Update am Abend:Spahn macht weiter, Biontech macht weniger - und Timmy?
von Nicola Frowein
Guten Abend,
der Maskendeal hat keine Nachwirkungen: Jens Spahn bleibt Union-Fraktionschef. Auch Biontech spürt nicht mehr viel von Corona - für den Impfstoffhersteller ist das aber kein Erfolg, er muss sich verkleinern. Und Buckelwal Timmy? Experten halten ihn für tot.
Spahn als Fraktionschef der Union wiedergewählt
- Das ist passiert: Jens Spahn bleibt Vorsitzender der Bundestagsfraktion von CDU und CSU. Die Abgeordneten bestätigten den 45-Jährigen mit 86,5 Prozent bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt. Von 196 Abgeordneten stimmten 167 für ihn, 26 gegen ihn, drei enthielten sich.
- Das ist der Hintergrund: Spahns Wiederwahl galt schon im Vorfeld als sicher, trotz der Vorwürfe wegen verschwendeter Steuermilliarden bei Maskendeals in der Coronazeit und trotz der gescheiterten Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf als Richterin am Bundesverfassungsgericht.
- Das sagen unsere Korrespondenten: Jens Spahn "hat jetzt seine Machtbasis in der Unionsfraktion ausgebaut", sagt ZDF-Hauptstadtkorrespondentin Andrea Maurer - und das trotz seiner Unbeliebtheit in der Bevölkerung. Ihm sei es gelungen, "die Beliebtheitslücke, die Friedrich Merz inzwischen in den eigenen Reihen lässt, zu füllen". "Das kann auch noch gefährlich werden für Friedrich Merz." So sieht es auch Wulf Schmiese, stellvertretender Leiter im ZDF-Hauptstadtstudio. "Jens Spahn macht den Job, der Helmut Kohl, Angela Merkel und Friedrich Merz ins Kanzleramt führte. Keine Frage, dass auch Spahn dieses Ziel hat."
Biontech schließt mehrere Standorte
- Das ist passiert: Impfstoffhersteller Biontech will mehrere Werke schließen. Betroffen von den Plänen seien die Produktionsstandorte in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie Standorte vom übernommenen Konkurrenten Curevac. Bis zu 1.860 Stellen sind davon betroffen.
- Das ist der Hintergrund: Biontech begründete die Einschnitte mit zu geringer Auslastung, Überkapazitäten und Kosteneinsparungen. Schon im Vorjahr hatte das Mainzer Unternehmen mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Und auch im ersten Quartal 2026 war der Umsatz zurückgegangen.
- Das sagt unsere Wirtschaftsredakteurin: ZDF-Wirtschaftsredakteurin Stephanie Barett bezeichnet die Schließung der Biontech-Standorte als "Paukenschlag". Bitter sei der Schritt besonders für den erst kürzlich übernommenen Tübinger Biontech-Konkurrenten Curevac, der mit 820 Arbeitsplätzen komplett zerschlagen wird.
Ist Timmy tot?
- Das ist passiert: Buckelwal "Timmy" ist nach Einschätzung von Experten wahrscheinlich tot. Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund teilte mit, es sei davon auszugehen, dass das extrem geschwächte Tier "nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt".
- Das ist der Hintergrund: Das Tier war nach mehrfachen Strandungen in der Ostsee von einem privaten Retter-Team in die Nordsee geschleppt und dort am Samstag freigelassen worden. Am selben Tag war der Wal im offenen Meer mit einer Drohne gefilmt worden - danach wurde er nicht mehr gesehen. Für den Fall, dass die Mission gelungen sei, forderten die Wissenschaftler Informationen zum Modell des Trackers, der Art der Befestigung am Wal und die kompletten übertragenen Daten.
ZDF heute Nachrichten, 02.05.2026, 19:00 Uhr
02.05.2026 | 1:38 min- Das sagen unsere Korrespondenten: Anja Kapinos und Anne Stadtfeld vom ZDF-Studio Schwerin halten die Einschätzung des Meeresmuseums Stralsund und seines wissenschaftlichen Direktors Burkard Baschek für nachvollziehbar. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass der Buckelwal nach jedem Freischwimmen sehr schnell wieder flaches Gewässer aufgesucht hat. "Dies ist an dieser Stelle der Nordsee nicht möglich. In Anbetracht all dessen scheint es plausibel, dass das Tier mittlerweile nicht mehr lebt. Belege dafür gibt es allerdings bislang nicht."
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04.05.2026 | 2:37 minVorteig:
- 200 g Mehl
- 3 g Hefe (also nur ganz wenig)
- 100 ml Wasser
Hauptteig:
- 400 g Weizenmehl (am besten Typ 550)
- halber Würfel frische Hefe
- 1 EL Salz
- 1 EL Olivenöl
- 220 ml Wasser
Gleich mal ein Spoiler: Professionelles Brotbacken erfordert eine Meeeenge Geduld, aber noch ein Spoiler: Es lohnt sich! 😁
Den Vorteig macht ihr am besten schon am Tag davor. Einfach alle Zutaten mischen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
1. Den Vorteig und alle anderen Zutaten gemeinsam in eine Schüssel geben und entweder mit der Küchenmaschine, mit dem Knethaken von eurem Handrührgerät oder einfach mit den Händen zu einem Teig verkneten. Dabei hilft euch am besten eine erwachsene Person.
2. Jetzt darf der Teig für 30 Minuten Ruhen.
3. Dann kommt ein Profi-Trick: Nehmt den Teig vorsichtig aus der Schüssel, zieht ihn hoch und legt ihn zusammengefaltet wieder zurück in die Schüssel.
4. Danach: wieder ruhen lassen - ihr wisst ja Bescheid: Man muss geduldig sein! 🫣
5. Nach dem Ruhen darf endlich geformt werden! Dazu teilt ihr euren Teig in drei Teile, so dass ihr am Ende drei Brote daraus formen könnt. Isabelle und Lilly zeigen euch im Video, wie ihr den Teig rund bekommt und dann ein Loch reinmacht. So habt ihr am Ende richtig schöne Brotringe. Ihr könnt euren Teig formen wie ihr mögt (zum Beispiel rund, als langes Baguette oder als Zopf geflochten).
6. Jetzt noch mal für 20 Minuten ruhen lassen (jap, schon wieder!).
7. In der Zwischenzeit können eure Eltern den Ofen schon mal auf 240 Grad Ober-Unter-Hitze vorheizen.
8. Und dann endlich: Ab in den Ofen damit! Lasst euer Brot ungefähr 30 Minuten backen. Je nachdem wie hell oder wie knusprig ihr es mögt.
Oh, und das wichtigste: Viel Spaß beim Probieren! 🙂
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Nicola Frowein und das gesamte ZDFheute-Team
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