: Verdächtiger ist tot

Niedersächsisches Justizministerium:Schüsse in Stade mit sechs Toten: Verdächtiger ist tot

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Der Tatverdächtige der Bluttat in Stade ist tot. Ende Juni soll der Mann in einer Jugendhilfeeinrichtung sechs Menschen getötet haben.

Nach dem Sechsfach-Mord in Stade: Trauerbekundungen am Tatort nach der Aufhebung der Strassensperre

Nach dem Sechsfach-Mord in Stade: Trauerbekundungen am Tatort

Quelle: action press

Der Verdächtige der Bluttat mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist tot. Wie das niedersächsische Justizministerium am Dienstag in Hannover mitteilte, beging der Mann im Gefängnis Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es demnach nicht.

Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt entdeckte den Mann den Angaben zufolge am Dienstag gegen 06:05 Uhr bei einer Routinekontrolle in seiner Einzelzelle. Er habe bereits keine Körpertemperatur mehr aufgewiesen, erklärte das Ministerium. Ein Notarzt habe dann um 06:29 Uhr den Tod des Manns festgestellt. Ermittlungen zu den konkreten Todesumständen seien eingeleitet worden.

Schnell Hilfe bei Suizidgedanken finden




Haftbefehl gegen Verdächtigen von Stade in der Türkei

Am Montag wurde bekannt, dass gegen den zum Tatzeitpunkt 45-Jährigen ein offener Haftbefehl aus der Türkei vorliegt. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Dass der Haftbefehl weiter ausgeschrieben sei, deute darauf hin, dass der Verdächtige dafür bisher keine Haftstrafe in der Türkei abgesessen habe. Nach der Tat in Stade hatte es Medienberichte darüber gegeben, dass der Verdächtige in der Türkei bereits in Haft gesessen habe. Der Grund für den jetzt bekanntgewordenen türkischen Haftbefehl ist unterdessen noch nicht bekannt und werde noch geklärt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungsbehörde teilte zudem mit, dass der mutmaßlichen Täter keinen deutschen Aufenthaltstitel habe. Es war bereits bekannt, dass der Verdächtige in Deutschland geboren ist, aber die türkische Staatsangehörigkeit hat.

Am Tag nach der Gewalttat in Stade

In Stade erschießt ein Mann in einer Kinder- und Jugendeinrichtung sechs Menschen - alle Getöteten waren Mitarbeitende. Als Auslöser vermuten die Ermittler derzeit einen Sorgerechtsstreit.

30.06.2026 | 2:00 min

Sechs Menschen in Jugendhilfeeinrichtung getötet

Ende Juni hatte der Mann in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen getötet, darunter jeweils drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes Hannover und der Einrichtung in Stade.

Hintergrund ist nach bisherigen Erkenntnissen ein Sorgerechtsstreit um die zur Tatzeit drei Monate alte Tochter des Verdächtigen. Der Verdächtige wurde nach der Tat festgenommen. Gegen ihn wurde wegen Mordes ermittelt. 

Im Fokus der Ermittler sind auch die Mutter des Kindes sowie eine weitere Frau, die den Fluchtwagen gefahren haben soll. Inwieweit sie aber tatsächlich an der Tat beteiligt waren, ist weiter offen, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte.

Quelle: AFP, dpa, ZDF
Über dieses Thema berichtete das ZDF fortlaufend, zuletzt am 30.06.2026 um 12:00 Uhr.

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