Kelkheim am Taunus:Auf offener Straße: Mann ersticht Ehefrau mit Machete
Auf offener Straße soll ein Mann im hessischen Kelkheim seine Ehefrau erstochen haben. Laut Staatsanwaltschaft hat er sie mit einer Machete attackiert.
In Kelkheim hat ein Mann seine Ehefrau auf offener Straße mit einer Schnittwaffe erstochen. Zeugen hielten den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei fest.
15.07.2026 | 2:14 minNach der tödlichen Attacke auf eine Frau auf offener Straße in Kelkheim in Hessen sind grausame Details bekannt geworden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt nach eigenen Angaben wegen Mordes gegen einen 60-jährigen kroatischen Staatsangehörigen.
Der Mann soll am Dienstagabend seiner 58-jährigen Ehefrau, bei der es sich ebenfalls um eine kroatische Staatsangehörige handelte, mit einer Machete "mindestens 30 abgrenzbare Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Kopfes, Halses, Nackens und Oberkörpers zugefügt haben", so die Staatsanwaltschaft.
Alle vier Minuten erleidet eine Frau Gewalt durch den Partner oder Ex-Partner. Miriam Peters bietet im ländlichen Raum Hilfe, wo sie oft fehlt und bietet Betroffenen einen Ausweg.
25.11.2025 | 28:36 minAngreifer soll aus Eifersucht gehandelt haben
Die Tat ereignete sich vor einer Vielzahl von Zeugen. Die Ehefrau starb noch am Tatort. Der Mann habe "aus übersteigertem Besitzdenken und Eifersucht, in der Annahme, sie gehe ihm fremd", gehandelt, so die Staatsanwaltschaft.
Besitzdenken ist häufig ein Merkmal von Femiziden - also die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist. Wenn ein Mann denkt, über eine Frau bestimmen zu dürfen, kann er gewalttätig werden, wenn sie sich seinem Willen widersetzt. Als häufigste Form gilt die Tötung von Frauen durch Partner oder Ex-Partner.
In Deutschland gibt es keinen eigenen Femizid-Straftatbestand. Staatsanwaltschaften verwenden den Begriff deshalb meist nicht als formale strafrechtliche Kategorie. Die Tötung der (Ex-)Partnerin ist als Mord oder Totschlag strafbar. Außerdem können Femizide bereits jetzt als Mord gewertet werden, wenn Gerichte das Mordmerkmal der "niedrigen Beweggründe" annehmen.
- Gewalt gegen Frauen: Wie Femizide im deutschen Recht bewertet werden
- Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 116 016, Online-Beratung via Chat oder E-Mail
- Bundesweite Frauenhaussuche
- KI-Hilfe-Chat Maya: ein KI-Chat, der rund um die Uhr auf vielen Sprachen anonym und sicher verfügbar ist und hilft, passende Unterstützungsangebote zu finden.
- Juristische Unterstützung: Die Feminist Law Clinic gibt kostenlose Rechtsberatung für Betroffene von Gewalt oder Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung, auch zum Gewaltschutzgesetz. Die Beratung ist bundesweit online sowie in Köln, München, Hamburg, Tübingen und Göttingen in Person möglich. Weitere Infos via Mail an beratung@feministlawclinic.de erhältlich.
- Weitere Unterstützung: Bundesweit gibt es unterschiedliche Anlaufstellen beispielsweise für Selbsthilfegruppen oder die anonyme Spurensicherung.
Vorher mehrfache Drohungen
Der Angreifer sei von Zeugen überwältigt und festgehalten worden, bis die Polizei kam, hieß es weiter. Der Tatverdächtige wurde den Angaben nach bei seiner Festnahme verletzt.
Das Ehepaar war seit 1991 verheiratet, lebte aber seit etwa drei Jahren in Trennung, so die Staatsanwaltschaft. Die Frau habe den Mann aber zwischenzeitlich wieder in der ehelichen Wohnung aufgenommen. Den Wunsch der Frau, sich scheiden zu lassen, habe der Beschuldigte nicht akzeptiert. Er habe wiederholt gedroht, seine Ehefrau im Falle der Scheidung umzubringen.
"Seitens der Polizei unterbreitete Hilfsangebote lehnte die später Getötete in der Vorstellung, der Beschuldigte werde ihr nichts antun, da er sie noch liebe, ab", schildert die Staatsanwaltschaft die Vorgeschichte. Der Tatverdächtige wurde der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Frankfurt vorgeführt, die Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes aus niedrigen Beweggründen erließ. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
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