Update am Morgen: Davos-Bilanz: Trumps Politik als Risikofaktor

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Update am Morgen:Davos-Bilanz: Trumps Politik wird zum Risikofaktor

von Florian Neuhann

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Florian Neuhann


Guten Morgen,

es ist Freitag, Tag fünf des Weltwirtschaftsforums in Davos. Und ich bin ehrlich: Ich habe, bevor ich diesen Satz geschrieben habe, lieber noch mal nachgezählt. Ist es wirklich erst der fünfte Tag?

Vielleicht liegt es am Schlafmangel, den man hier in Davos unweigerlich bekommt - wahrscheinlich aber auch an der irren Achterbahnfahrt der Nachrichten dieser Tage: Diese Woche, in der ich aus Davos vom Weltwirtschaftsforum berichte, kommt mir jedenfalls deutlich länger vor. Da waren die Zolldrohungen, der Grönland-Besitzanspruch von Trump. Seine Kehrtwende. Die vielen Diskussionen, wie hart Europa reagieren kann oder muss. Die teils harschen Auftritte von Leuten aus Trumps Regierung. Der von Trump installierte "Friedensrat" mit autokratischem Übergewicht. Und nicht zu vergessen: Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Donald Trump in Davos

22.01.2026 | 4:45 min

Wer kann da eigentlich noch mithalten? Oder langfristig planen?

Genau diese Frage - nach der langfristigen Planung - stellen sich auch die Wirtschaftsvertreter, die hier in Davos zu ihren Hintergrundrunden einladen. Früher habe man Strategien für die nächsten zehn Jahre entwerfen können, klagte da der Vorstandschef eines großen deutschen Konzerns - heute sehe man den Gipfel nicht mal mehr für die nächsten fünf Jahre. Andere berichten von den zahlreichen Risikoszenarien, mit denen sie jetzt planen müssten. Von einer neuen Realität, in der man jetzt erstmal kleinere Brötchen backen müsse.

Vor einem Jahr war ich zum ersten Mal als Berichterstatter in Davos, und ich erinnere mich noch, wie optimistisch zumindest Teile der in Davos versammelten Wirtschaftselite damals auf Donald Trump blickten. Der damals frisch gekürte US-Präsident sei zwar, zugegeben, etwas verrückt - aber gut fürs Geschäft. Weil er die Wirtschaft entfessele. Trump gut fürs Geschäft? In diesem Jahr hörte ich das bestenfalls noch von Unternehmern aus der KI-Branche aus den USA. Von europäischen Wirtschaftsbossen hingegen nicht mehr. Trump hat den Bogen überspannt.

Bleibt noch die Frage, wie es in Davos heute weitergeht. Ich kann Sie beruhigen: Die große Politik ist abgereist. Die Foren, die heute noch stattfinden, sind zwar sicher spannend - aber die großen Nachrichten ziehen weiter. Nur vorhersehbarer wird es wahrscheinlich nicht.

Erholen Sie sich gut!

Florian Neuhann, Leiter des ZDF-Teams Wirtschaft und Finanzen

Streit um Grönland

Was über Trumps Grönland-Deal bisher bekannt ist: Die Nato, die Europäer und Trump haben im Streit um Grönland eine Einigung erzielt, wie Trump bekannt gab. Er habe sich mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf die Rahmenbedingungen für ein künftiges Abkommen geeinigt, so Trump. Was wir über das Abkommen bislang wissen.

EU-Gipfel sucht nach neuen Antworten auf Trump: Trumps Ansprüche auf Grönland haben das transatlantische Bündnis strapaziert. Auch wenn die USA rhetorisch abrüsten, haben die EU-Spitzen bei einem Gipfel um die neue Eigenständigkeit gerungen. Klar ist: Es soll kein "Weiter so" geben.

Alle Entwicklungen finden Sie auf unserer Themenseite zu Donald Trump und jederzeit in unserem Liveblog zum Streit um Grönland.

Was im Ukraine-Krieg passiert ist

Neue Friedensgespräche angekündigt, Treffen von Putin und Witkoff im Kreml - was bedeutet all das? Ukraine, Russland, USA - alle an einem Tisch, so der Plan. Und: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist im Kreml von Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen worden. Wie sind diese Dynamiken zu bewerten?

Selenskyj kündigt Dreiergespräch mit Russland und USA an: Selenskyj sagte nach seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos auf Nachfrage, Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands würden zeitnah in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein mögliches Kriegsende verhandeln. Die Gespräche auf Expertenebene sollten schon am Freitag und Samstag stattfinden.

