Geldwäsche und Geldtransporte:Europol: "Unterwelt-Banker" festgenommen
Ermittler haben eine Bande festgenommen, die Millionenbeträge für Kriminelle transportiert und gewaschen haben soll. Nun wurden 23 Verdächtige laut Europol festgenommen.
Europol hat in Den Haag die Festnahme von 23 "Unterwelt-Bankern" mitgeteilt (Archivbild).
Quelle: APInternationale Ermittler haben nach Informationen von Europol einen Ring von "Unterwelt-Bankern" ausgehoben. 23 Verdächtige wurden festgenommen, die meisten in Spanien, meldete die europäische Polizeibehörde in Den Haag. Fast 36 Millionen Euro seien beschlagnahmt worden, sowohl Bargeld als auch Guthaben auf Bankkonten und in Kryptowährungen.
Allein bei einer Razzia auf Zypern waren Europol zufolge rund 26 Millionen Euro in Kryptowährungen sichergestellt worden. Auch 36 Autos, Immobilien, Uhren und Schmuck wurden beschlagnahmt. Die Aktion in mehreren Ländern lief nach Europol-Angaben über mehrere Monate.
Europol: "Unterwelt-Banker" boten Geld-Transporte an
Das kriminelle Netzwerk wurde Europol zufolge von zwei ukrainischen Brüdern geleitet. Auch die meisten Mitglieder der Bande stammten aus der Ukraine. Die Bande bot Kriminellen auf Anfrage finanzielle Dienste an wie den Transport von Bargeld und Geldwäsche - dafür waren Europol zufolge Bandenmitglieder aus China verantwortlich.
Auch Angehörige der Bandenführer hätten als "Geldesel" große Summen vor allem zwischen Spanien, Zypern und Frankreich transportiert. Ermittler schätzen, dass vom Frühjahr 2023 bis zum Frühjahr 2024 mindestens 75 Millionen Euro befördert worden.
Vom Underdog aus einer einfachen Einwandererfamilie zum millionenschweren Geschäftsmann und schließlich zum Staatsfeind Nummer 1. Wie hat Al Capone das geschafft?
04.08.2024 | 20:52 minVerdächtige nutzten Schutzstatus ukrainischer Flüchtlinge
Kunden dieser "Unterwelt-Banker" waren nach Angaben von Europol vor allem russischsprachige und asiatische Kriminelle, die ihr Geld mit Drogenhandel, Schmuggel und Steuerbetrug verdienten.
Europol vermutet, dass die Verdächtigen den besonderen Schutzstatus von ukrainischen Flüchtlingen in der EU seit Ausbruch des Krieges 2022 missbraucht hätten. Da viele Flüchtlinge auch ihr Spargeld mitgenommen hatten, waren auch die Kontrollen für Einfuhr von Bargeld aus der Ukraine gelockert worden. Die Bande habe diese Situation ausgenutzt und riesige Summen von Bargeld in Europa verschoben.
Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel.
Weitere News aus dem Bereich Kriminalität
Tatverdächtige waren Teenager:Mehrere Tote nach Schüssen an Moschee in San Diego
mit Video0:21Ermittlungsverfahren überführt Täter:Mord in Mannheim: DNA klärt Fall nach 20 Jahren
von Rebecca Rickermit Video42:22Geschworene können sich nicht einigen:Vergewaltigungsprozess gegen Weinstein endet ohne Urteil
mit Video0:39Mordprozess in Rostock:Verdacht Falschaussage: Ermittlungen gegen Fabians Vater
mit Video1:42Update zur aktuellen Sendung:Aktenzeichen XY: Hinweise zu Fällen in Köln, Borkum und Lahr
mit Video5:10- Interview
IT-Experte: Gefahr wird unterschätzt:Warum Deutschland im Visier von Cyberkriminellen steht
mit Video3:55 BKA und Innenminister Dobrindt:Deutschland als "Top-Angriffsziel" für Cyberkriminelle
mit Video1:43Prozess gegen Daniela Klette :Ex-RAF-Terroristin: Raubüberfälle fürs Überleben notwendig
mit Video0:29Überfall auf Geldtransporter:Sinzig: Täter weiter auf der Flucht
mit Video0:25- Interview
Ex-SEK-Beamter erklärt:Wie die Ermittlungen in Sinzig jetzt ablaufen könnten
mit Video9:45 - Interview
Experte zu Bundestagsbeschluss:Häusliche Gewalt: Was bringt eine Fußfessel?
mit Video8:54 "New York Times" beantragte Freigabe:US-Gericht veröffentlicht angeblichen Epstein-Abschiedsbrief
mit Video0:22Aktenzeichen XY vom 6. Mai:Das sind die ersten Ergebnisse zu den Fällen
mit Video89:07