In eigener Sache: ZDF-Auslandskorrespondentin wird abberufen

Fehler in ZDF-Beitrag über ICE:ZDF-Auslandskorrespondentin wird abberufen

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Nach Verstößen gegen ZDF-Richtlinien und journalistische Standards wird die New-York-Korrespondentin abberufen.

Ein Mikrofon des öfffentlich-rechtlichen Senders ZDF am 12.12.2025 während der Regierungsmedienkonferenz in Erfurt.

Quelle: Imago

Das ZDF hatte angekündigt, die Fehler im heute journal vom Sonntagabend konsequent aufzuarbeiten. Die Überprüfung kommt zu dem Schluss, dass die Verstöße gegen ZDF-Richtlinien und journalistische Standards so schwer wiegen, dass die New York-Korrespondentin Nicola Albrecht mit sofortiger Wirkung abberufen wird.

Die Korrespondentin hatte für die Redaktionen Mittagsmagazin und heute journal über die Angst von Kindern unter anderem in New York vor den Festnahmen der amerikanischen ICE-Behörde berichtet. Der Beitrag für das Mittagsmagazin wurde am Freitag, 13. Februar, gesendet und war nicht zu beanstanden.

Dieser Bericht wurde von der Korrespondentin für das heute journal vom 15. Februar angepasst. In der neuen Fassung verwendete sie zwei Videoszenen aus dem Netz. Davon stammte eine Szene aus einem völlig anderen Kontext (Festnahme in Florida 2022), die andere Szene war KI-generiert.

ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten: "Erarbeiten zurzeit einen Maßnahmenkatalog"

Das KI-generierte Material hätte ohne journalistische Begründung und ohne Einordnung gemäß der internen Regeln des ZDF zur Verwendung von KI-generiertem Material nicht verwendet werden dürfen. Eine nach journalistischen Standards erforderliche Überprüfung der anderen Videoszene und ihres Ursprungs ist nicht erfolgt. Der Schlussredaktion des heute journal hätte bei der Abnahme des Beitrags die KI-generierte Bildsequenz auffallen müssen.

ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten erklärt: "Der Schaden, der durch die Missachtung journalistischer Regeln entstanden ist, ist groß. Es geht im Kern um die Glaubwürdigkeit unserer Berichterstattung. Wir erarbeiten zurzeit einen Maßnahmenkatalog, um mit aller Konsequenz sicherzustellen, dass die hohen journalistischen Standards, denen wir verpflichtet sind, jederzeit und uneingeschränkt eingehalten werden."

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