Wetter:Neue Unwetter - aber Hitzewelle endet
Nach den Saunatemperaturen der vergangenen Tage drohen teils heftige Gewitter - und dann findet auch die Hitzewelle ein vorläufiges Ende.
Schwere Unwetter sind über die Region Nürnberg gezogen. Rund 3.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW waren im Einsatz, mehrere Menschen wurden verletzt. Der Nürnberger Flughafen setzte den Betrieb zeitweise aus.
15.07.2026 | 0:20 minIn Teilen Deutschlands drohen bis Freitag erneut heftige Gewitter - die Hitzewelle findet dann vorerst ein Ende. "Am Donnerstag bäumen sich die Temperaturen noch ein letztes Mal auf, so dass es im Südwesten von der Donau bis zum Niederrhein oft für über 30 Grad reicht", erklärt Fabian Chow vom Deutschen Wetterdienst.
Am Freitag vollziehe sich dann ein Luftmassenwechsel und die Temperaturen erreichten allenfalls vereinzelt 30 Grad und läuteten das endgültige Ende der aktuellen Hitze ein, prognostizierte Chow.
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Heftige Unwetter
Einher geht das mit heftigen Gewittern. Der Süden Deutschlands wurde bereits in der Nacht zum Mittwoch von Unwettern getroffen. Im Gebiet der Leitstelle Nürnberg rückte die Feuerwehr zu mehr als 1.000 Einsätzen aus - wegen umgestürzter Bäume, überfluteter Straßen, abgedeckter Dächer und vollgelaufener Keller. Mehrere Menschen wurden verletzt, manche von Bäumen eingeklemmt. Es ereigneten sich zahlreiche Verkehrsunfälle. Der Flugbetrieb wurde zeitweise eingestellt.
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In Reutlingen überflutete ein Unwetter Straßen, kurzzeitig fiel der Strom aus. Durch den starken Regen und den Hagel seien außerdem Abflussschächte vollgelaufen und Straßen teilweise überflutet worden. In Rosshaupten im Ostallgäu wurde ein Zeltlager evakuiert. In Thüringen wurden Polizei und Feuerwehr unter anderem in der Region um Gotha und in den Landkreisen Unstrut-Hainich-Kreis und Eichsfeld alarmiert. Das Gelände der Landesgartenschau in Leinefelde wurde überflutet.
Heftiger Starkregen und Hagel haben in Niedersachsen für rund 1.000 Einsätze gesorgt. Straßen und Keller wurden überflutet, Hagelkörner schlugen Löcher in Dächer, Bäume stürzten um.
14.07.2026 | 5:05 minSo geht es mit dem Wetter weiter
Auch am Mittwoch drohen schwere Gewitter mit Unwetterpotenzial. Der DWD rechnet insbesondere von der Schwäbischen Alb ostwärts südlich der Donau bis in die Alpen am Nachmittag und Abend mit kräftigen Gewittern. Dabei seien auch großer Hagel - teils mit Korngrößen wie Golfbällen - sowie orkanartige Böen möglich, sagt DWD-Experte Chow.
Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung
14.07.2026 | 1:14 minGerade Orkanböen stellten im Sommer, wenn die Bäume durch viele Blätter eine sehr große Angriffsfläche für den Wind böten, eine besondere Gefahr dar, so Chow. "Diese Orkanböen können dann auch an diesen Bäumen große Schäden anrichten, teils auch an Gebäuden." Örtlich könne zudem in kurzer Zeit viel Regen fallen - bis zu etwa 40 Liter pro Quadratmeter in rund einer Stunde.
Mit dem Luftmassenwechsel können die Gewitter laut DWD bis zum Freitag anhalten. Dabei bestehe weiterhin örtlich Unwettergefahr. "Die Luftmasse ist weiterhin noch energiegeladen, sodass die Gewitter durchaus heftig ausfallen können."
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