Gewalttat in Schongau: 16-Jähriger unter Extremismusverdacht

Gewalttat an Gymnasium:Schongau: 16-Jähriger unter Extremismusverdacht

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Nach dem Messerangriff an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau gibt es Hinweise auf ein extremistisches Motiv. Die Generalstaatsanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen.

Kräfte der bayerischen Polizei stehen am 09.07.2026 in der Nähe des Welfen-Gymnasiums in Schongau.

Bei dem Angriff wurden zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt.

Quelle: dpa

Nach dem Messerangriff eines 16-Jährigen an einem Gymnasium in Schongau gibt es nach Angaben der Ermittler Anhaltspunkte für ein extremistisches Motiv.

Die Generalstaatsanwaltschaft München übernahm daher die Ermittlungen gegen den Beschuldigten wegen des Verdachts des zweifachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte.

16-Jähriger verfasste offenbar Manifest

Medienberichten zufolge hat der Tatverdächtige ein 19-seitiges Manifest verfasst, in dem er sich massiv abwertend über Muslime, Homosexuelle und vor allem auch Frauen äußert. Details dazu nannte die Behörde mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht. 

Der ehemalige Schüler des Gymnasiums hatte am Mittwoch vergangener Woche zwei 13 Jahre alte Mädchen durch mehrere Stiche in den Oberkörper mit einem Messer schwer verletzt. Die Schülerinnen waren demnach Zufallsopfer. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft.

Waffe versagt nach einem Schuss

Nach Polizeiangaben soll der Verdächtige neben einem Messer auch eine Schusswaffe mit sich geführt haben, aus der auch einmal geschossen worden sein soll. Nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) versagte die Waffe nach einem Schuss - deshalb sei der Jugendliche mit einem Messer auf die Schülerinnen losgegangen.

Lehrer und die zwischenzeitlich eingetroffenen Polizisten überwältigten den Angreifer.

Tatverdächtiger soll Mitschüler bedroht haben

Den Ermittlern zufolge war der 16-Jährige den Sicherheitsbehörden bereits bekannt. Wegen zweier Vorfälle aus dem Jahr 2025 läuft demnach gegen ihn bei der Staatsanwaltschaft München II ein Ermittlungsverfahren, weil er unter anderem Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben soll. Haftgründe hätten in diesem Ermittlungsverfahren "zu keinem Zeitpunkt" vorgelegen, hieß es.

Die Generalstaatsanwaltschaft München ist die Zentralstelle in Bayern zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus, weshalb sie aufgrund von Anhaltspunkten für eine extremistische Tatmotivation den Fall an sich zog.

Quelle: AFP
Über die Gewalttat in Schongau berichtete das ZDF unter anderem in hallo deutschland am 08.07.2026 um 17:10 Uhr.

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