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

Was heute noch wichtig ist

Ausblick

Treffen zwischen der Ukraine, Russland und den USA in Abu Dhabi / Deutsch-italienische Regierungskonsultationen in Rom / Prozess gegen Neonazi-Gruppe "Sächsische Separatisten"

23.01.2026 | 0:54 min

Treffen von Ukraine, Russland und USA in Abu Dhabi: Vertreter der Ukraine und Russlands sollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Wochenende erstmals zu einem trilateralen Treffen mit einer US-Delegation zusammenkommen. Die Gespräche sollen ab heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden.

Deutsch-italienische Regierungskonsultationen: Bundeskanzler Friedrich Merz und das halbe Kabinett treffen in Rom auf Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Ministerinnen und Minister. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den beiden EU-Ländern zu vertiefen.

Prozess gegen "Sächsische Separatisten": Prozessbeginn gegen acht mutmaßliche Mitglieder der militanten Neonazi-Gruppe "Sächsische Separatisten". Die Männer sollen sich "wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und weiterer Anklagepunkte" verantworten.

Ausführlich informiert

Ukraine-Karte im Hintergrund, davor Trump, Selenskyi und Putin

Erstmals soll es gemeinsame Gespräche zwischen Ukraine, Russland und den USA geben. ZDFheute live erklärt, wer verhandelt und was das für einen möglichen Frieden bedeutet.

22.01.2026 | 32:02 min

Sportlich in den Tag

Die DSV-Adler fliegen wieder: Bei der Skiflug-WM in Oberstdorf sind an diesem Wochenende die Weitenjäger wieder gefragt. Wie weit trägt der Jubel der Fans die deutschen Springer um Philipp Raimund?

Grafik des Tages

US-Präsident Donald Trump setzt in seiner Wirtschaftspolitik unter anderem auf Zölle. Im Streit um Grönland drohte er zuletzt Deutschland und sieben weiteren europäischen Staaten mit zusätzlichen Zöllen - die sollen nun erst einmal vom Tisch sein. Doch wie stark treffen die bisherigen US-Zölle die deutsche Wirtschaft? 

Durch Trumps Zollpolitik sind die deutschen Exporte in die USA gesunken

Quelle: ZDF

Kuriose Zahlen des Tages

Das vierte Januarwochenende steht auf Usedom ganz traditionell im Zeichen des eisigen Strandvergnügens mit einem sportlich-kuriosen Höhepunkt: den Weltmeisterschaften im Strandkorb-Sprint. Den Weltmeistertitel und das Preisgeld sichert sich das Team, das am schnellsten gemeinsam mit dem Strandkorb eine Strecke von 20 Metern zurücklegt. Gefordert sind Zweierteams, die genügend Kraft haben, einen etwa 60 Kilogramm schweren Strandkorb über die Distanz zu tragen.

Ein Paar, ein weißhariger Mann mit Bart und eine Frau mit roter Jacke, stehen vor der Ahlbecker Seebrücke im Schneetreiben und machen mit dem Smartphone ein Foto von sich selbst.

11.02.2024 | 30:14 min

Weitere Schlagzeilen

Lichtblick

Vier Tage nach dem verheerenden Zugunglück mit mehr als 40 Todesopfern bewegt eine "Familienzusammenführung" der besonderen Art viele Menschen in Spanien. Ein Hund, der mit seinem Frauchen in einem der beiden Unglückszüge unterwegs war und seit dem Unfall als vermisst galt, wurde nach tagelanger Suche, die sehr viele in Atem gehalten hatte, wohlauf gefunden.

Der Hund und sein Herrchen sind wiedervereint

22.01.2026 | 1:19 min

Die Nachrichten im Video

heute Xpress

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

03.02.2026 | 2:03 min

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So wird das Wetter heute

Am Freitag kann es anfangs im Nordwesten etwas Regen mit Glättegefahr geben. Sonst ist es teils freundlich, teils bewölkt. Am späten Nachmittag zieht im Westen neuer leichter Regen auf. Im Osten bleibt es eisig kalt mit teils nur minus 6 Grad, bis zu plus 9 Grad werden es ganz im Westen.

Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie hier im Video.

ZDFHeuteWetter - Freitag 23.01.2026

Quelle: ZDF

Zusammengestellt von David Metzmacher

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